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Autor: Chris Ziegler

Den Kindern ganz nah – Martine Letterie stellt ihr Buch „Kinder von fern“ am JEG vor

„Warum schreibst du vom Krieg, wenn du noch keinen erlebt hast, wir aber schon?“ – Mit dieser Frage wurde Martine Letterie im Rahmen einer Lesung während der Corona-Pandemie von einer Schülerin konfrontiert. So entstand der Wunsch, Flüchtlingskindern eine Stimme zu verleihen und ihre Erlebnisse in dem Buch „Kinde von fern“ aufzuschreiben.

Martine Letterie besuchte am 15.07.2025 im Rahmen des White Ravens Festivals, welches von der internationalen Jugendbibliothek in München veranstaltet wird, das Julius-Echter-Gymnasium und stellte ihr soeben neu erschienenes Buch „Kinder von fern“ knapp 100 Schülerinnen und Schülern der fünften Jahrgangsstufe vor.

Zunächst durften der Schriftstellerin allerlei Fragen gestellt werden. Diese reichten von der Anzahl von ihr verfassten Bücher über die Ideensammlung für ihre Geschichten bis zu den Verdienstmöglichkeiten als Autorin. Die fünfte Jahrgangsstufe zeigte sich sehr interessiert und lauschte dann gebannt den Worten der ehemaligen Lehrerin, als sie die Entstehungsumstände zu ihrem aktuellen Buch darlegte.

Interaktiv ging es weiter, denn nun sollten als besondere Aufgabe alle einen Brief aus Samuels Sicht an seinen Opa schreiben. Hier wollten die kreativen Köpfe gar nicht mehr mit dem Schreiben aufhören, aber schließlich waren alle Werke eingesammelt und Martine Letterie präsentierte einige von ihnen. Als besondere Überraschung wurden drei Kinder ausgelost, welche ein Buch von ihr geschenkt bekamen. Abschließend erhielten alle noch eine signierte Autogrammkarte. Die fünften Klassen waren sehr beeindruckt und begeistert von der Lesung am Julius-Echter-Gymnasium.

Die Lesung hat wieder eindrucksvoll gezeigt, dass in einer Welt voller Krisen und Probleme der persönliche Austausch, das einander Zuhören und das von einander Lernen sehr wichtig sind. Literatur kann Erlebtes verarbeiten und aufarbeiten, Literatur kann neue Verständniswege eröffnen. Literatur kann zu einem Perspektivwechsel beitragen. Auch bei schwierigen Themen wie Flucht und Vertreibung. Gerade, wenn sie so lebendig und warmherzig präsentiert wird wie von Martine Letterie.

Kneisel

Erfolg beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen für JEG

Eine Gruppe talentierter Schülerinnen der Klasse 8B des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld hat beim diesjährigen Bundeswettbewerb Fremdsprachen in der Kategorie TEAM Schule einen beachtlichen Erfolg erzielt. Mit ihrem englischsprachigen Beitrag „Common mental illnesses in teenagers“ gewannen die Schülerinnen Emma Eisert, Mia Müller, Maria Schäfer und Greta Wengerter einen zweiten Preis auf Landesebene.

Der Wettbewerb, der Lernende aus ganz Deutschland dazu ermutigt, ihre Fremdsprachenkenntnisse kreativ einzusetzen, bot der Gruppe die Gelegenheit, ein aktuelles und wichtiges Thema zu bearbeiten. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema und die überzeugende Präsentation spiegeln das Engagement und die Teamarbeit der Schülerinnen wider.

Zur Würdigung dieses Erfolges wurden die Schülerinnen gemeinsam mit ihrer betreuenden Lehrkraft Petra Voß zur bayerischen Landespreisverleihung im Max-Joseph-Saal der Münchner Residenz eingeladen. Dort hatten sie die Gelegenheit, ihre Leistungen zu feiern und sich mit anderen erfolgreichen Teams auszutauschen. Kultusministerin Anna Stolz betonte im Vorfeld die Bedeutung von Sprachen in der heutigen Welt: „Sprachen verbinden – sie öffnen Türen, schaffen Verständnis und machen neugierig auf die Welt. Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen ist dafür die perfekte Bühne.“

Petra Voß war sehr stolz auf die Leistung der Schülerinnen: „Dieser Erfolg ist eine wunderbare Anerkennung für die Arbeit und den Einsatz, den meine Schülerinnen gezeigt haben.“

Der Gewinn des zweiten Preises ist ein Beweis dafür, dass Engagement und Zusammenarbeit zu großartigen Ergebnissen führen können. Ministerialdirigent Dr. Wolfgang Mutter gratulierte stellvertretend für die Kultusministerin und lobte die Schülerinnen und Schüler für ihre beeindruckenden Leistungen: „Herzlichen Glückwunsch zu diesen Spitzenleistungen! In einer immer stärker vernetzten Welt sind Sie mit Ihren kreativen und durchdachten Projekten genau am Puls der Zeit.“

Wir gratulieren den Schülerinnen herzlich zu diesem Erfolg und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg und Freude beim Lernen und Entdecken neuer Herausforderungen!

Voß

„Der Herr der Diebe“: Spannendes Schultheater am JEG

Venedig –nicht nur Traumziel für verliebte Milliardäre, sondern für jeden, der seinem tristen Alltag entkommen will. Auch die Brüder Prosper und Bo sind auf Flucht: Nach dem Tod ihrer Mutter sollen sie voneinander getrennt werden. In Venedig treffen sie den „Herrn der Diebe“ und ein märchenhaftes Abenteuer beginnt. Auf die Bühne, sprich die Aula des Julius-Echter-Gymnasiums, gebracht hat das gleichnamige Stück nach einem Roman von Cornelia Funke die Mittelstufen-Theatergruppe mit ihrer Regisseurin Lone Wulff am 3. Juli.

Prosper (Lily Kraske) und sein kleiner Bruder Bo (Maria Schäfer) verstecken sich vor ihrer Tante Esther (Mia Müller) und ihrem ebenfalls Kinder eher hassenden Gatten Max (Mathilda Rein). Denn die beiden wollen nur Bo adoptieren, der kleine Prosper soll ins Waisenhaus. Dafür dass sich die zahlreich erschienen Zuschauer ebenfalls in die Lagunenstadt versetzt fühlen, sorgt die AG „Schulspiel und Kulissen“ von Vera Henzel mit ihrem bunten und bis ins Detail liebevoll gestalteten Bühnenbild. Großartig etwa das chaotische Büro von Detektiv Getz (Helena Dörr), der Prosper und Bo im Auftrag von Tante und Onkel finden soll. Helena verkörpert den sympathischen Detektiv, der sich am Schluss gegen seine Auftraggeber stellt und zum Freund der Ausreißer wird, mit sichtlicher Freude und perfektem Timing. Das gilt natürlich ebenfalls für die anderen Mitglieder des spiellustigen und sehr textsicheren Ensembles, so dass Souffleuse Nele Ramstöck nicht gebraucht wurde.

Gemeinsam mit Wespe (Greta Wengerter), Riccio (Tina Schüßler) und Mosca (Felix Dominik), allesamt ohne Eltern, folgen Prosper und Bo Scipio, dem Herrn der Diebe (Mia Leibmann), den sie bald als Betrüger entlarven werden. Denn der angeblich arme Schlucker entpuppt sich als Sohn aus reichem Hause, der unter seinem kaltherzigen Vater, Dr. Massimo (Emma Eisert) zu leiden hat. Doch dann erhält Scipio den Auftrag eines Conte, von Danica Adams herrlich zwielichtig dargestellt, etwas aus dem Haus von Ida Spavento (Mia Buhleier) zu stehlen, einen Gegenstand mit magischen Kräften, der das Leben aller an der Geschichte Beteiligten mehr oder minder stark verändern wird – und das Verhältnis des Herrn der Diebe zu seiner Bande kitten kann. Auch das Schicksal von Bo und Prosper wendet sich schließlich zum Guten.

Es bereitet großes Vergnügen, bei diesem Theaterevent dabei zu sein; Spielleiterin Wulff hat alle Register gezogen: Rasant und spannungssteigernd reiht sich Szene an Szene, bis hin zu einer grandiosen Verfolgungsjagd im Boot durch die Kanäle des nächtlichen Venedigs. Auch die Rollenverteilung passt, jede Figur überzeugt. Lily und Maria als Brüderpaar agieren gekonnt miteinander und Mia als Meisterdieb Scipio hat am Höhepunkt des Stückes einen großen Auftritt, als er sich vom Kind zum Erwachsenen verwandelt und so seinem fiesen Vater entkommt – dank eines alten magischen Karussells, dessen fehlendes Teil der Conte hat stehlen lassen. Und nicht zu vergessen die tolle Leistung von Mirka Frank in der Rolle des Hehlers Barbarossa, der nicht nur ahnungslose Touristen sondern auch die Kinderbande übers Ohr hauen will. Dabei zerstört Barbarossa das Karussell, so dass es in Flammen aufgeht, was durch rot flackernde Scheinwerfer schaurig illuminiert wird; nur einer von vielen Coups des Technik-Teams von Sebastian Tausch.

Begeistertes Händeklatschen am Ende des Stückes ist der Lohn für die vielen Probestunden und auch das Signal, dass man aus Venedig wieder ans JEG und den Schulalltag zurückgekehrt ist. Schade!

Thum

P-Seminar Sport „Fit & active kids” startet durch

Nach einer Planungsphase von fast einem Jahr war er da: unser Projekttag für die 6. Jahrgangsstufe am 03.07.25.

Nach dem schweißtreibenden Aufbau des Geräteparcours in einem Hallendrittel und weiteren Bewegungsstationen in den anderen Dritteln der Untermainhalle trafen die Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe auch schon ein. Im Zuge eines Aufwärmspiels wurden sie in drei Gruppen eingeteilt, die dann in Laufe der 1. und 2. Unterrichtsstunde die unterschiedlichsten Aufgaben wie z.B. Mattenrutschen und Tabata, Rollbrett-Parteiball und natürlich den abwechslungsreichen Parcours bewältigten.

In den Unterrichtsstunden 3 und 4 stand dann ein Theorie-Input auf dem Programm. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wählten sich in eines der angebotenen Themen ein und beschäftigten sich intensiv mit folgenden Fragestellungen: „Die Energie in dir – wie unser Körper Nahrung in Energie verwandelt.“, „Gesundes Essen: Dein Turbo für Körper und Kopf.“, „ Influencer, Sport und Gesundheit.“  oder „Ungesunde Ernährung – das trennt dich von deiner Höchstleistung.“

Mit Bewegung startete dann die letzte Doppelstunde und in Kleingruppen wurde getanzt, Fußball bzw. Spikeball gespielt oder neue und amüsante Gruppenspiele ausprobiert. In abschließenden Feedbackrunden wurde der Tag mehrheitlich gelobt und einige O-Ton-Stimmen lauteten „Cool, dass wir so viel Neues ausprobieren konnten und ganz oft die Wahl hatten.“ oder „Jetzt weiß ich viel mehr über gesunde Lebensmittel.“

                                                           Für das P-Seminar Sport: Röthlein