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Autor: Chris Ziegler

Wir haben sehr wohl alle Tassen im Schrank!

Demokratieerziehung mit den „Omas gegen Rechts“

In weißer Warnweste und mit dem Teppichklopfer in der Hand steht eine Oma vor der Tafel der Klasse 10B des Julius-Echter-Gymnasiums. Ein seltener Anblick. Karin Pavlicek wirkt engagiert und dynamisch. Sie strahlt und freut sich auf die Gesprächsrunde mit den Schülerinnen und Schülern, die sich in den letzten Stunden des Politikunterrichts mit Interessenverbänden und Protestkultur auseinandergesetzt haben. Zusammen mit ihrer Kollegin Susanne Stasunik stellt sie die seit 2017 bestehende zivilgesellschaftliche Initiative „Omas gegen Rechts“ vor, erläutert ihr Engagement und ihre politischen Forderungen. Die stetig wachsende Vereinigung setzt sich aktiv gegen Rechtsextremismus, Rassismus und demokratiefeindliche Tendenzen ein und nutzt Protestformen als wichtiges Mittel der politischen Teilhabe.

Im Rahmen einer offenen Gesprächsrunde informieren die beiden Vertreterinnen der Miltenberger „Omas gegen Rechts“ die Schülerinnen und Schüler am JEG über ihre Ziele, Motive und Forderungen. Sie berichteten von ihren Aktionen, Demonstrationen und ihrem Einsatz für eine lebendige Demokratie. Dabei werden sie auch nach Begegnungen mit Drohungen, Hass und Hetze gefragt, die ihnen in ihrer Arbeit begegnen. Die Omas freuen sich über die interessierten, aber auch kritischen Fragen der Jugendlichen und beantworten sie offen und ehrlich – auch dass es nach der Bundestagswahl nun um eine Neuausrichtung des Engagements gehe. Ein humorvolles Highlight des Gesprächs ist die Erwähnung der Aktion „Tassen für Friedrich Merz“, die als Symbol für kreative Protestformen dient und die Bedeutung von Meinungsfreiheit unterstreicht. Aber auch die Teilnahme am Christopher Street Day zeigt das vielfältige Engagement und den Einsatz für eine offene, tolerante Gesellschaft der Omas.

Am spannendsten ist sicherlich die Frage, weshalb man sich im Alter so engagiert, im Gegensatz zu vielen jungen Menschen, um deren Zukunft es doch gehe. „Uns ging und geht es gut“, ist die so einfache und doch schwergewichtige Antwort. Obwohl beide Frauen in ihrem Leben soziale und gesellschaftliche Herausforderungen erlebten, betonen sie, dass gerade die soziale Unterstützung und das freie Reisen und die Möglichkeit, sich frei äußern zu können, ihr Leben geprägt und wertvoll gemacht habe. Dies gewährleiste nur eine Demokratie! Wir möchten, dass ihr, dass unsere Kinder und unsere Enkelkinder es genauso gut haben, so das starke Statement der Omas gegen Rechts.

Pfefferer

Besuch an der Universität Würzburg: Wertvolle Einblicke für unsere W-Seminare

Am 20. März 2025 hatten die Schülerinnen und Schüler der W-Seminare des Julius-Echter-Gymnasiums die Gelegenheit, die Universität Würzburg zu besuchen. Diese Exkursion bot eine wertvolle Möglichkeit, einen ersten Einblick in das universitäre Studium zu erhalten und wichtige Fertigkeiten für die anstehende Seminararbeit zu erlangen.

Ein besonderer Fokus lag natürlich auf der Recherchearbeit. Hier wurde den Schülerinnen und Schülern von Experten der Uni-Bibliothek gezeigt, wie sie mit Hilfe des Online-Katalogs gezielt wissenschaftliche Quellen finden und nutzen können. Diese Fertigkeiten sind für die Erstellung der Seminararbeit von großer Bedeutung und bieten zugleich eine effektive Vorbereitung auf ein späteres Studium.

Viele neue Erkenntnisse

Um den Tag möglichst effizient zu gestalten, wurden die Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe in zwei Gruppen aufgeteilt. Während die eine Gruppe zunächst eine allgemeine Einführung zum Studium an der Uni Würzburg erhielt und den Campus erkundete, konnte die andere Gruppe bereits wertvolle Kenntnisse zur wissenschaftlichen Recherche in der Zentralbibliothek erwerben. Nach einer Wechselphase hatten alle Teilnehmenden beide Stationen durchlaufen und somit nicht nur eine Vorstellung vom Studierendenalltag bekommen, sondern auch wichtige Recherchekompetenzen für ihre Seminararbeiten vertieft.

Vielfältige Einblicke in unterschiedliche Studienrichtungen

Nach einer Stärkung in der Mensa folgten spannende Fachvorträge, die von Studienbotschaftern der Universität gehalten wurden. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich dabei zwischen verschiedenen Disziplinen entscheiden, nämlich Physik, Medienkommunikation, Psychologie, Humanmedizin und Political & Social Sciences. Diese Vorträge gaben nicht nur Einblick in die jeweiligen Studiengänge, sondern verdeutlichten auch die unterschiedlichen Anforderungen und Möglichkeiten eines Hochschulstudiums.

Die Exkursion zur Universität Würzburg erwies sich somit als bereichernd. Die Schülerinnen und Schüler erhielten wertvolle Einblicke in das akademische Arbeiten und konnten sich umfassend über verschiedene Studienmöglichkeiten informieren.

Zum Schluss noch das Wichtigste: Vielen Dank an Stefan Carolan für die perfekte Organisation der Fahrt!

Thum

SMV Party

Letzten Freitag war es endlich wieder so weit: Die zweite SMV-Party des JEG brachte knapp 100 Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse in der TV-Halle Kleinwallstadt zusammen – und was für ein Abend das war!

Unter dem Motto „White and Glitter“ verwandelte sich die Halle in eine funkelnde Partylocation. Silbernes Lametta, weiße Ballons und glitzernde Lichterketten sorgten für eine beeindruckende Atmosphäre. Viele Jugendliche hielten sich an den Dresscode und glänzten in weißer oder glitzernder Kleidung.

Der DJ sorgte mit aktuellen Hits und Partyklassikern für die perfekte Tanzstimmung. Ein besonderes Highlight war der Freestyle bei „Monsta“. Auch der Limbo-Wettbewerb, bei dem sogar die Lehrerinnen und Lehrer mitmachten, brachte die Menge zum Jubeln. 

In dem Chill-Out-Bereich fanden sich immer wieder Gruppen zusammen, um kurz durchzuatmen. Die Verpflegung mit Snacks und Getränken kam ebenfalls bestens an und trug dazu bei, dass die Tanzfläche bis zum Schluss voll war.

Ein Abend voller White and Glitter, Spaß und unvergesslicher Momente!


Lebold

Ganz schön was los: Informationsabend für die vierten Klassen

Was tun? Nach der Grundschule stellt die Wahl der weiteren Schullaufbahn viele Eltern vor echte Herausforderungen. Konkrete Informationen sind gefragt – und zwar möglichst aus erster Hand. Deshalb lud das Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld am 11. März interessierte Eltern zum Informationsabend ein und stellte sein vielfältiges Angebot vor.

MINT-Bildung am JEG

MINT wird am JEG natürlich großgeschrieben: Dies beweist nicht nur die Auszeichnung als MINT-freundliche Schule, sondern auch die vielen Wahlkurse und AGs, aus dem Bereich der naturwissenschaftlichen Fächer können sich sehen lassen. Besonderes Highlight bei den jungen Besucherinnen und Besuchern war die Informatik; dort konnte man u. a. einen virtuellen Rundgang durchs Schulhaus starten – und zwar in der Optik des beliebten Computerspiels „Minecraft“.

Sprachlicher Zweig

Am JEG werden Fremdsprachen nicht nur gelehrt, sondern auch gelebt. Zahlreiche Austauschprogramme helfen dabei, die im Unterricht erworbenen Sprachkenntnisse in der Praxis zu erproben. Im Angebot sind neben den „Klassikern“ Englisch und Französisch auch Spanisch und sogar Chinesisch! Gefördert durch das EU-Programm Erasmus+, bietet das JEG eine Vielzahl interessanter Austauschprogramme an, u. a. mit England, Frankreich, Spanien, Norwegen und Indien. Internationales Flair am Untermain!

Sozialwissenschaftlicher Zweig

Demokratie ist nicht selbstverständlich, sondern lebt vom Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Ab der 8. Klasse lernen die Schülerinnen und Schüler am JEG im Fach Politik und Gesellschaft, was es alles braucht, um einen fairen politischen Interessenausgleich zu gewährleisten. Dank vieler Projekte, Exkursionen und durch die Besuche von Politikern erfolgt hier Politikvermittlung immer nah am Alltag. Daneben werden Kritikfähigkeit und Urteilskompetenz geschult, etwa in der Europa-AG. Richtig praktisch wird es dann in der 10. Klasse im Sozialpraktikum in einer pflegerischen Einrichtung. Die Schüler am JEG merken schnell: In der Gesellschaft zählt jeder Einzelne!

Tutoren und Profilklassen

Für die Betreuung der neuen Fünftklässler gibt es die Tutorinnen und Tutoren – erfahrene JEGler der Klassen 10 und 11. Sie helfen beim Eingewöhnen in die neue Schulform und sind am Aufbau der Klassengemeinschaft maßgeblich beteiligt. Neben Klassenzusammenhalt und Gemeinschaftsgefühl bietet die Unterstufe auch zwei besondere Profilklassen, nämlich eine Sport- und eine iPad-Klasse in der 5. und 6. Jahrgangsstufe. Was darf es sein? Sportliche Aktivitäten oder Förderung der Medienkompetenz – die beiden Profilklassen stehen bereit!

Ein Rat von Schulleiterin Petra Hein

In ihrem Abschlussvortrag zog Schulleiterin Petra Hein für die Eltern das Fazit der vielen Eindrücke des Abends: Sollte ihr Kind eine Gymnasialempfehlung erhalten, dann rät sie, auch davon Gebrauch zu machen. Gerne am JEG, aber natürlich nur, wenn das Profil der Schule zum Kind passt. Denn die Zweigwahl sei zwar wichtig, entscheide aber nicht alles. Elementar ist, dass die gewählte Schulform den Bedürfnissen des zukünftigen Schülers entspreche – nicht umgekehrt.

Die Kinder durften sich währenddessen in der Untermainhalle austoben, wo die Fachschaft Sport des JEG ein anderes wichtiges Bedürfnis stillte, nämlich das nach Bewegung.

Vollständige Bildergalerie des Übertrittsabends

Thum

„Cannabis – quo vadis?“

Der Titel des Programms scheint gut gewählt in Hinblick auf die Cannabis Legalisierung der vergangenen und die geplante Kehrtwende der zukünftigen Bundesregierung. Doch wie auch immer die Politik entscheiden wird, Tatsache ist, dass Cannabis ist in der Altersgruppe der 16- bis 25-Jährigen die mit Abstand bedeutsamste und am häufigsten konsumierte hochwirksame stimmungs- und wahrnehmungsverändernde Droge ist. Insofern ist es sinnvoll, dass durch die Legalisierung von Cannabis gleichzeitig auch die Präventionsmaßnahmen für Schulen ausgeweitet wurden. Wir schätzen uns daher glücklich, dass Frau Englert von der Suchtpräventionsstelle MIL (https://suchtpraevention.landkreis-miltenberg.de/) sich auch in diesem Schuljahr wieder an drei Vormittagen im Februar jeweils drei Schulstunden Zeit genommen hat, die sechs interaktiven Bausteine von „Cannabis – quo vadis?“ mit unseren Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 8 auszuprobieren. Dabei wird z.B. mit gängigen Mythen aufgeräumt, die aktuelle Gesetzeslage beleuchtet oder der Einfluss des Cannabiskonsums in Straßenverkehr und Schule besprochen. Besonders viel Spaß bereitete vor allem der Einsatz der sog. Rauschbrillen, mit deren Filter ein Laufparcours unter Vorspiegelung von Rauschbedingungen bewältigt werden musste. Die offene Art von Frau Englert und die Abwesenheit der normalerweise unterrichtenden Lehrkräfte fand viel Anklang, wodurch eine gute und vor allem offene Gesprächsatmosphäre möglich war, in der alle Fragen gestellt und beantwortet werden konnten, zur Stärkung der Nichtkonsumenten.

Vielen Dank für das große Engagement und die informativen Vormittage.

Ingenbleek

Bildquelle: https://www.thebluediamondgallery.com/wooden-tile/images/cannabis.jpg