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Autor: Chris Ziegler

Fahrt des Julius Echter Gymnasiums zur Frankfurter Buchmesse am 18.10.

So zuverlässig wie der Herbst findet jedes Jahr im Oktober die Buchmesse in Frankfurt statt. Wieder mit dabei eine Busladung lesebegeisterter Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte vom JEG, die sich auf neue Literaturtrends und Lesefutterinspirationen freuten.

Neu war zuerst einmal, dass es in diesem Jahr Tickets nicht vor Ort, sondern ausschließlich online zu kaufen gab. Auch für viele Veranstaltungen innerhalb der Buchmesse, etwa Signierstunden oder Lesungen, galt es, sich zuvor digital um Zugang zu bemühen. Und da sind wir schon bei einem der wohl gar nicht so neuen Trends: der Digitalisierung. Diese war auf der Buchmesse auf Schritt und Tritt oder, passender ausgedrückt, Klick für Klick präsent: So beschäftigten sich nicht wenige Vorträge mit dem Einfluss der KI auf die Literatur im Allgemeinen und die Zukunft der Bildung im Besonderen. Zu Letzterer durfte sich eine ausgewählte Lehrerschar vom JEG einen Vortrag eines selbsternannten Bildungs-Gurus und Podcasters anhören. Dieser vermochte inhaltlich nicht wirklich zu überzeugen, was vielleicht auch der Tatsache geschuldet sein könnte, dass es gar nicht so einfach ist, glaubwürdig über Schule und Bildung zu sprechen, wenn man selbst lieber im Rampenlicht als im Klassenzimmer steht.

Spicy oder nicht?

Erfreulicher ist da schon das Phänomen „#BookTok“, bei dem passionierte Leserinnen ihrer ebenfalls fast ausschließlich weiblichen Zielgruppe auf TikTok ihre Lieblingsbücher empfehlen. Diese sind oftmals dem Genre „New Adult“ zuzurechnen, dem die Macher der Buchmesse gleich eine ganze Ausstellungshalle gewidmet haben. Hier traf man viele Schülerinnen vom JEG beim intensiven Schmökern. Doch wie sich in der vor Neuerscheinungen nur so strotzenden Buchlandschaft der jungen Erwachsenen zurechtfinden? Dafür gibt es eine einfache, aber wirkungsvolle Methode: Wird der Inhalt mit dem Begriff „spicy“ (scharf) etikettiert, geht es vor allem um Liebe, Zärtlichkeit und anschaulich geschilderten Sex. Wer es weniger scharf mag, sollte von diesen Büchern lieber die Finger lassen.

Eine weitere Auffälligkeit der 2025er Buchmesse: Der im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigerte Takt an Lesungen, Veranstaltungen, Signierstunden und anderen Formen der Autorenbegegnung. Angetroffen wurden zum Beispiel Bestsellerautor Saša Stanišić, der humorvoll von seinem neuesten Buch erzählte, bei dem Gießkannen auf Friedhöfen eine wichtige Rolle zu spielen scheinen, oder die Politik-Urgesteine K.T. Guttenberg (vormals Freiherr von und zu) und Gregor Gysi (vormals Chef der Linkspartei). Die beiden sind, wie schon viele vor ihnen, unter die Podcaster und Buchautoren gegangen. Launig und oft lustig unterzogen sie die aktuelle Weltlage einer kritischen Bestandsaufnahme, bei der mit Seitenhieben auf die aktuelle Berliner Politik nicht gespart wurde.

Bella Italia – wohl eher nicht!

Diese und weitere Events machten die diesjährige Buchmesse zu einem Ereignis, bei dem sich große und nicht ganz so große Autoren nahbar zeigten. Einen gänzlich anderen Akzent setzte die Präsentation des Gastlandes Italien; gleich beim Betreten des hauptsächlich mit weißen Plastiksäulen ausstaffierten Ausstellungsareals, das wohl einem antiken Forum nachempfundenen sein sollte, fühlte sich der Besucher aufgrund der dämmrig-blauen Ausleuchtung weniger ins sonnige Italien als vielmehr in den Schneepalast der Eiskönigin aus „Narnia“ versetzt. Befremdlich auch, dass der italienischen Literaturlandschaft nur ein kleiner Raum mit lieblos zusammengestellten Büchern gewidmet war, während ansonsten mit der glorreichen Vergangenheit des Gastlandes geprunkt wurde. Immerhin kam man so in den Genuss einiger originaler Fresken aus dem antiken Pompeji, darunter eine Abbildung der Iphigenie, einer Figur aus der griechischen Sagenwelt, welche die gebildete Deutschlehrkraft natürlich sofort an Goethes klassisches Drama „Iphigenie auf Tauris“ denken ließ. Allerdings erwies sich diese Assoziation durch eine im selben Raum befindliche Zeichnung des in Italien weilenden Goethe als nicht ganz so genialisch wie vielleicht vermutet.

Johann Wolfgang Goethe oder: Warum es beim Lesen geht

Apropos Goethe: Er war nicht nur im italienischen Ausstellungsraum der Frankfurter Buchmesse präsent, sondern auch auf dem Paulsplatz. Dort hätte man in Form eines Escape Rooms spielerisch seine berühmte Italienische Reise nachempfinden können, wenn man eben nicht auf dem Messegelände gewesen wäre. Das Motto „Escape reality – join the journey!“ hätte zwar den Dichterfürsten im Grabe rotieren lassen, drückt aber ganz gut aus, was sich auf der Frankfurter Buchmesse insgesamt beobachten ließ: der Wunsch, mit Hilfe der Literatur, insbesondere der Belletristik, in ferne, fantastische Welten einzutauchen und den Sorgen eines im Jahr 2024 doch recht bedrückenden Alltags zumindest für ein paar Stunden enthoben zu sein.

Thum

Welt-fair-Besserer beim Vernetzungstreffen

„Tu du’s“ ist das Motto zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030. Es sind die lokalen und regionalen Initiativen und das Engagement vieler Gruppen, das helfen kann, die SDG Goals der UN noch zu erreichen. Denn die Halbzeitbilanz sieht düster aus, wie der Bericht von Jens Martens, Geschäftsführer des Global Policy Forum Europe, auf dem Vernetzungstreffen der Fairtrade-Initiativen im Landkreis Miltenberg gezeigt hat. Aber mit vielen kleinen Schritten, viel Elan und Engagement lässt sich die Zukunft vielleicht noch drehen. Die Welt-fair-Besserer sind stolz Teil dieser Bewegung zu sein und ihre Ideen bei dem Treffen im Schullandheim Hobbach präsentieren zu können. Wir haben viele neue Ideen und Kontakte geknüpft und hoffen, dass sie bei unserer Schulfamilie auf fruchtbaren Boden fallen – für eine faire und nachhaltige Welt!

Pfefferer

Projekttag in der KiTa Abenteuerhaus: Spanische Sprache und Kultur im Fokus

Im Rahmen des P-Seminars „Spanisch im Kindergarten“ der Q12 des Julius-Echter-Gymnasiums fand am 24.09. ein Projekttag in der Vorschulgruppe des Kindergartens in Obernburg/Eisenbach statt. Ziel der Veranstaltung war, den Kindern erste Einblicke in die spanische Sprache und Kultur zu ermöglichen. Schließlich ist Spanisch eine der am häufigsten gesprochenen Sprachen weltweit!

An vier Stationen wurden unterschiedliche Aktivitäten angeboten, die sowohl sprachliche als auch landestypische Elemente enthielten. Die Stationen waren so gestaltet, dass die Kinder durch kreative und bewegungsorientierte Aufgaben erste spanische Begriffe sowie kulturelle Besonderheiten kennenlernen durften. In der Bastelecke entstanden so ein buntes Flamenco-Kleid und Tiere aus Papptellern. Nebenbei lernten die Kinder Farben und Tiere auf Spanisch.

Da auch Bewegung und Spaß nicht zu kurz kommen sollten, sangen und tanzten die Vorschüler Choreografien zu spanischen Kinderliedern. Die vierte Station kombinierte Lernen mit Bewegung. Auf spielerische Art und Weise lernten die Kinder zunächst die Zahlen von eins bis vier sowie unterschiedliche Farben. Im Anschluss gab es dazu passende Bewegungsspiele. Die Kindergartenkinder lernten mit großer Begeisterung und hatten viel Spaß an den unterschiedlichen Stationen.

Das Ziel, die Kinder mit der spanischen Sprache durch praktische und spielerische Ansätze in Kontakt zu bringen und so Interesse an Land und Kultur zu wecken, wurde definitiv erreicht.

Die Seminaristen der Q12 entwickelten im Vorfeld der Veranstaltung entsprechende Konzepte, die altersgerecht gestaltet waren und den Fokus auf das praktische Lernen legten. So konnten die Kinder erste spanische Wörter und Ausdrücke spielerisch entdecken, ganz ohne Druck und in einer entspannten Lernumgebung. Ein lehrreicher Projekttag für  alle Beteiligten!

Lorena Schwerdtfeger und Caroline Röthel

Dritter MTB-Biathlon

Schüsse am JEG! Wirklich? Ja, aber ganz unbedenkliche aus der Armbrust mit Saugnapf-Pfeilen. Am Julius Echter Gymnasium Elsenfeld fand zum dritten Mal ein Biathlonwettbewerb in abgewandelter Form statt. Dabei wurden die Langlaufski gegen Mountainbikes getauscht, sodass die beliebte Kombinationssportart auch ohne Schnee am 4. Oktober im Spätsommer durchgeführt werden konnte.

In einem anspruchsvollen Parcours rund um das Schulgelände waren die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe aufgerufen, in Dreierteams jeweils gegeneinander im Fahrradfahren und Armbrustschießen anzutreten. Aus jeder Mannschaft absolvierte jedes Teammitglied nacheinander erst eine Runde entlang unseres Parcours und nach der Runde hieß es, am Schießstand eine ruhige Hand zu beweisen. Keine Sorge, bei den „Armbrüsten“ handelte es sich um die ungefährliche Spielzeugversion mit Saugnapfpfeilen. Wie beim richtigen Biathlon gab es pro nicht getroffenem Schuss eine Strafrunde, bevor man sich auf die zweite Runde machen konnte. Dann war der Zweite aus dem jeweiligen Team an der Reihe.

Insgesamt zehn Teams machten unter sich die Jahrgangsstufensieger aus. Das Publikum fieberte bei wolkenverhangenem Himmel am Schießstand mit und feuerte lautstark (gerade bei an Strafrunden) an. Die beste Balance aus schnellem Radfahren und genauem, ruhigem Schießen fanden Sinja, Emilia und Elina aus der Klasse 6B: Mit deutlichem Vorsprung wurden sie sowohl Sieger in ihrer Altersklasse als auch Schulsieger. In der Kategorie „7. Jahrgangsstufe“ gewannen Levent, Tom und Jannis; damit waren sie automatisch auch die zweiten Schulsieger. Mit nur einer Sekunde Abstand wurden Julius und Finn dritter. Allerdings konnten sie bei den 5. Klässlern als Sieger durchs Ziel fahren.

Neben der regen Teilnahme der Schülerinnen und Schüler war es besonders erfreulich, dass auch Freunde vom HSG Erlenbach und von der Realschule Elsenfeld in die Teams integriert wurden.

Dank an Chris Ziegler und sein Team vom Wahlfach „Videodesign“ für die tollen Go-Pro- und Drohnen-Aufnahmen!

J. Wagner

JEG va a Roma – auf den Spuren der Antike

Rom – die Stadt der antiken Geschichte, faszinierenden Kunst und beeindruckenden Architektur! Für die Lateinschülerinnen und -schüler des Julius-Echter-Gymnasiums bot die diesjährige Studienfahrt vom 29.9. bis 5.10. die Gelegenheit, die Ewige Stadt hautnah zu erleben und mit eigenen Augen zu sehen, wovon in unserem Lateinbuch die Rede ist. Und was alles zu sehen war, davon berichten nun Maya und Melina Kroth, Schülerinnen der 12. Jahrgangsstufe.

Das Abenteuer begann direkt nach der langen Busfahrt mit einer Rallye durch die Altstadt, die am Trevi-Brunnen mit einem Eis in der Hand endete und einen ersten Überblick über die atemberaubende Metropole gab.

Am zweiten Tag konnten wir das antike Zentrum der Stadt noch etwas genauer kennenlernen und in all seiner Pracht und Größe bewundern. Durch einen Tourguide wurden uns das Kolosseum, der Palatin und das Forum Romanum nähergebracht. Besonders faszinierend war es zwischen den Säulen zu stehen, von denen man im Unterricht gehört hat, und auf Wegen zu laufen, die in der Antike von Senatoren und Gladiatoren alltäglich genutzt wurden. Anschließend konnten wir in Kleingruppen die Kapitolinischen Museen erkunden und uns von den vielen Statuen und antiken Gemälden beeindrucken lassen. Den Abend ließen wir in einem Restaurant ausklingen, genossen dort die Live-Musik und unsere erste Portion italienische Pasta.

Der dritte Tag begann für uns mit einer Busfahrt in die nahegelegene Stadt Tivoli, wo wir das weitläufige Gelände der Hadriansvilla bei Sonnenschein und wolkenlosem Himmel erforschten. Gestärkt durch Mittagessen und Eiscreme ging es für uns weiter zur Villa d`Este, wo wir auf eine beachtliche Ansammlung an wundervollen Springbrunnen stießen. Zwischen Blumenranken, im Schatten der Bäume, konnte man diese Wasserspiele auf sich wirken lassen.

Highlight des Trips war der Besuch des Vatikans, dem kleinsten Staat der Welt und Zentrum der katholischen Kirche. Der eindrucksvolle Petersdom, der majestätische Petersplatz und die weltberühmten Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle ließen uns ehrfürchtig staunen. Vor allem Michelangelos Deckenfresko in der Kapelle und Raffaels „Schule von Athen“ waren ein unvergesslicher Anblick. Doch auch der Campo Teutonico, ein deutscher Friedhof und Gedenkstätte mitten im Vatikan ließ uns mit großen Augen stehen. Dank dem Engagement der Lehrkräfte durften wir sogar ein Foto mit der berühmten Schweizer Garde machen – ein einzigartiges Erlebnis, das wir nicht so schnell vergessen werden. Freitags wurden schließlich noch Souvenirs gekauft und die letzten italienischen Pizzen genossen, bevor für uns auch schon die Heimreise anstand.

Historische Stätten, leckeres italienisches Essen und gemeinsame Erlebnisse: Die Studienfahrt schenkte Eindrücke, die den Lateinunterricht mit Leben füllen und Roms Vielfalt in all ihren Facetten zeigen.

M. u. M. Kroth