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Autor: Chris Ziegler

Wenn man erkennt, dass Worte mehr als Buchstaben sein können

Lena Theobald stellt ihren Erzählband „Sternschnuppen“ vor

Eine besondere Begegnung durften die Schülerinnen und Schüler der 11C am 25.03.2026 erleben: Drei Jahre nach ihrem Abitur am JEG kehrte Lena Theobald auf Einladung ihres ehemaligen Deutschlehrers Joachim Schweizer an ihre alte Schule zurück, um aus ihrem ersten Erzählband „Sternschnuppen“ zu lesen und mit der Klasse über unterschiedliche Facetten der Auseinandersetzung mit Literatur ins Gespräch zu kommen.

Lena Theobalds Erstlingswerk versammelt eine Reihe von Briefen, die sich auf sehr unterschiedliche Weise mit den großen Themen des Lebens auseinandersetzen. In poetischer und zugleich zugänglicher Sprache schreibt die Autorin über Freude, Familie und Glück, aber auch über Schmerz, Einsamkeit und den Tod. Es sind Briefe über den Lauf des Lebens – gerichtet an eine kleine Sternschnuppe. Gemeinsam entfalten sie eine zusammenhängende Geschichte über Erinnerungen, Sehnsucht und eine Liebe, die über Zeit und Entfernung hinaus Bestand hat.

Im Verlauf der Lesung stellte Lena Theobald ausgewählte Passagen ihres Werkes vor. Hervorzuheben ist hierbei die eindrucksvolle Art, mit der die Autorin ihre Texte vortrug. Mit ruhiger Stimme, spürbarer Sensibilität für Sprache und einem feinen Gespür für die Stimmung ihrer Worte gelang es ihr, die Atmosphäre ihrer Briefe lebendig werden zu lassen. Besonders eindrucksvoll war eine Textstelle, die anschließend gemeinsam mit der Klasse exemplarisch erschlossen wurde. Dabei wurde deutlich, wie vielschichtig und komplex die Autorin ihren Text konzipiert und wie stark sie mit Bildern und Symbolen gearbeitet hat.

Anschließend verfassten die Schülerinnen und Schüler eigene kreative Texte zu einem Kapitel – mit bemerkenswertem Ergebnis: Viele der entstandenen Beiträge zeichneten sich durch sprachliche Gestaltungskraft und eine große emotionale Tiefe aus. Die einfühlsamen und reflektierten Auseinandersetzungen mit der Vorlage zeigten eindrucksvoll, wie intensiv sich die Klasse auf die literarische Arbeit eingelassen hatte.

Im folgenden Gespräch mit der Autorin entwickelte sich ein lebendiger Austausch. Die Klasse zeigte großes Interesse und stellte sowohl persönliche als auch allgemeine Fragen. So wollten die Schülerinnen und Schüler wissen, wie die Autorin zum Schreiben gekommen sei und wie ihr Jurastudium mit dem Verfassen so emotionaler und tiefgründiger Texte zusammenpasse. Die Offenheit der Autorin und die Neugier der Klasse führten zu einem Gespräch, das über den Unterricht hinausging und einen authentischen Einblick in kreative Prozesse und persönliche Motivation gab.

Zwei Schülerinnen der Klasse bringen ihre Eindrücke von der Lesung mit besonders treffenden Worten auf den Punkt: „Heute hat man gemerkt, dass Worte mehr sein können als nur Buchstaben – sie können Welten öffnen, Gedanken verändern und Spuren im Herzen hinterlassen. Danke für diese inspirierende Begegnung und die Einblicke in eine so besondere Geschichte.“

Schweizer

Ferienöffnungszeiten

In den Osterferien ist das Sekretariat des Julius-Echter-Gymnasiums täglich von 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr besetzt:

Montag, 30.03.2026 – Donnerstag, 02.04.2026

Dienstag, 07.04.2026 – Freitag, 10.04.2026

Bitte klingeln.

Telefonisch erreichen Sie uns unter 06022-8393.

Wissenschaftswoche der 11. Jahrgangsstufe am Julius-Echter-Gymnasium begeistert mit vielfältigen Perspektiven

Was ist eigentlich eine Grenze? Sie kann trennen und schützen, Orientierung geben oder überwunden werden. Grenzen können geografischer, gesellschaftlicher oder wissenschaftlicher Natur sein – manchmal sind sie klar gezogen, manchmal verschieben sie sich mit neuen Erkenntnissen. Genau diesen unterschiedlichen Facetten widmete sich die 11. Jahrgangsstufe am JEG im Rahmen ihrer diesjährigen Wissenschaftswoche. Eine Woche lang setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit dem übergeordneten Thema „Grenzen“ auseinander, recherchierten, diskutierten und entwickelten eigene Fragestellungen.

Den Höhepunkt bildete schließlich die öffentliche Präsentation ausgewählter Ergebnisse am 09.03.2026 in der Aula. Vor knapp 200 Zuhörerinnen und Zuhörern – darunter Lehrkräfte, Mitschülerinnen und Mitschüler sowie interessierte Gäste – stellten vier Schülergruppen exemplarisch ihre Projekte vor und gaben Einblicke in die Vielfalt der behandelten Themen.

Den Auftakt machten Rania Mohamad, Anna Tiedtke, Justin Hugo und Filip Stein mit ihrem Beitrag „Die Grenzen unseres Universums“ aus dem Fachbereich Physik. Anschaulich erklärten die Schülerinnen und Schüler in ihrer aufwendig gestalteten Präsentation, wie Wissenschaftler versuchen, das unvorstellbar große Weltall zu vermessen, und wo die Grenzen unseres heutigen Wissens liegen.

Anschließend richteten Lea Benitez, Alicia Stripp, Yaren Turak, Melek Öztas und Ilayda Kamber den Blick auf eine ganz reale Grenze: die Grenze zwischen Mexiko und den USA. In ihrem Videobeitrag im Rahmen des Fachs Spanisch beleuchteten die Schülerinnen Hintergründe, politische Entwicklungen und die Auswirkungen auf die Menschen, die in dieser Grenzregion leben. Besonders eindrücklich zeigten sie, dass Grenzen nicht nur Linien auf einer Karte sind, sondern das Leben vieler Menschen unmittelbar prägen.

Mit einem kreativen Zugang näherte sich die Kunst-Gruppe (Elisa Schiwon, Hannah Schiwon, Debora Apostu, Selin Cevik, Ahsen Balci) dem Thema „Die Schaffung und Überwindung von Grenzen in der Architektur“. Anhand bekannter Bauwerke und eigener Überlegungen zeigten die Schülerinnen, wie Architektur Räume definiert, aber auch bewusst Grenzen aufbrechen kann – etwa durch offene Strukturen, fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenraum oder innovative Materialien.

Den Abschluss bildeten Annika Rösel, Valerie Eizenhöfer und Sophia Endlich, die sich im Rahmen des Fachs Sport mit der provokanten Fragestellung „Grenzen sprengen oder sich selbst verlieren? – Doping, Leistung und die Zukunft des Sports“ beschäftigten. In ihrem Videobeitrag diskutierten sie die Frage, wo im Leistungssport die Grenze zwischen legitimer Leistungssteigerung und unfairem Vorteil verläuft. Dabei gingen sie auch auf ethische Aspekte und mögliche Entwicklungen des Sports in der Zukunft ein.

Die Präsentationen zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig das Thema „Grenzen“ betrachtet werden kann – von den Weiten des Universums über politische Konfliktlinien bis hin zu kreativen und ethischen Fragestellungen. Gleichzeitig wurde deutlich, mit welchem Engagement und welcher Eigenständigkeit sich die Schülerinnen und Schüler in der Wissenschaftswoche mit ihren Themen auseinandergesetzt haben.

Schweizer

Tag der Offenen Tür am JEG

Nach der Grundschule stellt die Wahl der weiteren Schullaufbahn viele Eltern vor echte Herausforderungen. Konkrete Informationen sind gefragt – und zwar möglichst aus erster Hand. Deshalb lud die Schulfamilie das Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld am 3. März interessierte Eltern zum Informationsabend ein. Begrüßt wurden sie herzlich und v. a. musikalisch – nämlich durch fetzige Songs des Unterstufenchors.

MINT-Bildung am JEG

Die MINT-Fächer spielen am JEG eine wichtige Rolle: Dies beweist nicht nur die Auszeichnung als MINT-freundliche Schule, sondern auch der neue „Maker Space“ sowie viele Wahlkurse und AGs aus dem Bereich der naturwissenschaftlichen Fächer. Besonderes Highlight bei den jungen Besucherinnen und Besuchern war der 3D-Drucker aus dem Fachbereich Informatik, mit dem man tolle Produkte erstellen konnte – etwa Kraken als Konzentrationsspiel.

Sprachlicher Zweig

Am JEG werden Fremdsprachen nicht nur gelehrt, sondern auch gelebt. Zahlreiche Austauschprogramme helfen dabei, die im Unterricht erworbenen Sprachkenntnisse in der Praxis zu erproben. Im Angebot sind neben Englisch und Französisch auch Spanisch und sogar Chinesisch. Gefördert durch das EU-Programm Erasmus+, bietet das JEG eine Vielzahl interessanter Austauschprogramme an, u. a. mit England, Frankreich, Spanien, Norwegen und Indien. Internationales Flair am Untermain!

Sozialwissenschaftlicher Zweig

Demokratie ist nicht selbstverständlich, sondern lebt vom Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Ab der 8. Klasse lernen die Schülerinnen und Schüler am JEG im Fach Politik und Gesellschaft, was es alles braucht, um einen fairen politischen Interessenausgleich zu gewährleisten. Dank vieler Projekte und Exkursionen erfolgt die Politikvermittlung immer nah am Alltag. Daneben werden Kritikfähigkeit und Urteilskompetenz geschult, etwa in der Europa-AG. Richtig praktisch wird es dann in der 10. Klasse im Sozialpraktikum in einer pflegerischen Einrichtung.

Vielfältiges Angebot speziell für die Unterstufe

Für die Betreuung der neuen Fünftklässler gibt es die Tutorinnen und Tutoren – erfahrene JEGler der Klassen 10 und 11. Sie helfen beim Eingewöhnen in die neue Schulform und unterstützen das Entstehen einer Klassengemeinschaft. Dazu gibt es für jede 5. Klasse eine Teamstunde mit zwei Lehrkräften, in welcher die Persönlichkeitsentwicklung und die Klassengemeinschaft individuell gefördert werden. Diese besondere Stunde ist eine echte Neuerung am JEG!

Außerdem bietet die Schule zwei besondere Profilklassen an, nämlich eine Sport- und eine iPad-Klasse in der 5. und 6. Jahrgangsstufe. Sportliche Aktivitäten oder Förderung der Medienkompetenz – die beiden Profilklassen stehen bereit!

Ein Rat von Schulleiterin Petra Hein

In ihrer Abschlusspräsentation fasste Schulleiterin Petra Hein die vielen Eindrücke des Abends zusammen. Ihr Rat an die Eltern: Bei gymnasialer Eignung sollte man diese Schulart auch besuchen. Gerne am JEG, aber natürlich nur, wenn das Profil der Schule zum Kind passt. Denn die Zweigwahl ist nicht alles. Entscheidend sei vielmehr, dass die gewählte Schulform den Bedürfnissen des zukünftigen Schülers entspreche.

Die Kinder durften währenddessen in der Untermainhalle die vielen Bewegungsangebote der Fachschaft Sport des JEG ausprobieren: zu einem gesunden Geist gehört eben auch ein gesunder Körper!

Thum

Austauschreise nach Norwegen – Eine Woche voller Eindrücke, Begegnungen und Erlebnisse

Am 6. Februar 2026 begann für unsere Austauschgruppe eine besondere Reise: Mit dem Flug von Frankfurt nach Oslo startete unsere Austauschfahrt nach Norwegen. Die Aufregung war groß, denn für viele Teilnehmende war es der erste Besuch in diesem nordischen Land. Nach der Landung ging es mit dem Zug ins Stadtzentrum von Oslo, wo wir unser Hotel bezogen. Ein gemeinsames Abendessen und ein kurzer Stadtbummel sorgten für einen entspannten Auftakt in eine ereignisreiche Woche.

Der Samstag begann früh am Morgen mit dem Besuch des Fram-Museums. Ziel war es, als erste Gruppe das berühmte Polarschiff zu betreten, mit dem einst Expeditionen in Richtung Nordpol unternommen wurden. Der Rundgang durch das originale Schiff war für viele ein absolutes Highlight und vermittelte Geschichte auf eindrucksvolle und unmittelbare Weise. Anschließend ging es mit dem Bus weiter ins Norsk Folkemuseum. Dort tauchten die Schülerinnen und Schüler in die nordische Kultur ein: In lebendigen Darstellungen zeigten Handwerker wie Schmiede und Bäcker das Leben früherer Zeiten und machten Geschichte anschaulich erlebbar. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Stadtzentrum folgte eine Stadtführung durch Oslo, bei der weitere Einblicke in Geschichte, Architektur und Alltag der norwegischen Hauptstadt gewonnen wurden.

Der Sonntag stand im Zeichen von Kultur und Kennenlernen. Nach dem Besuch des Osloer Rathauses und des Nationalmuseums sorgte das Schlittschuhlaufen in der Innenstadt für ein besonderes Erlebnis. Am Abend trafen wir erstmals unsere norwegischen Austauschpartner. Durch gemeinsame Spiele entstand schnell eine offene und herzliche Atmosphäre, bevor viele den Abend bereits in ihren Gastfamilien verbrachten.

Am Montag folgte der erste richtige Schultag. Gemeinsam mit den norwegischen Schülerinnen und Schülern nahmen wir am Unterricht teil und erhielten einen authentischen Einblick in das norwegische Schulsystem. Der Vergleich mit dem deutschen Schulalltag war besonders spannend. Nach gemeinsamer Projektarbeit bildete der Besuch einer Sauna am Fjord einen eindrucksvollen Tagesabschluss.

Der Dienstag war geprägt von politischer Bildung und Erinnerungskultur. Der Besuch der 10.-August-Gedenkstätte in Bærum vermittelte eindringliche Einblicke in den rechtsextremistischen Anschlag auf die Moschee „Al-Noor Islamic Centre“. Originalexponate im Museum und eine anschließende Gesprächsrunde machten die Auseinandersetzung mit Extremismus, Radikalisierung und Verantwortung besonders intensiv. Am Nachmittag führte das Programm zum Rosenschloss bei Holmenkollen, einer großen Outdoor-Ausstellung zur NS-Besatzung Norwegens, die Geschichte eindrucksvoll, persönlich und emotional erfahrbar machte.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen von Natur und Gemeinschaft. Eine Wanderung zur Gupu-Hütte durch verschneite Landschaft, gemeinsames Grillen am Lagerfeuer, Schlittenfahren sowie abendliches Rodeln am Holmenkollen stärkten den Zusammenhalt der Gruppe und sorgten für viele unvergessliche Momente.

Am Donnerstag erhielten die Schülerinnen und Schüler erneut Einblicke in den Schulalltag. Nach gemeinsamer Projektarbeit und interaktiven Kennenlernformaten folgten kulturelle Besuche in der Deichman-Bibliothek und im Munch-Museum. Den emotionalen Höhepunkt und zugleich den perfekten Abschied von Norwegen bildete das gemeinsame Langlaufen in winterlicher Landschaft bei Nacht.

Am 13. Februar hieß es schließlich Abschied nehmen. Nach der gemeinsamen Fahrt zum Flughafen Oslo trat die Gruppe die Heimreise nach Frankfurt an. Der letzte Blick auf das verschneite Norwegen aus dem Flugzeug markierte das Ende einer intensiven Woche.

Rückblickend war diese Austauschreise weit mehr als ein klassischer Schüleraustausch. Sie ermöglichte nicht nur Einblicke in das norwegische Schulsystem, die Kultur und den Alltag, sondern vor allem in das Leben der Menschen vor Ort. Die Begegnungen mit den Gastfamilien und Austauschpartnern, die gemeinsamen Aktivitäten und Gespräche machten diese Woche zu einer besonderen Erfahrung, die allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Danke an unsere Lehrkräfte Anke Zimmermann und Jan Wagner für ihr großes persönliches Engagement und dem daraus resultierenden perfekten Austauschprogramm. Ein weiterer Dank gilt dem ERASMUS+-Programm, das den Austausch finanziell ermöglichte.

J. Wagner