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Autor: Chris Ziegler

Kinder der Einen Welt

Ein grünes Spielzeugauto aus einer recycelten Blechdose. Die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen betrachten fasziniert das kleine Spielzeug, das Kinder in Tansania gebastelt haben. Und so wird ein Bogen gespannt zu den Kindern in dem kleinen Dorf in Tansania in Ostafrika, das drei Tagesreisen mit dem Auto entfernt von der nächsten größeren Stadt liegt.

Die Kinder auf dem Bild lachen. Sie freuen sich zu lernen. In jeder Klasse sind mindestens 70 Schülerinnen und Schüler mit einer Lehrkraft. Es ist brütend heiß, 45 Grad, nach dem Monsun ist es kühler.

Trotzdem lieben es die Kinder, in die Schule zu gehen, auch wenn sie dafür täglich weite Schulwege in Kauf nehmen müssen. Bildung ist ein Privileg in Tansania. Die Kinder tragen Schuluniformen, damit man Ungleichheiten weniger sieht, damit Kinder nicht diskriminiert werden. Denn die Schulsachen kosten Geld und die Eltern müssen sich das leisten können.

Im nächsten Bild transportieren Kinder Wasserkanister auf dem Kopf. Sie müssen in der Mittagspause in der Schule viele Kilometer laufen, um sauberes Trinkwasser zu holen.

Was bedeutet Armut? Warum müssen Kinder arbeiten? Haben Kinder Rechte? Diese Fragen stellt Saanika Amembal vom DAHW (Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe) in Würzburg den Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse im Rahmen ihres Vortrags über Kinder der Einen Welt.

Kinder arbeiten den ganzen Tag auf dem Feld, in einem dunklen Gang in einem Bergwerk, in einer Spinnerei. Freizeit haben sie nicht. Mädchen werden oft nicht in die Schule geschickt, weil kein Geld in ihre Bildung investiert wird, und müssen stattdessen arbeiten.

Jungen haben Privilegien, trotzdem sind auch Jungen Opfer von Kinderarbeit. Sie arbeiten unter gefährlichen Bedingungen in Minen, bei der Herstellung von Feuerwerk etc. Es geht darum, Produkte möglichst günstig herzustellen, die wir in Europa dann billig kaufen.

Es liegt mit an uns, diese Verhältnisse zu ändern.

Frau Amembal bringt den Schülerinnen und Schülern das Leben der Kinder in Tansania näher und vermittelt ihnen im Verlauf von eineinhalb Stunden ein anschauliches Bild von ihrer Lebensfreude, aber auch von ihren Bedürfnissen. Verstärkt wird der Eindruck durch erlebnisorientierte Elemente. So werden Rasseln mit Kürbiskernen und Obstkernen ausprobiert und einige Schülerinnen und Schüler dürfen sogar einen der wunderschönen traditionellen afrikanischen Kangas mit Sinnsprüchen anprobieren.

Ein besonderer Wunsch der Kinder in Ostafrika ist nicht etwa ein Fußballplatz, sondern etwas für uns so Selbstverständliches wie sauberes Trinkwasser in der Schule.

Beim Open Mic in Elsenfeld wurden Spenden für das DAHW gesammelt. Umso beeindruckter waren die Kinder jetzt, dass diese für den Bau eines Brunnens vor der Schule verwendet wurden. Jetzt gibt es auf dem Schulhof sauberes Wasser zum Trinken, das aus der Leitung abgefüllt werden kann. Denn sauberes Trinkwasser ist ein Grundrecht für alle Menschen.

Jeder von uns kann dabei mithelfen, dass Gerechtigkeit in unserer Welt möglich wird, so dass wir EINE WELT werden!

Schmitt

Schulleiterin Petra Hein mit deutscher Delegation zu Besuch in China

„Partner, Wettbewerber, systemischer Rivale“. Mit diesen Begriffen umreißt das Auswärtige Amt die aktuellen Beziehungen der Bundesrepublik zu China. Dass diese drei Zuschreibungen jeweils ihre Berechtigung haben, davon konnte sich im April 2026 eine Delegation deutscher Schulleitungen sowie Vertreterinnen und Vertreter von Schulbehörden anlässlich eines Informationsbesuchs in der Volksrepublik China überzeugen. Rund 30 Teilnehmende aus fünf Bundesländern waren dabei, darunter auch die Schulleiterin des Julius-Echter-Gymnasiums, Petra Hein. Organisiert wurde der Besuch vom Pädagogischen Austauschdienst des Sekretariats der Kultusministerkonferenz.

„Es war eine sehr interessante Reise mit vielen Erkenntnissen zum chinesischen Schulsystem und zur chinesischen Bildungspolitik. Die chinesischen Gastgeber haben dazu ein sehr ambitioniertes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und vorbereitet,“ fasste Petra Hein ihre Eindrücke zusammen. Ziel der Informationsreise war es, den fachlichen Austausch zu vertiefen und neue Perspektiven für die Zusammenarbeit zwischen deutschen und chinesischen Schulen zu eröffnen. Denn dank engagierter Lehrkräfte und Schulleitungen, die auch Teil der Delegation sind, gibt es bereits erfolgreiche Partnerschaften zwischen Schulen in Deutschland und China. Grund für das immer stärker werdende deutsche Interesse: China ist ein wichtiges Land und nimmt weltpolitisch eine sehr große Rolle ein. Dies sollte sich auch im schulischen Austausch niederschlagen. Außerdem wird in einer künftigen Welt China-Kompetenz eine bedeutende Rolle spielen. Dabei ist unter China-Kompetenz mitnichten ein unkritischer Blick zu verstehen, sondern es geht neben landeskundlichen oder sprachlichen Kompetenzen vor allem um das Wissen und Verstehen der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen Chinas.

Ihre Chinakenntnisse konnte die deutsche Delegation bei Schulbesuchen in in Peking und Shanghai erweitern. Schulleiterin Hein zeigte sich beeindruckt von den ambitionierten Lehrzielen und der Präzision chinesischen Unterrichts. „Der digitale Fokus war sehr stark, man hat deutlich gemerkt, dass es das Ziel der chinesischen Regierung ist, ein positives Chinabild in Deutschland zu fördern,“ Dabei hatten die chinesischen Organisatoren nichts dem Zufall überlassen. „Man fühlte sich auch die ganze Zeit beobachtet“, so Petra Hein kritisch.

Für die Schulleiterin des JEG steht nach ihrem Aufenthalt in China außer Frage, dass Deutschland sich unbedingt intensiver mit dieser neuen Weltmacht auseinandersetzen und die gegenseitigen Verbindungen vertiefen muss, damit aus Rivalen nicht Feinde werden.

Thum

Erfolg für das Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld beim Wettbewerb „Jugend präsentiert“

Großer Erfolg für das Julius-Echter-Gymnasium (JEG): Gleich drei Schülerinnen der Schule haben sich beim bayerischen Landesfinale des bundesweiten Wettbewerbs „Jugend präsentiert“ durchgesetzt und damit für das Bundesfinale qualifiziert. Vincenza Steinert, Laura Fecher und Valeria Beidel überzeugten die Jury jeweils mit ihren Präsentationen und gehören nun zu den besten Nachwuchs-Präsentierenden Deutschlands.

Der Wettbewerb „Jugend präsentiert“ fördert die Fähigkeit, naturwissenschaftliche Inhalte verständlich und anschaulich zu vermitteln. In diesem Jahr nahmen bundesweit mehr als 9.500 Schülerinnen und Schüler teil. Nach mehreren Auswahlrunden konnten sich schließlich 140 von ihnen für das Bundesfinale qualifizieren, das im September in Berlin stattfinden wird.

Das Julius-Echter-Gymnasium blickt auf eine lange und erfolgreiche Teilnahmegeschichte zurück: Seit 2015 ist die Schule regelmäßig bei „Jugend präsentiert“ vertreten und konnte in dieser Zeit bereits über 50 Präsentationen ins Bundesfinale nach Berlin bringen. Zudem trägt das Gymnasium seit 2016 den Titel „Jugend präsentiert Schule“, eine Auszeichnung für besonderes Engagement in der Präsentationsförderung.

Mit dem erneuten Erfolg unterstreicht das JEG einmal mehr seine Stärke in der Förderung kommunikativer und fachlicher Kompetenzen. Die Schulgemeinschaft darf nun gespannt auf das Abschneiden ihrer drei Finalistinnen in Berlin blicken. Wir drücken die Daumen.

J. Giegerich

CybermentorPlus-AG erkundet die Mikrowelt im Roland-Eller-Umweltzentrum Hobbach

Kurz vor den Osterferien besuchten die vier Schülerinnen der CybermentorPlus-AG das Roland-Eller-Umweltzentrum in Hobbach, um einen spannenden Vormittag rund um das Thema Mikroskopie zu erleben. Unter Anleitung einer erfahrenen Mitarbeiterin sowie einer ehemaligen Schülerin des JEG, die dort aktuell ihr FÖJ absolviert, tauchten die Schülerinnen in die faszinierende Welt des Winzigen ein.

Nach einer kurzen Einführung in den Umgang mit dem Mikroskop ging es auch schon los: Als erstes wurden dünne Schichten einer Zwiebel präpariert und unter dem Mikroskop betrachtet. Die klar erkennbaren Zellstrukturen und Zellkerne sorgten für erste Aha-Momente. Besonders beeindruckend war es zu sehen, wie die einzelnen Zellen wie kleine Bausteine aneinandergereiht sind.

Im nächsten Schritt stand der Querschnitt eines Tulpenstiels auf dem Programm. Hier konnten die Jugendlichen die Unterschiede zwischen Pflanzenzellen und den zuvor gesehenen Zwiebelzellen entdecken. Die stabilen Zellwände und die feinen Leitungsbahnen für Wasser und Nährstoffe waren deutlich zu erkennen.

Den Abschluss bildete die Untersuchung von Bachwasser. Mit etwas Geduld und Geschick fanden die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Mikroorganismen, die sich lebhaft durch das Wasser bewegten. Die Vielfalt an winzigen Lebewesen, die mit bloßem Auge unsichtbar bleiben, begeisterte alle gleichermaßen.

Der Ausflug zeigte einmal mehr, wie spannend und abwechslungsreich die Naturwissenschaften sein können. Die CybermentorPlus-AG bedankt sich herzlich beim Umweltzentrum für den lehrreichen und unterhaltsamen Vormittag – wir kommen gerne wieder!

Graf

Weitere MTB-Ausfahrt des Wahlfachs „Trails & Radwerkstatt“

Am 11.04.2026 unternahm das Wahlfach „Trails & Radwerkstatt“ eine spannende Mountainbike-Ausfahrt rund um Sulzbach. Bei besten Bedingungen machten sich 10 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften C. Graf, B. Durmich, J. Wagner und C. Ziegler auf den Weg, um die Trails der Umgebung zu erkunden.

Tatkräftig unterstützt wurde die Gruppe von zwei Begleitungen des örtlichen MTB-Vereins „26 Zoll Sulzbach“, denen ein besonderer Dank für ihre fachkundige Betreuung und ihr Engagement gilt.

Neben sportlicher Herausforderung standen vor allem Fahrtechnik, Teamgeist und der Spaß am Biken im Mittelpunkt. Die gelungene Ausfahrt wird allen Beteiligten sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Ziegler