Am 10. Juli verwandelte sich das Julius-Echter-Gymnasium bei strahlendem Sonnenschein von 15 bis 18 Uhr in einen fröhlichen Festplatz für die ganze Schulgemeinschaft. Eröffnet wurde das Schulfest um 15 Uhr in der Aula durch den Unterstufenchor, der für einen stimmungsvollen Auftakt sorgte. Anschließend erwartete die vielen großen und kleinen Besucherinnen und Besucher auf dem gesamten Schulgelände ein abwechslungsreiches Programm, das von zahlreichen Klassen, Arbeitsgemeinschaften und Fachschaften liebevoll vorbereitet worden war.
Ob Kinderschminken, Glitzertattoos, Bastelangebote, Quizstationen, Dosenwerfen, Escape Room, Selfie-Fotolandschaft oder sportliche Herausforderungen wie Fußballparcours, Fahrrad-Biathlon und Wasserparcours – für jede Altersgruppe war etwas dabei. Auch besondere Angebote wie Buch-Upcycling in der Schulbücherei, eine Kunstausstellung, ein Vortrag zu den Fahrten am JEG sowie der Auftritt eines leibhaftigen römischen Centurio sorgten für Kurzweil und viel Abwechslung.
Für das leibliche Wohl und eine entspannte Atmosphäre war ebenfalls gesorgt: Unter anderem bot die Q 12 alkoholfreie Cocktails am Saftmobil an, während auf dem hinteren Pausenhof der Elternbeirat viele kulinarische Köstlichkeiten bereithielt. Für zusätzliche Stimmung sorgte eine Band, die ebenfalls der Elternbeirat organisiert hatte. So wurde das Schulfest zu einem gelungenen Nachmittag voller Begegnungen, Spaß und gemeinsamer Erlebnisse.
Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für ihr großes Engagement!
Die Bildergalerie hält weitere Eindrücke von den vielfältigen Aktionen und der fröhlichen Stimmung des Tages bereit.
Herrieden. Eine große Ehre für das Julius-Echter-Gymnasium: Als zweiter Vertreter Unterfrankens qualifizierte sich das Team der Wettkampfklasse III Mixed für das Landesfinale der bayerischen Schulen im Mountainbike-Sport in Herrieden. Dort maßen sich die besten Schulteams des Freistaats in einem anspruchsvollen Wettkampfformat aus Technik und Ausdauer. Für das JEG gingen Samuel Bachmann, Emilia Berninger, Larissa Lieb, Emma Ruß, Tom Scherf und Josefine Schultz an den Start.
Nervenkitzel im Technikparcours
Den Auftakt bildete ein technisch anspruchsvoller Geschicklichkeitsparcours mit fünf Stationen, die höchste Konzentration von den Schülerinnen und Schülern verlangten. Kein Detail durfte hier unterschätzt werden: Jeder Fehler an einer der Stationen schlug mit acht Strafsekunden im anschließenden Hauptrennen zu Buche. Unter den Augen der Konkurrenz aus ganz Bayern zeigte das JEG-Team hier bereits, wie diszipliniert und fokussiert es sich auf diesen besonderen Wettkampftag vorbereitet hatte.
Hauptrennen gegen Bayerns Radsportelite
Nach dem Technikparcours folgte das eigentliche Hauptrennen – und damit der Vergleich mit der versammelten bayerischen Schulradsport-Elite. Auf dem anspruchsvollen Kurs lieferten sich Samuel, Emilia, Larissa, Emma, Tom und Josefine ein spannendes und bis zur letzten Runde nervenaufreibendes Rennen. Am Ende stand für das JEG-Team ein starker 7. Platz von insgesamt zehn teilnehmenden Schulen zu Buche – ein Ergebnis, das angesichts der starken Konkurrenz und der besonderen Bedeutung des Wettkampfs als voller Erfolg gewertet werden darf.
Bereits die Teilnahme am Landesfinale als einer von nur zwei unterfränkischen Vertretern ist eine bemerkenswerte Leistung und unterstreicht das hohe Niveau, das die Nachwuchssportlerinnen und -sportler des JEG im Mountainbike-Sport erreicht haben.
Begleitet und betreut wurde das Team von den Lehrkräften Jan Wagner und Chris Ziegler, die die Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zu diesem Erfolg trainiert und beim Wettkampf vor Ort unterstützt haben.
Das Julius-Echter-Gymnasium gratuliert Samuel Bachmann, Emilia Berninger, Larissa Lieb, Emma Ruß, Tom Scherf und Josefine Schultz herzlich zu dieser starken Leistung und der erfolgreichen Vertretung Unterfrankens auf bayerischer Bühne!
Am Dienstag, dem 7. Juli, brachte die Mittelstufen-Theatergruppe des Julius-Echter-Gymnasiums um 19 Uhr in der Aula das Stück Tintenherz nach dem gleichnamigen Roman von Cornelia Funke auf die Bühne. Die vielen großen und kleinen Zuschauer durften nicht nur ein spannendes Theaterstück erleben, sondern vor allem die Spielfreude des Ensembles unter der Leitung von Lone Wulff.
Im Mittelpunkt steht die zwölfjährige Meggie, dargestellt von Mia Müller, die mit ihrem Vater Mo, einem Buchbinder, lebt. Emma Eisert gab in ihrer Rolle als Mo diesem als zurückhaltendem, von einem alten Geheimnis belasteten Vater eine unverwechselbare Kontur. Schon zu Beginn machte die Inszenierung deutlich, dass in dieser Geschichte Bücher mehr sind als bloße Gegenstände: Aus ihnen kann Wirklichkeit werden.
Ein geheimnisvolles Buch
In einer stürmischen Nacht taucht der Gaukler Staubfinger auf. Maria Schäfer spielte ihn geheimnisvoll und zwielichtig, ohne seine innere Zerrissenheit zu überzeichnen. Staubfinger warnt Mo vor Capricorn, und schon am nächsten Morgen bricht Mo mit Meggie überstürzt zu Tante Elinor auf. Greta Wengerter sorgte als bücherverliebte, kinderfeindliche und herrlich direkte Elinor für viele komische Momente, besonders mit ihrem wiederkehrenden „verflixte Kiste“.
In Elinors Bibliothek versteckt Mo ein besonderes Buch: Tintenherz. Bald wird klar, dass der Bösewicht Capricorn genau dieses Buch sucht. Seine Handlanger Basta, gespielt von Mizzi Even, und Flachnase (Rahel Hayward), ergänzten diese Bedrohung durch ihr pointiertes Zusammenspiel. Als Capricorns Männer das falsche Buch stehlen und Mo entführen, nimmt die Rettungsaktion ihren Lauf. Besonders gelungen war hier die szenische Umsetzung der Fahrt zu Capricorns Dorf. Dank einfacher, aber wirkungsvoller Regieeinfälle wurde diese Reise zu einem Highlight der Aufführung.
Im Dorf verdichtet sich die Handlung. Felix Dominik verkörperte Capricorn mit düsterer Präsenz als jemanden, der sich als Meister des Angstmachens begreift. Die gruselige Kulisse unterstützte die bedrohliche Atmosphäre wirkungsvoll. Dort erfahren Meggie und Elinor, warum Mo „Zauberzunge“ genannt wird: Wenn er laut aus einem Buch vorliest, können Figuren und Gegenstände aus der Geschichte in die reale Welt gelangen. Vor elf Jahren hatte Mo auf diese Weise Capricorn und einige seiner Gefährten aus Tintenherz herausgelesen; gleichzeitig verschwand Meggies Mutter Resa in der Buchwelt. Lily Kraske, die sowohl als Erzählerin als auch als Resa auftrat, verband geschickt die Rahmenhandlung und beindruckte gleichermaßen in beiden Rollen.
Kampf dem Bösewicht
Als Mo erneut vorlesen muss, erscheint Farid, ein Junge aus 1001 Nacht, den Paula Kern facettenreich verkörperte; besonders ihr penetrantes Verfolgen Staubfingers erheiterte das Publikum. Gleichzeitig wurde Staubfingers Rolle vielschichtiger: Er ist kein normaler Gaukler, sondern selbst eine Figur aus der Bücherwelt, die nach Hause zurückkehren möchte und auf eigene Weise gegen Capricorn kämpft.
Die Suche führt die Figuren schließlich zu Fenoglio, dem Autor von Tintenherz, dessen Schrulligkeit Greta Pöhner überaus gelungen darstellte. In diesen Szenen sprühte die Inszenierung erneut vor Einfallsreichtum: Warmes Licht und Meeresklänge ließen das sonnige Italien entstehen, ohne dass große Umbauten nötig waren. Hier zeigte das Technik-Team des JEG von Sebastian Tausch einmal mehr, was es alles drauf hat.
Als klar wird, dass Capricorn in Fenoglios ursprünglicher Geschichte gar nicht stirbt, muss ein neuer Plan her. Capricorn will Mo außerdem zwingen, den Schatten, eine besonders gefährliche Gestalt, aus der Geschichte herauszulesen. In dieser Zuspitzung entdeckt Meggie, dass auch sie die Gabe des Vorlesens besitzt. Mia Müller spielte diesen Moment überzeugend als Mischung aus Angst, Staunen und wachsendem Mut.
Tobender Schlussapplaus
Im Showdown in Capricorns Hauptquartier kommt diese Gabe entscheidend zum Einsatz. Durch ein neu geschriebenes Ende wird Capricorn buchstäblich zu Tode gelesen, und Resa entpuppt sich als Meggies lange verschwundene Mutter. So findet die Geschichte zu einem Happy End, ohne dass die Sehnsucht Staubfingers nach seiner eigenen Welt ganz verschwindet.
Am Ende belohnte das Publikum die Mittelstufen-Theatergruppe mit tobendem Applaus. Die Aufführung war eine gelungene Hommage an die Macht der Bücher, an die Fantasie und an das Lesen selbst – und zugleich ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie viel Spielfreude in einem engagierten Schulensemble stecken kann.
Bei sommerlich warmem Wetter durften wir am 8. Juli 2026 am Julius-Echter-Gymnasium eine besondere Referentin begrüßen: Katrin Himmler, Politikwissenschaftlerin, Autorin und Großnichte des „Reichsführers SS“ Heinrich Himmler. Für den Vortrag war sie eigens aus Berlin angereist, um mit den Schülerinnen und Schülern der 11. und 12. Jahrgangsstufe über ihre Familiengeschichte und den Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit ins Gespräch zu kommen.
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Schulleiterin Frau Hein unseren Gast und führte mit einer kurzen Einführung in das Thema ein. Anschließend nahm Katrin Himmler die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine ebenso persönliche wie wissenschaftlich fundierte Spurensuche durch ihre Familiengeschichte.
Ausgangspunkt ihrer Recherchen war ein prägendes Erlebnis in ihrer Jugend: Als sie im Alter von 15 Jahren auf eine mögliche Verwandtschaft mit Heinrich Himmler angesprochen wurde, blieb eine pädagogische Einordnung durch ihre Lehrkräfte aus – ein Schweigen, das sie bis heute als vertane Chance empfindet.
Gegen das Verdrängen
Jahre später machte es sich die studierte Politikwissenschaftlerin zur Aufgabe, dieses Schweigen zu durchbrechen. In ihrem 2005 erschienenen Buch Die Brüder Himmler veröffentlichte sie die Ergebnisse jahrelanger Archivrecherchen. Dabei zeigte sie eindrucksvoll auf, dass Heinrich Himmler keineswegs das einzige „schwarze Schaf“ einer ansonsten unbescholtenen Familie war. Vielmehr waren auch seine Brüder sowie zahlreiche weitere Angehörige bereits früh Mitglieder der NSDAP und der SS.
Besonders eindrucksvoll schilderte Katrin Himmler, dass ihre Recherchen nicht nur historische Erkenntnisse zutage förderten, sondern sie ihren Vorfahren auch menschlich näherbrachten. So sagte sie: „Je mehr ich mich mit meinen Vorfahren auseinandergesetzt habe, desto näher sind sie mir gekommen. Menschen sind ja nicht einfach gut oder böse. Es hängt von vielen Einflüssen ab, wie sich jemand in gewissen Situationen entscheidet.“
Gerade diese differenzierte Sichtweise eröffnete den Schülern einen reflektierten Zugang zu den Fragen nach individueller Verantwortung, gesellschaftlichen Einflüssen und den Mechanismen von Radikalisierung. Im Mittelpunkt standen dabei unter anderem folgende Fragen:
Warum übte der Nationalsozialismus eine solche Anziehungskraft auf eine scheinbar „normale“ bürgerliche Familie aus?
Wie konnte aus einer unauffälligen Kindheit eine Entwicklung entstehen, die schließlich in der Mitverantwortung für den industriell organisierten Massenmord an der europäischen jüdischen Bevölkerung mündete?
Dialog mit der nächsten Generation
Besonders bereichernd war der zweite Teil der Veranstaltung. In einer ausführlichen Fragerunde stellten die Schülerinnen und Schüler differenzierte und durchdachte Fragen. Dabei interessierten sie sich nicht nur für weitere Hintergründe zur Familiengeschichte der Familie Himmler, sondern auch für das Thema Rechtsextremismus in der Gegenwart. Ebenso fragten sie nach Frau Himmlers persönlicher Einschätzung zur aktuellen politischen Lage aus der Perspektive einer Politikwissenschaftlerin sowie danach, ob sie während ihrer jahrelangen Recherchen auf Erkenntnisse gestoßen sei, die sie selbst überrascht hätten.
Der offene Austausch machte deutlich, wie groß das Interesse der Jugendlichen an historischer Aufarbeitung und den Bezügen zur Gegenwart ist. Katrin Himmler gelang es eindrucksvoll, die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur zu vermitteln und die Schülerinnen und Schüler zum kritischen Nachdenken anzuregen.
Für diesen bewegenden und erkenntnisreichen Vormittag bedanken wir uns herzlich bei Frau Himmler für ihren Besuch, ihre Offenheit und ihre Bereitschaft, den weiten Weg aus Berlin auf sich zu nehmen.
Ein ebenso herzlicher Dank gilt dem Freundeskreis des JEG, der den Vortrag vollständig finanziert und damit allen Schülerinnen und Schülern die Teilnahme ermöglicht hat. Außerdem danken wir unserem Technikteam sowie unserem Hausmeister für den reibungslosen Auf- und Abbau der Technik und der Bestuhlung und damit für die organisatorische Unterstützung dieser gelungenen Veranstaltung.
Auch in diesem Jahr waren die vierten Klassen der Mozart-Grundschule Elsenfeld zu Gast am Julius-Echter-Gymnasium, um gemeinsam einen spannenden Tag der Bionik zu erleben.
An vier abwechslungsreichen Stationen im Freien stand das Motto „Lernen von der Natur in der Natur“ im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler erhielten faszinierende Einblicke in die Welt der Bionik und entdeckten, wie technische Entwicklungen von der Natur inspiriert werden.
So erforschten sie den Lotuseffekt direkt an Pflanzen und erfuhren, warum Wasser von manchen Blättern einfach abperlt und die Blätter dabei im sauber bleiben. An einer weiteren Station lernten sie, was die besondere Form einer Fischflosse mit einem modernen adaptiven Greifer gemeinsam hat und wie dieses natürliche Vorbild in der Technik genutzt wird.
Besonders kreativ wurde es beim Bau eines Hilfsgüter-Abwurfsystems nach dem Vorbild eines Ahornsamens. Die Kinder gestalteten hierzu Modelle und konnten anschließend beobachten, wie das Prinzip der Natur funktioniert.
Der Tag bot den Grundschulkindern viele spannende Experimente, interessante Entdeckungen und jede Menge Gelegenheit zum Ausprobieren.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem P-Seminar SANTO für die engagierte Vorbereitung und Durchführung des Bioniktages. Ebenso bedanken wir uns bei der Gärtnerei Löwer für die Bereitstellung des Pflanzenmaterials, das die Stationen anschaulich und praxisnah bereichert hat.