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Autor: Chris Ziegler

Zukunft am JEG: Wissenschaftswoche der 11. Klassen mit tollen Vorträgen

Zum zweiten Mal fand am Julius-Echter-Gymnasium in der 11. Jahrgangsstufe die Wissenschaftswoche statt. Ziel ist es, durch fächerübergreifendes Arbeiten eine multiperspektivische Sicht auf das vorgegebene Rahmenthema „Zukunft“ zu gewinnen. Diese bewusst offene Fragestellung ließ der Kreativität der Schülerinnen und Schüler großen Spielraum, der auch weidlich genutzt wurde. Vom 18. bis 24. Februar arbeiteten die Schülerinnen und Schüler fleißig unter Anleitung der Lehrkräfte in den verschiedenen Interessensschwerpunkten Sprachen, Kunst, Musik, MINT, Sport und Gesellschaftswissenschaften an ihren Themenschwerpunkten. Am Vormittag des 24. Februar erfolgten dann die Präsentationen in den Fachgruppen. Dabei erstaunte einmal mehr die große Bandbreite an interessanten und motivierenden Fragestellungen. Sei es „3-D Druck: Technologie der Zukunft“, „Mein nachhaltiges Traumhaus“, „Die Geschichte der Zukunft: Sterndeuter und Hellseher“ oder „Cities of the future“. Jeder Vortrag ein echter Gewinn an Wissen; außerdem sollen Lust und Neugierde auf wissenschaftliches Arbeiten geweckt und dazu wichtige Kompetenzen als Vorbereitung für Hochschule und Arbeitswelt gestärkt werden.

Am Donnerstag war es dann soweit: Die vier besten Präsentationen der einzelnen Schwerpunkte wurden in der Aula des JEG vorgestellt. Als Zuhörerschaft waren neben Lehrkräften und Eltern auch die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe anwesend.

Gleich in medias res ging Schulleiterin Petra Hein und direkt ins Publikum um sich ungeschminktes Schülerfeedback abzuholen. „Arbeiten im eigenen Tempo“, so eine Schülerin, sei für sie besonders positiv gewesen. Joachim Schweizer, Organisator der Wissenschaftswoche, bedankte sich anschließend bei allen Elftklässlern für ihre tollen Beiträge.

Den Anfang machten Sophie Birkholz, Linda Amrhein, Marie Ackermann und Jakob Endres. Diese hatten sich mit der“ Zukunft meines Körpers“ auseinander gesetzt. In einem liebevoll gemachten Video wurden anschaulich und humorvoll gesundheitliche Fakten rund um den Schullalltag präsentiert. Die Quintessenz: Viel Schlaf, gesunde Ernährung und viel Trinken! Zum Schluss noch ein wichtiger Fakt: „Sitzen ist das neue Rauchen“!

„Unternehmen gestalten die Zukunft“. So lautete das Thema von Zoé Pilzweger, Rana Circi, Olivia Fath und Sophie Breunig aus dem Fach Wirtschaft und Recht. Ihr Video beschäftigte sich u. a. mit den Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz. Pfiffige Idee dabei: Mit Hilfe von Interviews mit ihren Lehrkräften packten sie eine Vielzahl an Fakten und Meinungen in ihre Präsentation.

Wie läuft die „Energieversorgung der Zukunft“? Diese Frage treibt nicht nur Hausbesitzer um sondern auch Julius Heumann, Tom Kreßbach und David Lebold. Ihr Publikum überzeugten sie dabei nicht nur durch ihren gekonnten und kenntnisreichen Vortrag aus dem Fachbereich Physik, sondern vor allem mit Hilfe ihres Praxisbeispiels: Während ihrer Erläuterungen wurde Wasser erwärmt – und zwar durch die Muskelkraft dreier radelnder Schülerinnen. Als Energiequelle der Zukunft ist Solarenergie aber deutlich geeigneter!

Ein Erklärvideo zur „Zukunft unseres Waldes“ hatten Jana Bollmann, Lucile Monert, Lena Frieß und Greta Hahn mitgebracht. Der Klimawandel macht den Wäldern in unserer Region schwer zu schaffen. Mit der Nadelholz-Monokultur dürfte es also bald vorbei sein. Die gute Nachricht: Vielfalt ist ein wichtiger Schlüssel zur Anpassung an die Klimaerwärmung. Mit mehr Mischwald und besserem Bodenschutz lässt sich eine Menge machen.

Die Wissenschaftswoche am JEG hat gezeigt: Auch wenn aktuell die Zukunftsaussichten wenig rosig scheinen, die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe sind bereit, mit vielen guten Ideen an deren Verbesserung beizutragen.

Thum

Norwegenaustausch

Unsere Schulpartnerschaft mit der Dønski Highschool in der Umgebung von Oslo besteht seit 2024 und wird im Rahmen unseres Erasmus+-Programms durchgeführt. Die Schule ist eine reine Oberstufenschule mit einem Sport-Schwerpunkt und befindet sich in unmittelbarer Nähe zu norwegischen Hauptstadt Oslo.

Unsere SchülerInnen sind während des einwöchigen Auslandsaufenthalts bei Gastfamilien untergebracht, um voll und ganz in die norwegische Lebensart eintauchen zu können. Auf dem Programm stehen neben kulturellen Aktivitäten wie Ausflüge in das Zentrum von Oslo mit Stadtführung und dem Besuch diverser Museen, viele sportliche Aktivitäten um vor allem den nordischen Winter kennenzulernen. So stehen Schneewanderungen, Ski Alpin oder Langlauf im Mondlicht auf dem Plan.

Natürlich muss neben Ausflügen, Wanderungen und sportlichen Aktivitäten auch die Schulbank gedrückt werden. Hierbei fallen unseren SchülerInnen schnell große Unterschiede zwischen dem deutschen und dem norwegischen Unterricht sowie dem Schulsystem generell auf. Zudem arbeiten wir gemeinsam an einem Projekt bspw. Zum Thema kulturelle Diversität Mit der Hoffnung auf erste Sonnenstrahlen und Frühling, findet der Gegenbesuch der Norweger Ende März/Anfang April statt.

Doppelschlag für mehr Medienkompetenz

Safer Internet Day „Keine Likes für Lügen“ und „Mach dein Handy nicht zur Waffe“

Gleich zwei themenverwandte Veranstaltungen konnten wir unseren Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe in diesem Schuljahr anbieten, um sich mit rechtlichen Grundlagen des Erstellens, Besitzens, Likens und Teilens von möglicherweise illegalen Bildern auseinanderzusetzen und sich einen allgemeinen Überblick über den sicheren Umgang mit Medien zu verschaffen.

So beehrte uns in diesem Schuljahr wieder Herr Dr. Geis von der Staatsanwaltschaft am Landgericht Aschaffenburg mit seinem Vortrag „Mach dein Handy nicht zur Waffe“, einer 2021 ins Leben gerufenen Kampagne des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz in Zusammenarbeit mit dem bayerischen Kultusministerium und verschiedenen Lehrerverbänden (https://www.machdeinhandynichtzurwaffe.de/).
Bereitwillig gibt er über den vorgefertigten Vortrag hinaus den Schülerinnen und Schülern Einblicke in seine täglichen Erfahrungen mit jugendlichen Straftätern und bereichert seine Darstellung mit Beispielen aus seinem Arbeitsalltag. Rückfragen von Schülern sind dabei ausdrücklich willkommen.
Offensichtlich trifft die Kampagne nach wie vor den Nerv unserer Schülerinnen und Schüler und ist deshalb Teil des Medienführerscheins am JEG. Denn wann hat man schon mal die Gelegenheit einen echten Staatsanwalt zu befragen?

In eine ähnliche Richtung zielte die wenige Tage später stattfindende Onlineveranstaltung des „Safer Internet Day“ von klicksafe.de/sid zum Thema „Keine Likes für Lügen“, an der insgesamt 842 Schulen mit mehr als 30.000 Jugendlichen bundesweit teilnahmen.
Durch interaktive Mentimeter Abfragen, ausgelagerte Gruppenarbeiten innerhalb der Klassen, deren Ergebnisse in den Livestream gesendet werden konnten sowie die gemeinsame Erarbeitung einer Netiquette für die Reaktion auf Lügen und Fakes – sachlich, aber bestimmt und ohne Beleidigungen – wurden die Fachvorträge der Referenten aufgelockert und die Schülerinnen und Schüler blieben beim Thema. Auch das Erkennen von Deepfakes bei Fotos und Videos, insbesondere auf TikTok, wurde thematisiert und von vier wichtigen Regeln begleitet: 1. Hör auf dein Bauchgefühl, 2. Mach den Emotions-Check, 3. Achte auf Fehler, 4. Bleibe skeptisch, bevor du etwas teilst.
(nähere Infos unter: https://www.klicksafe.de/materialien-fuer-jugendliche/achtung-deepfakes)

Wenn Sie sich einen genaueren Einblick in den Tag und das Thema verschaffen wollen, dann finden Sie hier weitere Informationen https://www.klicksafe.de/news/impressionen-vom-safer-internet-day-2025
Ebenfalls als private Ergänzung und Vertiefung ließe sich das kostenlos über die Playstores herunterladbare Actionbound-Spiel „#cleanyournetwork – Bootcamp gegen rechtsextremen Hass und für Demokratie auf Social Media“ spielen, das den Jugendlichen zeigt, wie rechtsextreme Propaganda und demokratiegefährdende Desinformation aus dem Netz verschwinden kann.


Ingenbleek

Römer am JEG!

Spielenachmittag der Fachschaft Latein für die 5. Jahrgangsstufe

„Salvete, discipulae discipulique quintarum classium!“

Mit diesen Worten und dem schnell einstudierten Kanon „Quare dormis, o Iacobe“ begrüßte Raimund Trosbach, Fachleiter Latein am Julius-Echter-Gymnasium, zusammen mit der ganzen in die Toga gewandeten Fachschaft knapp 40 neugierige und wissbegierige Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe zu einem römischen Bastel-, Spiele- und Infonachmittag, der am 20. Februar 2025 von 14 bis 16 Uhr am JEG stattfand. Auch Schulleiterin Petra Hein ließ es sich nicht nehmen, die Kinder zu begrüßen und ihnen für die anstehenden zwei Stunden viel Spaß zu wünschen.

Seit einigen Jahren existiert am Julius-Echter-Gymnasium die Tradition, dass die Fachschaft Latein für die jüngsten JEG-lerinnen und JEG-ler ein buntes Programm vorbereitet, bei dem die anwesenden Lateinlehrkräfte diesmal von drei Lateinschülerinnen der 10. Jahrgangsstufe tatkräftig unterstützt wurden: Ein ganz herzlicher Dank ergeht deshalb an Hannah Bauer, Ilayda Kamber und Amelie Wadle!

Im ersten Teil der Veranstaltung bastelten die Kinder eine römische Rundmühle, die sie dann samt der zugehörigen Spielsteine als praktisches, verschnürbares Ledersäckchen mit nach Hause nehmen konnten; danach standen römische Spiele (z.B. das Orca-Spiel, bei dem Nüsse geworfen wurden), ein Memory und Bewegungsspiele auf dem Programm. Außerdem bekamen die sichtlich beeindruckten Kinder im zweiten Teil Informationen aus erster Hand über das Leben der Römer in Germanien und am Limes (z.B. im Kastell Nemaninga) vom Kohortenpräfekt Lucius Petronius Florentinus persönlich präsentiert. Ganz herzlichen Dank an Herrn Joachim Oberle, Vorsitzender des JEG-Freundeskreises und 2. Vorsitzender des Geschichtsvereins Elsenfeld, dafür, dass er sich die Zeit genommen hat, den Schülerinnen und Schülern, die mucksmäuschenstill waren, die Welt der Römer nahezubringen! Herr Oberle erschien als „legionarius“ in voller Ausrüstung, erzählte den Kindern viel Wissenswertes zum Fach Latein, berichtete sozusagen aus erster Hand von der Varusschlacht und übte schon mal erste lateinische Deklinationsformen und Sätzchen mit den anwesenden Novizen ein. Zum Schluss gab es viel Beifall für einen überaus gelungenen Auftritt! Itaque magnam gratiam ei agimus!

Insgesamt eine rundum gelungene Veranstaltung, an der alle Beteiligten „magnum gaudium“ (großen Spaß) hatten!

Trosbach (im Namen der Fachschaft Latein am JEG Elsenfeld)

Großer Erfolg beim Regionalfinale von Jugend forscht

Das JEG kann sich über einen beeindruckenden Erfolg beim diesjährigen Regionalfinale von Jugend forscht freuen! Unsere talentierten Nachwuchsforscher konnten mit innovativen Projekten die Jury überzeugen und sich Spitzenplätze sichern.

🥇 1. Platz für Elisabeth Fischermann und Tom Kressbach
Mit ihrer Arbeit „Die sanfte Revolution in der Medizintechnik: eine essbare Batterie“ haben Elisabeth Fischermann und Tom Kressbach einen Meilenstein gesetzt. Ihnen gelang es, eine Batterie zu entwickeln, die geschluckt werden kann und in der nichtinvasiven Diagnostik eingesetzt werden könnte. Ihre Innovation ist erst die zweite essbare Batterie weltweit – und übertrifft mit einer 200- bis 500-fach höheren Kapazität sogar die bisher existierende Variante. Die Jury zeigte sich tief beeindruckt von dieser bahnbrechenden Entwicklung. Nun geht es für die beiden ins Landesfinale, das im April vom Unternehmen WIKA ausgerichtet wird. Wir drücken fest die Daumen!

🥈 2. Platz für Emma Fischermann und Samuel Bachmann
Auch unser zweites Forscherteam, Emma Fischermann und Samuel Bachmann, konnte mit ihrer Arbeit überzeugen. Ihr Projekt „Pflanzliche Abfälle aus der Küche als Schadstofffilter in der Abwasserreinigung“ untersuchte mit photometrischen Methoden, wie effektiv verschiedene pflanzliche Materialien giftige Stoffe aus dem Wasser herausfiltern können. Mit diesem spannenden und umweltrelevanten Forschungsansatz sicherten sie sich einen hervorragenden zweiten Platz in der Alterskategorie Jugend forscht Junior.

Wir sind unglaublich stolz auf unsere jungen Wissenschaftler und gratulieren herzlich zu diesem tollen Erfolg! 🎉Ein großer Dank gilt auch allen Sponsoren, die uns bei Jugend forscht unterstützen und vor allem auch Dr. Roland Full für die Betreuung der Arbeiten.

J. Giegerich