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Autor: Chris Ziegler

«Rien ne développe l’intelligence comme les voyages» (Émile Zola)

JEG-Schüler erkunden die Normandie in Saint-Pierre-en-Auge, der Partnergemeinde von Kleinwallstadt

Saint-Pierre-en-Auge / Elsenfeld. Vom 23. Februar bis zum 01. März 2025 konnten 22 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld nicht nur ihre sprachliche, sondern auch ihre emotionale Intelligenz unter Beweis stellen, indem sie im Rahmen des Schüleraustauschs mit Saint-Pierre-en-Auge, der Partnerstadt von Kleinwallstadt, nicht nur ihre Sprachkenntnisse vor Ort anwenden konnten, sondern sich auch auf das Leben in einer ihnen unbekannten Familie im Ausland einstellen mussten. Es ging nämlich unter der Leitung von Herrn Trosbach und Frau Ebert nach Saint-Pierre-en-Auge, der Partnerstadt von Kleinwallstadt. In Saint-Pierre selbst erwartete die Schüler unter dem Motto „A la découverte du patrimoine commun“ wieder einmal ein abwechslungsreiches Programm.

Bezuschusst wird dieses deutsch-französische Projekt und die gesamte Austauschmaßnahme vom Bezirk Unterfranken, dem ERASMUS Plus-Programm und der Gemeinde Kleinwallstadt.

Höhepunkte des Programms bildeten eine Fahrt zum Weltkulturerbe Mont Saint-Michel bei strahlender Sonne und eisigem Nordwind sowie ein Besuch der Käserei Graindorge mit anschließender „dégustation. Außerdem wurde die Schülergruppe von Herrn Jacky-Marie, dem Bürgermeister der Gemeinde Saint-Pierre-en-Auge, sowie Herrn Pépin, dem Vorsitzenden des Comité de jumélage, empfangen und konnte bei einer sehr informativen Führung die wunderbare gotische Abteikirche mit ihrem berühmten Kloster sowie den eindrucksvollen Markt  des kleinen normannischen  Städtchens kennenlernen.

Eine Fahrt in die  Normandie ohne Besuch eines Museums, das die Geschichte der Befreiung der Normandie von der Nazibesetzung zeigt, ist kaum vorstellbar; deshalb  stand diesmal das frisch renovierte und mit interaktiven Elementen ausgestattete „Musée du débarquement“ in Arromanches auf dem Programm, in dem die Schülergruppe – ausgestattet mit Audioguides – alles rund um den D-Day präsentiert bekam. Auch der anschließende Film im 360° Kino über die „Bataille de Normandie“ ließ niemanden kalt. Die hier gewonnenen Eindrücke wurden durch den Besuch der deutschen Geschützbatterien von Longues-sur-mer für die Schülergruppe noch anschaulicher und greifbarer.

Ein weiterer Höhepunkt war ein gemeinsamer Besuch der deutschen und französischen Lerngruppe der Burg von Guillaume Le Conquérant (Wilhelm dem Eroberer) in Falaise, bei dem die Schüler und Schülerinnen in französisch-deutschen Tandems mithilfe von Tablets die verschiedenen Räume erkundeten und nachvollziehen konnten, wie sie im Mittelalter ausgesehen hatten. Auch eine kleine Shoppingtour in Caen und ein Kinobesuch zusammen mit den französischen Austauschschülerinnen und -schülern durften nicht fehlen.

Nach einer sehr intensiven Woche voller neuer Eindrücke und gemeinsamer Erfahrungen organisierte das französische Partnerschaftskomitee ein Abschiedsfest mit Pizza und von den Gasteltern liebevoll zubereiteten normannischen Spezialitäten. Bei dieser Gelegenheit unterstrich der Vorsitzende des Comité de jumelage, Herr Pépin, die große Bedeutung der französisch-deutschen Freundschaft und des Schüleraustausches für die Gemeinden Saint-Pierre und Kleinwallstadt und bedankte sich zusammen mit der Schulleiterin, Mme Paget, bei allen Beteiligten für dessen Organisation, insbesondere bei Raimund Trosbach, für den der diesjährige Austausch aufgrund seines baldigen Eintritts in den Ruhestand nach 16 Jahren der letzte sein sollte. Und so sagten sich die Austauschpartnerinnen und -partner „Adieu“, jedoch nur für vier Wochen, nach denen sie sich in Elsenfeld wiedersehen werden – ganz nach dem Motto „Ce n’est qu’un au revoir!“

Trosbach/Ebert

Poetry Slam am JEG begeistert das Publikum

Bühne frei für die Kunst hieß es am 25. Februar um 18:30 Uhr in der Aula des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld. Neun kreative junge Menschen stellten sich und ihre Texte in einem Poetry Slam einem großen Publikum vor. Organisatorin Josefine Verführt, seit ihrer Teilnahme an der Schülerakademie Bayerischer Untermain selbst eine erfahrene Poetry Slammerin, freute sich über die erstaunliche Bandbreite der Vorträge: Von heiter bis traurig, von politisch bis poetisch war alles dabei – leise, aber auch laute Töne. Schulleiterin Petra Hein, dank ihrer Familie mit Poetry Slams bestens vertraut, bedankte sich in ihrer Begrüßung ausdrücklich dafür, dass die Abschlussklasse des JEG mal zur Abwechslung eine solche Veranstaltung zur Deckung ihrer Unkosten für ihren Abi-Ball gewählt hatte. Als eingespieltes Moderatorenduo führten dann Josefine und Theo Spilger aus der Q 12 durchs Programm; zu Beginn erklärten sie die Regeln: Selbstverständlich sollten nur eigene Texte zu Gehör gebracht werden, und zwar innerhalb von 5 Minuten. Es gab zwei Runden; die Bewertung erfolgte durch das Publikum.

„Auf ein richtig geiles Leben!“

Los ging’s! Den Anfang machte Lilly Elzenheimer, Schülerin am JEG. Ihren Text widmete sie einer Freundin. In ihrem Blick zurück auf die gemeinsame Zeit, fragte sie sich, was davon bleibe: „Leben an Zahlen zu messen/ Macht doch keinen Sinn“. Eine gute Nachricht gab es aber doch, denn die Erinnerung an die Vergangenheit macht Laune auf die Zukunft. Der Text endete mit einem „Hoch auf dich. Und Gläser heben/ Auf ein richtig geiles Leben!“

Als Zweite ging Franzi Deckelmann an den Start, im Gepäck einen humorvoll-nachdenklichen Text über ihren Hund Manfred, der von ihm selbst verfasst wurde, wie sie augenzwinkernd bemerkte. Manfred nahm kein Blatt vor die Schnauze und schimpfte mit seinem Frauchen, vor allem über deren Handywahn und das Bestreben, jede Sekunde ihres Lebens auf Social Media zu posten: „Dein Leben ist achtmal länger als das meine, screen time hab ich dafür keine.“

Was tun, wenn einem kein Thema einfällt? Einfach das Problem selbst zum Thema machen! So geschehen im Text von Lea Bachmann, ebenfalls vom JEG. Stimmlich gewandt und zeigte sie, dass es ganz leicht ist, über eine Schreibblockade einfach hinwegzudichten. Ihr Fazit: „Manchmal ist nichts das Beste, was passiert.“

Wir haben genau eine Zeit!

Ein melancholischer Grundton durchzog hingegen Franka Flöritz‘ Beitrag. Die Schülerin der Q 12 des JEG vermittelte dem Publikum dank ausgefeilter Sprechtechnik ihr Thema, das Vergehen der Zeit, deutlich hör- und damit auch spürbar. Weiteres Leitmotiv: Die Bilder im Album der Erinnerung als Suche nach dem lyrischen Du.

Mit Adelheid Stauder betrat anschließend die jüngste Teilnehmerin die Bühne; ihr Vortrag handelte ebenfalls vom Vergehen der Zeit. Ein stetiges „Tick Tack“ als Refrain machte auf den Zeitverlust aufmerksam. Als „Gefangene der Zeit“ reimte sich für die 14jährige Slammerin „Listen“ folgerichtig auf „Fristen“. Ihr Tipp gegen das Diktat der Zeit: Auch mal Zeit vergeuden, denn „wir haben genau eine Zeit!“

Anreimen gegen Rechts

Ein brandaktuelles Thema hatte sich Philipp Jung, Elftklässler aus dem JEG, zum Thema seines Texts genommen. Locker und sozusagen aus der Hüfte feuerte er eine bitterböse Wortsalve nach der anderen auf die Verbreiter rechter Parolen ab. Der Refrain „Deutschland, du verletzt mich“ war hier nicht nur metaphorisch gemeint. Timon Werner, der nächste Slammer, zeigte sich einleitend zwar ein bisschen ratlos bezüglich der Zielrichtung seines Texts. Doch sein rhythmisch fließender, reimmächtiger Vortrag hatte eine eindeutige Stoßrichtung – gegen die Politik, beziehungsweise das „Mekka der Meckernden“, weil dies dazu führe, dass sich der Autor lieber vom Pop aus seinem Kopfhörer anstatt von deren Populismus beschallen lässt. Sein Vorschlag: Zusammen vereint in einem Lied gegen Rechts!

Marcella Schnabel holt das Publikum ab

Marcella Schnabel aus der Q 12 das JEG bezeichnete sich zwar als Neuling auf der Bühne, aber sobald sie loslegte, hielt das Publikum buchstäblich die Luft an. In ihrem ausdrucksstarken und emotional bewegenden Text mit dem Titel „Mitternachtsangst“, der ihre autobiografischen Erfahrungen mit Tod und Verlust ausdrückte, zog sie alle in ihren Bann. „Das war echt heftig“, so der Kommentar einer Zuhörerin.

Am Ende des ersten Runde führte Pelaja Aucello ihre Zuhörerinnen und Zuhörer gekonnt aufs Glatteis. Denn die Freundin, mit der sie in einer „toxischen Beziehung“ feststeckte und mit der sie schonungslos ins Gericht ging, entpuppte sich am Ende als die Autorin: „Wie macht man mit sich selbst Schluss“, so ihre überraschende Pointe.

Eine Veranstaltung auf hohem Niveau

Nach einer Pause kämpften dann Marcella, Felipe und Timon im Finale mit neuen Texten um den Sieg. Der Applaus des Publikums war dabei der Gradmesser des Erfolgs. Wieder gelang es Marcella Schnabel, mit einem elegisch-anrührenden Blick in die Zukunft das Publikum besonders zu beeindrucken. Ihr Text „Rote Schaukel“ gewann deutlich.

Der rundum gelungene Poetry Slam hinterließ nur Gewinnerinnen und Gewinner: Das Publikum hat auf hohem Niveau einen wahrhaft poetischen Abend verlebt, die Q 12 des JEG hat ordentlich Geld eingenommen und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben neben einem Eisgutschein Erfahrung, Routine und vor allem die Herzen ihrer Zuhörer gewonnen.

Thum

Fasching rund ums Meer – Flossen hoch für eine mega Party!

Am letzten Tag vor den Ferien hieß es für unsere 5. Klässler Flossen hoch und abtauchen in eine farbenfrohe Unterwasserwelt. Die Tutoren hatten eine Faschingsparty zum Motto: Rund ums Meer auf die Beine gestellt, die es in sich hatte – voller Bewegung, Spaß und Meeres-Action. Der Startschuss fiel mit einer riesigen Polonaise zu Adele, die Makrele, gefolgt von einem mitreißenden Aufwärmtanz als perfektes Warm-up für die actionreichen Spiele, die anschließend an verschiedenen Stationen warteten.

Dort konnten die Kinder dann ihr Geschick und ihre Ausdauer unter Beweis stellen. Beim Muschelknacken wurde um die Wette gesprungen und „geknackt“, bei der Piratenjagd hieß es flink sein und ohne von Bällen getroffen zu werden, das Meeres- und Insellabyrinth zu durchqueren, beim Wellenreiten gab es jede Menge Action und am Ende wurde die versunkene Stadt erkundet und mit allerlei lustigen Fortbewegungsarten sicherten Robben, Krebse und andere Wassertiere die erbeuteten Schätze. Jede Station barg andere Herausforderungen und der Teamgeist sowie Freude an der Bewegung standen im Mittelpunkt.

Dank dem Engagement der Tutorinnen und Tutoren wurde die Faschingsparty ein voller Erfolg. Gemeinsam wurde getanzt, gespielt und gelacht – ein perfekter Start in die Ferien!

Walz

JEG-Handballerinnen souveräner Kreismeister

Im Kreisfinale der Handball-Wettkampfklasse II trafen die Mädchen des Julius-Echter-Gymnasiums als Gastgeber auf die Main-Limes-Realschule aus Elsenfeld.  

Die Partie begann mit einem zunächst vorsichtigen Abtasten beider Teams, doch schon bald übernahmen die JEG-Mädels die Kontrolle. Mit einer konsequenten Verteidigung und einem schnellen Umschaltspiel setzten sie die Gäste früh unter Druck und erspielten sich zahlreiche gute Torgelegenheiten, die jedoch nicht immer konsequent abgeschlossen wurden. 

Ein wichtiger Rückhalt war Torhüterin Claire Löschinger, die mit starken Paraden glänzte und der Abwehr zusätzliche Sicherheit gab. Zur Halbzeit führten die JEG-Mädels bereits deutlich mit 21:4.  

Auch im zweiten Durchgang ließ das Team nichts anbrennen und baute die Führung weiter aus. Der souveräne Start-Ziel-Sieg wurde mit einem klaren 36:11-Endstand besiegelt. Eine starke Mannschaftsleistung, die auf eine erfolgreiche Turnierphase hoffen lässt!  

Für das JEG spielten: Claire Löschinger (Tor), Sarah Diener (11 Tore), Svea Plundke (8), Lya Fries (4), Eva Bollmann (3), Paulina Fuchs (5), Jana Bollmann (3), Jule Broth (2)

Gehring