Am 29. Juli fand das alljährliche Beachvolleyballturnier unserer Jahrgangsstufen 9 bis 12 statt. Bei angenehm trockenem Wetter und immer wieder durchbrechender Sonne kämpften 13 motivierte Teams zunächst innerhalb ihrer Jahrgangsstufen um den Gruppensieg, bevor in jahrgangsstufenübergreifenden Spielen der Schulsieger ermittelt wurde.
Im spannenden Finale traf das Team der Klasse 9A auf den Deutschkurs von Herrn Thum. Die 9A musste in diesem Spiel ihre einzige Niederlage des Turniers hinnehmen und unterlag knapp mit 21:25. Trotz des sportlichen Ehrgeizes herrschte auf dem gesamten Turniergelände durchweg gute Stimmung – bei den Schülerinnen und Schülern ebenso wie bei den Lehrkräften.
Ein herzlicher Dank gilt dem Elternbeirat, der nicht nur die Preise für die Siegerehrung finanzierte, sondern auch die Platzgebühren übernahm.
Die 7. Jahrgangsstufe des Julius-Echter Gymnasiums erkundet das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer
Für die gesamte 7. Jahrgangsstufe des Julius-Echter Gymnasiums ging es vom 21. 7. bis zum 26. 7. für 6 Tage auf die ostfriesische Insel Borkum. Diese ist die westlichste und zugleich größte ostfriesische Insel und dementsprechend viel gab es für die Schülerinnen und Schüler zu entdecken. Ein abwechslungsreiches Programm mit naturkundlichen Exkursionen, Baden in der Nordsee und vielen verschiedenen Sportmöglichkeiten garantierte eine erlebnisreiche Klassenfahrt.
Die Unterkunft, die Jugendherberge Borkum, eine der größten Jugendherbergen Deutschlands,ließ nichts zu wünschen übrig: Die Siebtklässler hatten ein ganzes Stockwerk für sich allein und das reichhaltige Frühstücksbuffet und die verschiedenen Gerichte beim Abendessen wurden von den sehr gelobt.
Die Besonderheiten des Lebensraums Wattenmeerdas als UNESCO-Weltnaturerbe anerkannt ist, und die Vielfalt der Pflanzen und Tiere erlebten die Jugendlichen bei einer Wattführung sozusagen mit allen Sinnen. Beim Wandern durch das Schlickwatt wurden vor allem auch der Geruchssinn („iiiiih das stinkt“) und der Tastsinn („das ist ja voll schleimig“) intensiv angesprochen. Die Vielfalt der Landschaftsformen – Salzwiesen, Dünen, Marschflächen, Strand – wurde bei den täglichen Fahrradexkursionen sichtbar. Insgesamt legte jeder Teilnehmer in der Woche ungefähr 100 Kilometer auf dem Fahrrad zurück; Eine wirklich sportliche Leistung!
Zur Erholung ging es fast jeden Tag nachmittags an den Strand, und wer Lust hatte, konnte bei frischen 20°C am bewachten Strand in der Nordsee baden oder beim großen Sandburgenwettbewerb herausfinden, welche Klasse die kreativsten Baumeister besitzt.
Am Abend waren dann Spiele und Sport angesagt. Besonders intensiv wurde der Fußballplatz genutzt, aber auch Baseball, eigentlich in den USA beheimatet, wurde von vielen Schülerinnen und Schülern als Sportart entdeckt. Wer keine Lust mehr auf Bewegung hatte, konnte den Tag auch ganz gemütlich auf dem Deich mit Singen und Sonnenuntergang ausklingen lassen.
Bei genauerem Nachdenken über Werbung und Social Media wird dieser pessimistischen Annahme wohl kaum jemand widersprechen. Denn dort sind wir und unsere Daten das Produkt, auch wenn der Zugang erstmal umsonst ist und angeblich unsere Interessen passgenau bedient. Doch auch bei kostenpflichtigen Produkten wirken bei uns als Zielgruppe Prozesse, die teils subtil, teils ganz bewusst unsere Einstellungen und Entscheidungen beeinflussen.
Am 23.07.2025 besuchte uns Dr. Anand Krishna von der Universität Würzburg, um den 8. Klassen im Rahmen des Medienführerscheins diese Prozesse näherzubringen und Strategien zu zeigen, wie man sich dagegen wappnen kann.
Interessant war dabei zunächst, dass Einstellungen (zu Produkten/ Marken/ politischen Themen) grundsätzlich durch kontinuierliche Begegnung, v.a. im Bekanntenkreis entstehen oder sich verändern. Besonders wirksam sind dabei ‚kognitive Dissonanzen‘, also Widersprüche zwischen der Realität und meinen Einstellungen (z.B. Ich rauche, weiß aber eigentlich, dass es ungesund ist). Diese Widersprüche werden durch Anpassung der eigenen Gedanken versucht aufzulösen.
Die mitunter stärkste Kraft bei Einstellungen und Entscheidungen bildet unsere Suche nach Bestätigung. Um uns selbst oder unser Bild von Dingen zu bestätigen, verzerren wir teilweise sogar die Welt, wie wir sie erfahren. Daraus resultieren v.a. im Internet die bekannten Echokammern (oder Filterblasen).
Die Werbeindustrie macht sich diese Prozesse gewinnbringend zunutze. Neben den bekannten „Tricks“ (Rabatte, Black Friday, Vermittlung eines Lifestyles), will die Werbung Bedürfnisse schaffen und dem Konsumenten die dringend gesuchte Bestätigung verschaffen. Häufig werden die Botschaften auch mit bekannten Gesichtern (Influencer!) verknüpft.
Wie kann ich mich aber davor schützen? Grundsätzlich sollte man kritisches Denken als eigenen Wert pflegen. Überzeugungsversuche sind schwächer, wenn eine manipulative Absicht unterstellt wird. Auch sollte man sich selbst kennen: Welche Angewohnheiten habe ich und was löst sie aus? Warum glaube ich etwas und was wäre nötig, um mich vom Gegenteil zu überzeugen? Gerade für Jugendliche macht es in Bezug auf zu hohe Ausgaben durchaus Sinn, vermehrt Bargeld statt der EC-Karte zu nutzen, sich ein wöchentliches Budget zu setzen oder ganz einfach sichtbar zu machen, wofür ich online Geld ausgebe (z.B. Lootboxen in Videospielen).
Die Europäische Union im Praxistest: Am Projekttag am 21. Juli im Fach Politik und Gesellschaft nahmen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des JEG an einem digitalen Planspiel teil, das von der EU-AG unter der Leitung von Stefan Carolan und Marcel Giloj organisiert worden war.
Ziel des Planspiels war es, den Prozess der EU-Gesetzgebung kennenzulernen, indem in Gruppen ein Gesetz zu einem aktuellen politischen Thema entworfen wurde. Die Teilnehmenden schlüpften in die Rollen verschiedener Akteure innerhalb der Europäischen Union und verhandelten miteinander, um einen gemeinsamen Gesetzesentwurf gegen Fake News und Hate Speech im Internet zu erarbeiten. Dabei vertraten sie die Interessen unterschiedlicher Mitgliedsstaaten und Institutionen der EU.
Das Planspiel wurde digital von Mitgliedern der EU-AG angeleitet und bot den Schülerinnen und Schülern einen praxisnahen Einblick in demokratische Entscheidungsprozesse auf europäischer Ebene. Neben dem politischen Verständnis förderte die Veranstaltung auch Teamarbeit, Verhandlungsgeschick und kritisches Denken, welche ebenso wichtige Kompetenzen für die aktive Teilhabe an unserer Gesellschaft darstellen.