Im Rahmen des Schüler-Unitags der Latinistik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, konnten wir, das sind sieben Schüler/innen der 12. Jahrgangsstufe, uns mit dem hochaktuellen Thema „bellum iustum“ (der Frage nach einem „gerechten Krieg“) beschäftigen.
Unser Programm startete in der Antikensammlung des Martin-von-Wagner-Museums in der Würzburger Residenz, wo wir die drittgrößte Sammlung antiker griechischer Keramik in Deutschland besichtigten. Dort sprachen wir über die gezielte Darstellung und Inszenierung des Trojanischen Krieges auf den antiken Gefäßen. Anschließend unternahmen wir eine Tour durch den Hofgarten der Residenz und erhielten spannende Einblicke in dessen Geschichte. Dort nahmen wir zudem die sogenannten „Raptorengruppen“ unter die Lupe – Skulpturen, die den Raub berühmter Frauengestalten aus der Mythologie thematisieren. Der theoretische Teil der Veranstaltung führte uns danach in den prachtvollen Toscana-Saal. Dort präsentierten uns die Studierenden Leah, Anna und Max zusammen mit Prof. Dr. Thomas Baier, dem Lehrstuhlinhaber der Latinistik, die Definition des „bellum iustum“ nach dem Geschichtsschreiber Livius. Hierbei spielten die Studenten ein Gespräch zwischen Hannibal und Scipio nach. Im darauffolgenden Austausch diskutierten wir intensiv über die moralischen Hintergründe und Rechtfertigungen für einen „gerechten Krieg“. Zum Abschluss analysierten wir zusammen mit der Dozentin Angela Bauer passende Auszüge aus Caesars „De bello Gallico“.
Mit einem gemeinsamen Gruppenfoto endete für uns ein lehrreicher Tag, der angesichts der heutigen Tagespolitik eine ganz besondere Relevanz besaß.
Am 10. Juli verwandelte sich das Julius-Echter-Gymnasium bei strahlendem Sonnenschein von 15 bis 18 Uhr in einen fröhlichen Festplatz für die ganze Schulgemeinschaft. Eröffnet wurde das Schulfest um 15 Uhr in der Aula durch den Unterstufenchor, der für einen stimmungsvollen Auftakt sorgte. Anschließend erwartete die vielen großen und kleinen Besucherinnen und Besucher auf dem gesamten Schulgelände ein abwechslungsreiches Programm, das von zahlreichen Klassen, Arbeitsgemeinschaften und Fachschaften liebevoll vorbereitet worden war.
Ob Kinderschminken, Glitzertattoos, Bastelangebote, Quizstationen, Dosenwerfen, Escape Room, Selfie-Fotolandschaft oder sportliche Herausforderungen wie Fußballparcours, Fahrrad-Biathlon und Wasserparcours – für jede Altersgruppe war etwas dabei. Auch besondere Angebote wie Buch-Upcycling in der Schulbücherei, eine Kunstausstellung, ein Vortrag zu den Fahrten am JEG sowie der Auftritt eines leibhaftigen römischen Centurio sorgten für Kurzweil und viel Abwechslung.
Für das leibliche Wohl und eine entspannte Atmosphäre war ebenfalls gesorgt: Unter anderem bot die Q 12 alkoholfreie Cocktails am Saftmobil an, während auf dem hinteren Pausenhof der Elternbeirat viele kulinarische Köstlichkeiten bereithielt. Für zusätzliche Stimmung sorgte eine Band, die ebenfalls der Elternbeirat organisiert hatte. So wurde das Schulfest zu einem gelungenen Nachmittag voller Begegnungen, Spaß und gemeinsamer Erlebnisse.
Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Beteiligten für ihr großes Engagement!
Die Bildergalerie hält weitere Eindrücke von den vielfältigen Aktionen und der fröhlichen Stimmung des Tages bereit.
Herrieden. Eine große Ehre für das Julius-Echter-Gymnasium: Als zweiter Vertreter Unterfrankens qualifizierte sich das Team der Wettkampfklasse III Mixed für das Landesfinale der bayerischen Schulen im Mountainbike-Sport in Herrieden. Dort maßen sich die besten Schulteams des Freistaats in einem anspruchsvollen Wettkampfformat aus Technik und Ausdauer. Für das JEG gingen Samuel Bachmann, Emilia Berninger, Larissa Lieb, Emma Ruß, Tom Scherf und Josefine Schultz an den Start.
Nervenkitzel im Technikparcours
Den Auftakt bildete ein technisch anspruchsvoller Geschicklichkeitsparcours mit fünf Stationen, die höchste Konzentration von den Schülerinnen und Schülern verlangten. Kein Detail durfte hier unterschätzt werden: Jeder Fehler an einer der Stationen schlug mit acht Strafsekunden im anschließenden Hauptrennen zu Buche. Unter den Augen der Konkurrenz aus ganz Bayern zeigte das JEG-Team hier bereits, wie diszipliniert und fokussiert es sich auf diesen besonderen Wettkampftag vorbereitet hatte.
Hauptrennen gegen Bayerns Radsportelite
Nach dem Technikparcours folgte das eigentliche Hauptrennen – und damit der Vergleich mit der versammelten bayerischen Schulradsport-Elite. Auf dem anspruchsvollen Kurs lieferten sich Samuel, Emilia, Larissa, Emma, Tom und Josefine ein spannendes und bis zur letzten Runde nervenaufreibendes Rennen. Am Ende stand für das JEG-Team ein starker 7. Platz von insgesamt zehn teilnehmenden Schulen zu Buche – ein Ergebnis, das angesichts der starken Konkurrenz und der besonderen Bedeutung des Wettkampfs als voller Erfolg gewertet werden darf.
Bereits die Teilnahme am Landesfinale als einer von nur zwei unterfränkischen Vertretern ist eine bemerkenswerte Leistung und unterstreicht das hohe Niveau, das die Nachwuchssportlerinnen und -sportler des JEG im Mountainbike-Sport erreicht haben.
Begleitet und betreut wurde das Team von den Lehrkräften Jan Wagner und Chris Ziegler, die die Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zu diesem Erfolg trainiert und beim Wettkampf vor Ort unterstützt haben.
Das Julius-Echter-Gymnasium gratuliert Samuel Bachmann, Emilia Berninger, Larissa Lieb, Emma Ruß, Tom Scherf und Josefine Schultz herzlich zu dieser starken Leistung und der erfolgreichen Vertretung Unterfrankens auf bayerischer Bühne!
Am Dienstag, dem 7. Juli, brachte die Mittelstufen-Theatergruppe des Julius-Echter-Gymnasiums um 19 Uhr in der Aula das Stück Tintenherz nach dem gleichnamigen Roman von Cornelia Funke auf die Bühne. Die vielen großen und kleinen Zuschauer durften nicht nur ein spannendes Theaterstück erleben, sondern vor allem die Spielfreude des Ensembles unter der Leitung von Lone Wulff.
Im Mittelpunkt steht die zwölfjährige Meggie, dargestellt von Mia Müller, die mit ihrem Vater Mo, einem Buchbinder, lebt. Emma Eisert gab in ihrer Rolle als Mo diesem als zurückhaltendem, von einem alten Geheimnis belasteten Vater eine unverwechselbare Kontur. Schon zu Beginn machte die Inszenierung deutlich, dass in dieser Geschichte Bücher mehr sind als bloße Gegenstände: Aus ihnen kann Wirklichkeit werden.
Ein geheimnisvolles Buch
In einer stürmischen Nacht taucht der Gaukler Staubfinger auf. Maria Schäfer spielte ihn geheimnisvoll und zwielichtig, ohne seine innere Zerrissenheit zu überzeichnen. Staubfinger warnt Mo vor Capricorn, und schon am nächsten Morgen bricht Mo mit Meggie überstürzt zu Tante Elinor auf. Greta Wengerter sorgte als bücherverliebte, kinderfeindliche und herrlich direkte Elinor für viele komische Momente, besonders mit ihrem wiederkehrenden „verflixte Kiste“.
In Elinors Bibliothek versteckt Mo ein besonderes Buch: Tintenherz. Bald wird klar, dass der Bösewicht Capricorn genau dieses Buch sucht. Seine Handlanger Basta, gespielt von Mizzi Even, und Flachnase (Rahel Hayward), ergänzten diese Bedrohung durch ihr pointiertes Zusammenspiel. Als Capricorns Männer das falsche Buch stehlen und Mo entführen, nimmt die Rettungsaktion ihren Lauf. Besonders gelungen war hier die szenische Umsetzung der Fahrt zu Capricorns Dorf. Dank einfacher, aber wirkungsvoller Regieeinfälle wurde diese Reise zu einem Highlight der Aufführung.
Im Dorf verdichtet sich die Handlung. Felix Dominik verkörperte Capricorn mit düsterer Präsenz als jemanden, der sich als Meister des Angstmachens begreift. Die gruselige Kulisse unterstützte die bedrohliche Atmosphäre wirkungsvoll. Dort erfahren Meggie und Elinor, warum Mo „Zauberzunge“ genannt wird: Wenn er laut aus einem Buch vorliest, können Figuren und Gegenstände aus der Geschichte in die reale Welt gelangen. Vor elf Jahren hatte Mo auf diese Weise Capricorn und einige seiner Gefährten aus Tintenherz herausgelesen; gleichzeitig verschwand Meggies Mutter Resa in der Buchwelt. Lily Kraske, die sowohl als Erzählerin als auch als Resa auftrat, verband geschickt die Rahmenhandlung und beindruckte gleichermaßen in beiden Rollen.
Kampf dem Bösewicht
Als Mo erneut vorlesen muss, erscheint Farid, ein Junge aus 1001 Nacht, den Paula Kern facettenreich verkörperte; besonders ihr penetrantes Verfolgen Staubfingers erheiterte das Publikum. Gleichzeitig wurde Staubfingers Rolle vielschichtiger: Er ist kein normaler Gaukler, sondern selbst eine Figur aus der Bücherwelt, die nach Hause zurückkehren möchte und auf eigene Weise gegen Capricorn kämpft.
Die Suche führt die Figuren schließlich zu Fenoglio, dem Autor von Tintenherz, dessen Schrulligkeit Greta Pöhner überaus gelungen darstellte. In diesen Szenen sprühte die Inszenierung erneut vor Einfallsreichtum: Warmes Licht und Meeresklänge ließen das sonnige Italien entstehen, ohne dass große Umbauten nötig waren. Hier zeigte das Technik-Team des JEG von Sebastian Tausch einmal mehr, was es alles drauf hat.
Als klar wird, dass Capricorn in Fenoglios ursprünglicher Geschichte gar nicht stirbt, muss ein neuer Plan her. Capricorn will Mo außerdem zwingen, den Schatten, eine besonders gefährliche Gestalt, aus der Geschichte herauszulesen. In dieser Zuspitzung entdeckt Meggie, dass auch sie die Gabe des Vorlesens besitzt. Mia Müller spielte diesen Moment überzeugend als Mischung aus Angst, Staunen und wachsendem Mut.
Tobender Schlussapplaus
Im Showdown in Capricorns Hauptquartier kommt diese Gabe entscheidend zum Einsatz. Durch ein neu geschriebenes Ende wird Capricorn buchstäblich zu Tode gelesen, und Resa entpuppt sich als Meggies lange verschwundene Mutter. So findet die Geschichte zu einem Happy End, ohne dass die Sehnsucht Staubfingers nach seiner eigenen Welt ganz verschwindet.
Am Ende belohnte das Publikum die Mittelstufen-Theatergruppe mit tobendem Applaus. Die Aufführung war eine gelungene Hommage an die Macht der Bücher, an die Fantasie und an das Lesen selbst – und zugleich ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie viel Spielfreude in einem engagierten Schulensemble stecken kann.