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Autor: Chris Ziegler

Spaß ohne Punkt und Koma! Eröffnung der interaktiven Ausstellung zur Alkoholprävention am JEG

Wer in Deutschland bewusst auf Alkohol verzichtet, wird allzuoft noch scheel angeschaut. So das ernüchternde Fazit von Schulleiterin Petra Hein in ihrer Begrüßung anlässlich der Eröffnung der interaktiven Ausstellung „Spaß ohne Punkt und Koma“ am Julius-Echter-Gymnasium am 3. April. Die Notwendigkeit, gerade Jugendliche für die Gefahren des Alkoholkonsums zu sensibilisieren, betonte auch die stellvertretende Landrätin Monika Wolf-Pleßmann in ihrer Eröffnungsrede vor den Schülerinnen und Schülern der Klasse 9 A; obwohl die Anzahl an Alkoholtoten seit den 1980er Jahren stetig zurückgehe, tue Aufklärung trotzdem not, denn Alkohol verändert Selbststeuerung und Urteilsvermögen nachhaltig zum Schlechteren.

Das Landratsamt Miltenberg sieht sich deswegen in der Pflicht und hat in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsforschung die Ausstellung kuratiert. Für Susanne Ingenbleek, Beauftragte für die schulische Suchtprävention, stand fest, dass diese unbedingt am JEG Station machen sollte. Dabei halfen ihr Birgit Englert von der Fachstelle Suchtprävention und Julia Hildenbrand aus dem Jugendamt des Landkreises. Während des Ausstellungszeitraums werden insgesamt 16 Klassen aus dem Gymnasium und der Elsenfelder Realschule die Ausstellung besuchen.

Doch was taugen die Exponate? Unter Anleitung von Birgit Englert und Biologielehrer Thorsten Müller machten die Neuntklässler vom JEG als erste Gruppe den Praxistest. Schnell wurde ihnen klar, dass Alkohol genauso eine Droge ist wie zum Beispiel Marihuana oder Tabak und jedes Jahr zu sehr vielen Todesfällen führt. Dann folgte ein Aha-Erlebnis dem anderen: Bereits der Verzehr von einem Stück Schwarzwälder Kirschtorte verstößt gegen das Jugendschutzgesetz, denn was wäre eine Schwarzwälder Kirschtorte ohne Kirschschnaps?

Unter Alkoholeinfluss im Straßenverkehr die Kontrolle behalten? Sicher nicht! Das erfuhren die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von sogenannten Rauschbrillen. Bei der Aufgabe, einen kleinen Ball zu fangen, versagten die Personen mit den vernebelnden Brillen kläglich.

Besonders die Alltagsnöte der Heranwachsenden werden bei „Spaß ohne Punkt und Koma“ altersgerecht thematisiert. Da ist etwa der Fall von Ben, der seinen Liebeskummer in Alkohol ertränkt oder die verbreitete Angst, bei der Peergroup als Spielverderber dazustehen, wenn man auf einer Party nichts trinkt. Für solche und ähnliche Probleme gibt es einfache Tipps, welche ganz ohne moralischen Zeigefinger daherkommen und praktikable Lösungswege anbieten. Denn es ist völlig okay, Alkohol abzulehnen.

Am Ende des interessanten Rundgangs durch die Ausstellung sind sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 A einig: Man darf die Gefahren von Alkoholkonsum keinesfalls unterschätzen. Am allerbesten Finger weg von Bier, Wein und Co.!

Thum

Kinder der Einen Welt

Die Kinder auf dem Bild sitzen in einem überfüllten Klassenzimmer auf alten Holzbänken und schauen gebannt auf die Leinwand vor ihnen. In jeder Klasse sind mindestens 70 Schülerinnen und Schüler in dem kleinen Dorf in Tansania in Ostafrika. Kein Kind schaut in die Kamera. Viel zu sehr ist ihre Aufmerksamkeit gefesselt von den Ereignissen auf der Leinwand. Sie sehen zum ersten Mal einen Film und sind gleichzeitig zusammen mit Kindern aus Deutschland die Protagonisten.

Was brauchen Kinder, um glücklich zu sein?

Diese Frage wird Kindern in Tansania und in Deutschland im Rahmen des Bildungsprojekts „Kinderwelten“, das in den gleichnamigen Film gipfelte, gestellt. So erzählt Saanika Amembal vom DAHW (Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe) in Würzburg den Schülerinnen und Schülern der 6. Klassen im Rahmen ihres Vortrags über Kinder der Einen Welt. Unterscheiden sich die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder in verschiedenen Teilen der Erde? Finden sie überall die gleiche Beachtung und vor allem: Werden ihre Rechte gewahrt?

Bildung ist ein Privileg in Tansania. Wer zu arm ist, kann nicht in die Schule, da die Eltern die Schuluniform und die Hefte nicht bezahlen können.

Anhand dieses Projekts und vieler Bilder von ihrem Aufenthalt in Tansania bringt Frau Amembal den Schülerinnen und Schülern das Leben der Kinder in Tansania näher und vermittelt ihnen im Verlauf von eineinhalb Stunden ein anschauliches Bild von ihrer Lebensfreude, aber auch ihren Bedürfnissen und Wünschen, die doch teils sehr verschieden sind, wenn die Kinder in Ostafrika sich nicht einen Fußballplatz wünschen, sondern für uns so Selbstverständliches wie Trinkwasser in der Schule.

Beim Open Mic in Elsenfeld wurden Spenden für das DAHW gesammelt. Umso beeindruckter waren die Kinder jetzt, dass diese für den Bau eines Brunnens vor der Schule verwendet wurden. Denn der Zugang zu sauberem Trinkwasser ist ein Grundrecht für alle Menschen und die Kinder mussten in der Pause 45 Minuten laufen, um Trinkwasser zu holen. Nun gibt es fließendes Wasser aus der Leitung.

Jeder von uns kann dabei mithelfen, dass Gerechtigkeit in unserer Welt möglich wird, so dass wir EINE Welt werden!

Schmitt

Toller Erfolg beim Landesfinale von Jugend forscht

1. Platz für Elisabeth Fischermann und Tom Kreßbach mit „Power inside: eine essbare Batterie für nichtinvasive Diagnoseverfahren“

Großer Jubel beim Jugend forscht Landesfinale: Elisabeth Fischermann und Tom Kreßbach haben mit ihrer Arbeit „Power inside: eine essbare Batterie für nichtinvasive Diagnoseverfahren“ den 1. Platz im Fachbereich Chemie gewonnen!

Das Besondere: Die beiden Jungforscher entwickelten die zweite essbare Batterie der Welt – mit einer 200- bis 500-fach höheren Kapazität als die erste, die 2023 von einem italienischen Team vorgestellt und vom TIME Magazine unter die 200 besten Erfindungen des Jahres gewählt wurde.

Mit ihrer bahnbrechenden Innovation haben Lizzy und Tom die Tür zu völlig neuen Anwendungen aufgestoßen: essbare Elektronik könnte künftig nichtinvasiv den Magen-Darm-Trakt überwachen, Vitalfunktionen kontrollieren oder sogar zur Früherkennung von Krebs beitragen.

Jetzt heißt es: Daumen drücken fürs Bundesfinale Ende Mai in Hamburg – wir sind stolz und hoffen auf den nächsten großen Erfolg!

Ein riesiger Dank geht an Dr. Roland Full für seine engagierte Betreuung und an alle, die das Projekt finanziell unterstützt haben:
den Lions-Club Main-Spessart Obernburg, den Freundeskreis des JEG, den Verband der Chemischen Industrie und den Sponsorpool Jugend forscht Bayern.

Mit diesem Erfolg setzt sich die beeindruckende Serie fort: vier Landessiege in Folge im Fachbereich Chemie – einfach Wahnsinn!

J. Giegerich

Vielfalt (er)leben: Inklusionssporttag der 6. und 8. Klassen

Am Donnerstag, dem 27. März, fand am Julius-Echter-Gymnasium eine besondere Sportveranstaltung statt, nämlich ein Inklusionssporttag für die 6. und 8. Klassen. Der Bayerische Behindertensportverband (BVS) war mit zwei Referenten, Klaus Gläser und Romy Pawellek vor Ort, um mit den Schülerinnen und Schülern Rollstuhlbasketball durchzuführen. Weitere Aktivitäten waren Goalball, Orientierungslauf mit Blindenstöcken, Sitzvolleyball und ein Sinnesparcours.

Organisiert von Bernd Gehring und mit Unterstützung von Vera Müller und Sabine Hellwig gelang es der Fachschaft Sport, ein tolles Event auf die Beine zu stellen.

Als Erstes begannen die 6. Klassen in der Sporthalle mit ihren Aktivitäten. Die 8. Klassen starteten dann um 10.25 Uhr und beendeten den Inklusionstag pünktlich um 12.55 Uhr.

Beim Sitzvolleyball mussten die Schülerinnen und Schüler ohne Beineinsatz klarkommen. Beim Rollstuhlbasketball zeigten einige viel Geschick im Umgang mit dem für sie ungewohnten Hilfsmittel. Der Orientierungslauf und Sinnes-/Blindenparcours machte den Schülerinnen und Schülern klar, dass ohne partnerschaftliche Hilfe buchstäblich nichts geht.

Ein beeindruckendes Programm, das anschaulich zeigte, wie auch Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen gleichermaßen sportlich aktiv sein können. Sport verbindet eben und macht gemeinsam am meisten Spaß! Eine Erfahrung, welche die Schülerinnen und Schüler vom JEG dank dieser Veranstaltung mit allen Sinnen (er-)leben konnten.

Thum

Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld als PASCH-Schule ausgezeichnet

Das Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld durfte sich in der letzten Woche über eine besondere Ehrung freuen: Der Pädagogische Austauschdienst des Sekretariats der Kultusministerkonferenz (PAD) und das Auswärtige Amt haben die Schule mit der PASCH-Plakette ausgezeichnet. Hinter der Abkürzung PASCH verbirgt sich eine besondere Initiative, nämlich das Projekt „Schulen: Partner der Zukunft“. Diese würdigt die langjährige engagierte Schulpartnerschaft mit der Delhi Public School Bangalore East in Indien.

Die Plakette ist ein Zeichen der Anerkennung für den fortwährenden Einsatz der Schule im Bereich des internationalen Austauschs. Geehrt fühlen dürfen sich insbesondere die für die Durchführung und Organisation verantwortlichen Lehrkräfte, aber natürlich auch alle Schülerinnen und Schüler, die all die Jahre über teilgenommen und damit ihren Beitrag für Weltoffenheit, interkulturellen Austausch und gegenseitige Toleranz geleistet haben.

Mit der Ehrung reiht sich das Julius-Echter-Gymnasium in einen illustren Kreis von etwa 124 Schulen in Deutschland ein, die als PASCH-Schulen anerkannt sind. Bereits seit 2010 ermöglicht das JEG seinen Schülerinnen und Schülern durch den Austausch mit der Partnerschule in Indien eine Alteritätserfahrung der besonderen Art. Dabei werden nicht nur soziale und interkulturelle Kompetenzen gestärkt, sondern auch der Blick über nationale Grenzen und kulturelle Unterschiede hinaus geschärft. Zwei Wochen lang tauchen die Schülerinnen und Schüler dabei in den Alltag des jeweiligen Gastlandes ein und lernen viel über den jeweils anderen – sei es durch gemeinsam Feste feiern wie das indische Lichterfest Diwali oder einen typisch bayerischen Abend oder einfach durch den Besuch des jeweiligen schulischen Unterrichts.

Besonders groß ist die Freude über den erneuten Austausch mit der Partnerschule in Bangalore: Im Juni wird eine Delegation von Schülerinnen und Schülern aus Indien in Elsenfeld erwartet, während sich im November eine Gruppe vom JEG auf den Weg nach Bangalore machen wird. Die Fortführung dieses Programms stellt sicher, dass die Schülerinnen und Schülern am Julius-Echter-Gymnasium auch weiterhin von diesem internationalen Netzwerk profitieren werden.

J. Wagner