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Autor: Chris Ziegler

Siebte Jahrgangsstufe zu Besuch in der schulartunabhängigen Deutschklasse des JEG

Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe folgen der Einladung der Deutschklasse am diesjährigen Kultur- und Fremdsprachentag des JEG

„Herzlich Willkommen“, so schallt es auf Deutsch, aber auch in zahlreichen anderen Fremdsprachen wie Armenisch, Polnisch, Ukrainisch, Bulgarisch oder Persisch den neugierigen Siebtklässlerinnen und Siebtklässlern im Klassenzimmer der Deutschklasse des JEG entgegen. Dass die „Deutschklasse“ aus dem Rahmen fällt, wird allen auf den ersten Blick klar, denn überall sind an den Gegenständen des Klassenzimmers laminierte Kärtchen mit den entsprechenden Begriffen auf Deutsch und auf Englisch befestigt.

In der sog. „schulartübergreifenden Deutschklasse“ des JEG werden nämlich erst vor Kurzem zugewanderte Schülerinnen und Schüler unterrichtet, die aufgrund ihres Alters den Jahrgangsstufen 5 und 6 zuzuordnen sind, jedoch dem Unterricht in Regelklassen wegen mangelnder Kenntnis der deutschen Sprache noch nicht folgen können.

Deshalb war die Aufregung seitens der „Deutschklasse“ zunächst groß, als sie mit dem Vorschlag konfrontiert wurde, im Rahmen des jährlichen Kultur- und Fremdsprachentages des JEG den Schülerinnen und Schülern der 7. Jahrgangsstufe Einblicke in ihre Herkunftsländer und Muttersprachen zu gewähren. Umso stolzer kann sie nun sein, da sie gezeigt hat, dass sie bereits in der Lage ist, auf Deutsch mit selbst gestalteten Plakaten ihre Heimatländer kurz vorzustellen. Danach durften ihre Gäste in Gruppen aktiv mehr über die Besonderheiten der verschiedenen Sprachen herausfinden. So konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Namen oder einen Gruß auf Kyrillisch und Persisch schreiben, Alltagsfloskeln auf Türkisch einüben, in verschiedenen Sprachen bis 10 zählen lernen oder einen polnischen Zungenbrecher aufsagen. „Nicht gut, nicht schlecht!“, war zumeist das diplomatische Urteil des kompetenten jungen polnischen Sprachlehrers  an dieser Station.

Am Ende der Stunde wurden die Gäste dann mit einem vielsprachigen Gruß in die Pfingstferien verabschiedet. Ein Kompliment sei an dieser Stelle an die Siebtklässlerinnen und Siebtklässler gerichtet, die äußerst interessiert und diszipliniert den Ausführungen der Schülerinnen und Schüler der Deutschklasse gefolgt sind, was sicherlich dazu beigetragen hat, dass diese ihre Nervosität schnell ablegen konnten. Als Dankeschön für all ihre Mühen wurde den engagierten Referentinnen und Referenten ein Eisgutschein überreicht, den sie am Wandertag mit ihrer Klassenleiterin einlösen werden.

Ein großes Dankeschön geht auch an alle Lehrkräfte, die die Schülerinnen und Schüler der Deutschklasse auf diese Aktion vorbereitet haben, insbesondere an Frau Dr. Strubel, die die Deutschklasse durch diesen Tag begleitet hat.

Anja Hirdina

Starker Auftritt – unsere Handballerinnen sind Bayerischer Meister

Nach erfolgreicher Anreise samt Übernachtung in Augsburg, ging es für unsere Handballerinnen der Wettkampfklasse II am vergangen Mittwoch weiter zum Landesfinale nach München. Die Marschroute war klar: Den hoch eingeschätzten Münchnerinnen vom Luise-Schröder-Gymnasium so lange wie möglich Paroli bieten und mutig auftreten.

Von Beginn an entwickelte sich ein intensives und spannendes Spiel mit mehreren Führungswechseln. Unsere Elsenfelderinnen zeigten sich spielfreudig und kämpferisch, mussten jedoch immer wieder technische Fehler hinnehmen, die die Gegnerinnen im Spiel hielten. Zur Halbzeit lag das Team aus Elsenfeld knapp mit 16:17 zurück – eine bislang starke Leistung gegen den Favoriten.

Mit dem Ziel, die Fehlerquote zu senken und das Passspiel zu stabilisieren, startete das Team von Sportlehrer Bernd Gehring konzentriert in die zweite Halbzeit. Mit nur noch ganz wenigen Ballverlusten kamen die JEG Mädels mit der offensiven Abwehr der Münchnerinnen immer besser zurecht und zogen Tor um Tor davon. In dieser Phase glänzte Tina Schüssler im Tor mit mehreren starken Paraden, die der Mannschaft zusätzliche Sicherheit gaben und Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf sechs Tore anwachsen ließen.

Fünf Minuten vor Schluss lag das Julius-Echter-Gymnasium mit einem komfortablen 28:23 in Front. Durch ruhig vorgetragene Angriffe konnte man die Partie kontrolliert zu Ende zu bringen – auch wenn man dafür in der Schlussphase den einen oder anderen Gegentreffer in Kauf nahm. Am Ende stand ein hochverdienter 31:29-Erfolg auf der Anzeigetafel. Dank einer großartigen Mannschaftsleistung belohnten sich unsere Spielerinnen mit dem Sieg im Landesfinale und damit der Bayerischen Meisterschaft.

Großer Dank gilt auch den Vereinen, TV Niedernberg, JSG Wallstadt und TuSpo Obernburg, deren Arbeit für die Entwicklung der Spielerinnen entscheidend war und ist. Ohne das Engagement der Vereinstrainer/innen wäre ein derartiger Erfolg auf schulischer Ebene nicht möglich.

Gehring

Römischer Thermenzauber direkt vor der Schultür – Lateinschüler auf Spurensuche im Elsavamar

Balnea faciunt vitam! – Die Bäder machen das Leben aus! Dieser Lebensweisheit aus der römischen Antike stimmen sicherlich auch heute noch viele Menschen zu, denn Saunen und Erlebnisbäder sind bei Groß und Klein nach wie vor ein beliebtes Freizeitvergnügungen. Und dass sich unsere heutigen Badegewohnheiten gar nicht so sehr von denen der alten Römer unterscheiden, konnten zwei sechste Klassen des Julius-Echter-Gymnasiums hautnah erleben, als sie sich aufmachten, das Geheimnis antiker Badekultur zu entdecken.

Im Rahmen eines Unterrichtsgangs wagten sich die jungen Lateinerinnen und Lateiner gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Frau Ebert und Frau Freudenberg auf eine kleine Zeitreise. Nur ein paar Schritte trennten sie von ihrem Ziel: den Römerthermen des Elsavamar.

Dort angekommen erwartete sie nicht nur ein sehr engagiertes Team des Schwimmbads, sondern auch eine weitere Überraschung: Herr Joachim Oberle, Vorsitzender des Freundeskreises des JEG, empfing die Schülerinnen und Schüler in voller historischer Gewandung als Praefectus cohortis – ein römischer Amtsträger aus dem antiken Nemaninga, dem heutigen Obernburg. Mit viel Begeisterung und Sachverstand führte er in die faszinierende Welt der römischen Badetradition ein.

Dass die Römer bereits über ein durchdachtes Fußbodenheizsystem verfügten, sorgte für großes Staunen: Das sogenannte Hypokaustum verteilte warme Luft unter dem Boden und sorgte für die jeweils richtige Temperatur – und teils so heiße Fußböden, dass Besucher damals Holzsandalen tragen mussten, um sich nicht die Füße zu verbrennen. Neben dem hygienischen Aspekt des täglichen Thermenbesuchs kam auch Wellness nicht zu kurz: Eine wohltuende Massage im Tepidarium war fester Bestandteil des Badeerlebnisses. Und wer nach Hitze und Entspannung Abkühlung suchte, fand diese im Frigidarium, dem kalten Wasserbecken.

Zum Abschluss tauchten unsere Schülerinnen und Schüler bei einem Hörspiel und den Düften eines mediterranen Zitronenaufgusses komplett in die antike Thermenwelt ein.

Am Ende dieses gelungenen Ausflugs, den einige Schüler gerne mit einem Bad im Eiswasser gekrönt hätten, verabschiedete sich der Praefectus cohortis mit einem kräftigen „Valete!“ und entließ die beiden Klassen voller Eindrücke und neuem Wissen über das alltägliche Leben im alten Rom – ein Unterrichtsgang, der garantiert in Erinnerung bleibt.

Freudenberg/Ebert

Onkel Heinz hat jetzt Hausverbot

Am 04. Juni wurde am Julius-Echter-Gymnasium das interaktive Theaterstück „Hau ab!“ im Rahmen der Missbrauchsprävention für die diesjährigen 5. Klassen aufgeführt. Das Stück greift das Thema sexuellen Kindesmissbrauch auf kindgerechte Weise auf und vermittelt Strategien, die Kinder davor möglicherweise bewahren können. Dirk Bayer spielt bei diesem Theaterstück mit großer Empathie und Humor eine Vielzahl von Personen aus dem Alltag der Schülerin Annemarie, die von Selina Fruechtl verkörpert wird. In der interaktiven Aufführung werden die Kinder immer wieder in Szenen eingebunden, damit sie zeigen können, wie auf fremde Personen adäquat reagiert werden sollte. Diese Szenen umfassen beispielsweise die Begegnung mit einem ortsunkundigen Passanten auf dem Schulweg oder einem zudringlichen Fußgänger. Auch das sensible Thema Missbrauch im weiteren familiären Umfeld spart die Aufführung nicht aus. Am Beispiel von Onkel Heinz, der für Kinokarten Küsschen von Annemarie einfordert und sogar zudringlich wird, zeigt das Stück einen solchen Vorfall. Das Einschreiten der Eltern von Annemarie gipfelt schließlich in einem Hausverbot für Onkel Heinz. Da solche Vorkommnisse manchmal von Eltern nicht ernst genommen werden, weist die Schauspieltruppe darauf hin, dass sich die Kinder auch an andere Lieblingsmenschen (z.B. Oma, Opa, Lehrkräfte, …)wenden können.Anonym könnensich Kinder beider Nummer gegen Kummer (116111) anvertrauen, um Hilfe in derartigen Notlagen zu bekommen. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an den Elternbeirat und das Landratsamt Miltenberg (Bereich Erzieherischer Kinder – und Jugendschutz), die durch ihre Bezuschussung die Kosten für die Eltern in einem erträglichen Rahmen hielten.  

Pöhner

Ferienöffnungszeiten

In den Pfingstferien ist das Sekretariat des Julius-Echter-Gymnasiums täglich von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr besetzt.

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Telefonisch erreichen Sie uns unter 06022-8393