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Autor: Chris Ziegler

Zeitzeugengespräch der 11. Jahrgangsstufe mit Dr. Charlotte Knobloch

„Es ist gut, dass man weiß, was Menschen Menschen antun können!“

Am 20. November 2025 fand für unsere 11. Jahrgangsstufe ein eindrucksvolles Online-Gespräch mit Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch statt. Organisiert von der Friedrich-Ebert-Stiftung, bot die Veranstaltung über 4.000 Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland die Möglichkeit, von einer der letzten lebenden Zeitzeuginnen des Holocaust zu lernen.

Dr. Knobloch, die als Kind die Pogromnacht erlebte und unter dramatischen Umständen die NS-Zeit überlebte, teilte ihre bewegte und bewegende Lebensgeschichte mit den Jugendlichen. Sie sprach über die schmerzhaften Erinnerungen an persönliche Ausgrenzungserfahrungen in ihrer Kindheit und rief die junge Generation dazu auf, sich aktiv gegen Vorurteile und Antisemitismus einzusetzen.

Besonders eindringlich war ihr Bericht über die Menschen, die ihr in den dunkelsten Zeiten unter Einsatz ihres eigenen guten Rufes und Lebens halfen. Sie erzählte von der katholischen Bauernfamilie in Mittelfranken, die das jüdische Mädchen unter falschem Namen versteckte und als uneheliche Tochter ausgab und dem örtlichen Pfarrer, der nicht nur davon wusste, sondern ihr auch half, die falsche Identität aufrechtzuerhalten, indem er ihr beispielsweise zeigte, wie sie sich beim sonntäglichen Kirchgang zu verhalten hatte, um nicht aufzufallen. Diese Geschichten von Mut und Menschlichkeit standen im Kontrast zu den Schrecken, die sie erlebte, und verdeutlichten die Bedeutung von Solidarität in schwierigen Zeiten.

Nach Kriegsende wollte Charlotte Knobloch eigentlich nicht zurück nach München, „zu den Menschen, die uns so schlecht behandelt haben“ und jetzt plötzlich freundlich zu ihr waren, um sich selbst „reinzuwaschen“. Doch es kam anders, obwohl ihre Koffer noch jahrzehntelang gepackt blieben, um Deutschland zu verlassen.

Den wieder zunehmenden Antisemitismus und die mancherorts deutlich spürbare Menschenverachtung beobachtet sie mit großer Sorge. Ihre Botschaft ist klar: Erinnern ist unerlässlich, um die Werte von Demokratie und Menschlichkeit zu verteidigen.

Am Ende des Gesprächs appellierte sie an die Schülerinnen und Schüler, sich aktiv für eine offene und tolerante Gesellschaft einzusetzen. „Es liegt in eurer Hand, die Zukunft zu gestalten“, rief sie ihnen zu.

Die Veranstaltung hinterließ einen nachhaltigen Eindruck und regte zum Nachdenken an. Die authentischen und eindringlichen Schilderungen der 93-Jährigen Charlotte Knobloch ermutigten die Jugendlichen, sich für ihre Überzeugungen einzusetzen und sich gegen jede Form von Diskriminierung zu stellen.

Voß

„Das geht uns alle an!“ – Podiumsdiskussion zur Energiewende am Julius-Echter-Gymnasium

„Worauf sind Sie bereit zu verzichten, damit die Energiewende gelingt?“ – mit dieser zugespitzten Frage beschlossen die Moderatorinnen des Leistungsfachs Politik und Gesellschaft (Jahrgangsstufe 13) die Podiumsdiskussion am Julius-Echter-Gymnasium zum Thema „Energiewende“. Prompt kam die Gegenfrage aus dem Publikum: „Worauf ist die Jugend bereit zu verzichten?“ Nicht nur in diesem Moment wurde deutlich, wie kontrovers und emotional die Umsetzung der Energiewende regional und überregional diskutiert wird.

In der Aula des Julius-Echter-Gymnasiums trafen sich am 13. November Vertreter aus Politik, Verwaltung, Medien und Praxis mit Schülerinnen und Schülern, um über Fakten, Fakes und Perspektiven der Energiewende zu sprechen. Auf dem Podium nahmen Thomas Becker, Mitglied des Kreistages Miltenberg und des Marktgemeinderats Elsenfeld, Andreas Hoos, Klimaschutzmanager des Landkreises Aschaffenburg, Karlheinz Paulus, Architekt, Energieberater und Geschäftsführer der Main-Energie, zugleich Vorstand der Energieagentur Unterfranken e.V. und der Energiegenossenschaft Untermain eG, Martin Schwarzkopf, Chefredakteur des Main-Echo und Birte Martin, Schülerin im Leistungsfach Politik und Gesellschaft Platz.

Das Moderatorenteam der Q13 verstand es, die Diskussion mit pointierten Fragen und Denkanstößen zu beleben. Zahlreiche kritische Wortmeldungen aus dem Publikum machten deutlich, dass die Energiewende nicht nur ein technisches Projekt ist, sondern auch eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die jede und jeden betrifft.

Die Podiumsdiskussion war eingebettet in die Präsentation einer Wanderausstellung, die von der digitalen Bildungsplattform fabuly initiiert und gemeinsam mit dem Julius-Echter-Gymnasium umgesetzt wurde. 18 Schülerinnen und Schüler des Leistungsfachs Politik und Gesellschaft hatten in intensiver Projektarbeit recherchiert, Quellen geprüft und sich mit Desinformation sowie Deepfakes auseinandergesetzt. Die Ausstellung beleuchtet Chancen und Herausforderungen der Energiewende, räumt mit Mythen auf und zeigt, wie Meinungsbildung, Medien und demokratischer Diskurs ineinandergreifen.

In der Gestaltung der Ausstellung wie auch im Verlauf der Diskussion wurde deutlich: Ohne Energiewende verschärfen sich die Folgen des Klimawandels. Neue Energieversorgungsmöglichkeiten, Einsparungen und veränderte Mobilität sind notwendig – verbunden mit Veränderungen und Verzicht. Die Frage, wie der Spessart und die Lebensperspektiven der Jugendlichen aussehen, wenn die Energiewende nicht gelingt, verlieh der Debatte besondere Dringlichkeit.

Die Veranstaltung endete mit einem klaren Appell: Nur durch offenen Austausch und die Anerkennung wissenschaftlicher Befunde lassen sich Spaltungen überwinden und Zukunft gestalten.

Pfefferer

Hurra! Die neuen iPads sind da!

1:1 Ausstattung mit geförderten iPads am JEG komplett

Aufgeregte Schülerinnen, die fröhlich durch die Gänge hüpfen. Pakete, die glücklich ins Klassenzimmer getragen werden. Strahlende Schüleraugen: Ja ist denn heut‘ scho‘ Weihnachten? Den Eindruck hatte am 12.11. jeder, der in den letzten beiden Schulstunden durch die Gänge des Obergeschoßes des JEG ging.

Weihnachten war natürlich nicht. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 erhielten ihre iPads, die sie im Rahmen des Projekts „Digitale Schule der Zukunft (DSdZ)“ bestellt hatten. Dank 350 Euro Förderung vom Freistaat Bayern kann sich somit jeder Schüler bzw. dessen Eltern ein digitales Endgerät für den Unterricht leisten. Denn beim kostengünstigsten Angebot sind dank sogenanntem „Edu-Rabatt“ nur 8 Euro Zuzahlung nötig. Während der Unterrichtszeit sorgt Systembetreuer Chris Ziegler dafür, dass durch die Einbindung ins Schulnetzwerk nur die für den Unterricht zugelassenen Apps genutzt werden können. Individuell verwendet wird das Tablet erst nach Schulschluss. Damit ist die 1:1 Ausstattung am JEG in den dafür in Frage kommenden Jahrgangsstufen 8 bis 11 komplett realisiert. 

Anders als bei Christkind, Weihnachtsmann und Co., bei denen niemand so recht weiß, wie sie es schaffen, an einem Tag allen Kindern die gewünschten Geschenke ins Haus zu liefern, weiß man am JEG sehr genau, wer alles mitgeholfen hat.

Da wären zuerst diejenigen, welche die Informationsveranstaltung und die vielen Beratungsgespräche für die Eltern, die natürlich genau wissen wollen, welche Vor- und Nachteile mit dem Konzept „DSdZ“ verbunden sind, durchgeführt haben. Ist man vom pädagogischen Konzept am JEG überzeugt, dann geht es ans Bestellen. Doch halt! So einfach ist es in einem Land mit einer langen bürokratischen Tradition natürlich nicht. Zuerst müssen die Eltern einen Antrag auf Förderung stellen – das geht immerhin digital. Dann erfolgt eine Prüfung durch die Angestellten im Schulsekretariat und durch die Schulleitung. Erst wenn die Freigabe durch das Landesamt für Schulen erfolgt ist, kann im „ACS Schulshop“ online das gewünschte Produkt gekauft werden.

Jetzt kann es endlich losgehen! Die iPads sind da und warten auf ihren sinnvollen Einsatz im Unterricht. Damit alles klappt, unterstützen die Lehrkräfte Chris Ziegler, Jörg Giegerich und Alexandra Lattemann bei allen Details rund um die neuen iPads. Nur bei einer Sache können sie nicht helfen: „Mir fällt mein iPad bestimmt mindestens dreimal runter!“, so eine Schülerin der achten Klasse zu ihrer Freundin. Hoffentlich nicht!

Thum

Julius-Echter-Gymnasium zum fünften Mal als „Gute Gesunde Schule“ ausgezeichnet

Das Julius-Echter-Gymnasium in Elsenfeld wurde erneut für sein Engagement im Bereich Gesundheitsförderung ausgezeichnet. In der feierlichen Verleihung in der Allerheiligen Hofkirche der Münchener Residenz erhielt die Schule zum fünften Mal in Folge die Auszeichnung „Gute Gesunde Schule Bayern“. Insgesamt wurden an diesem Tag 376 Schulen aus ganz Bayern geehrt. Etwa 50 von ihnen, darunter das Julius-Echter-Gymnasium, konnten sich zum fünften Mal qualifizieren und tragen nun zusätzlich den Titel „Wegbereiter für Gesundheitsförderung“.

Die Auszeichnung würdigt Schulen, die Gesundheit, Wohlbefinden und gemeinsames Lernen bewusst und langfristig fördern. Am Julius-Echter-Gymnasium standen im vergangenen Jahr insbesondere die Stärkung von Resilienz sowie die Förderung von Bewegung im Mittelpunkt. Dabei spielte das schulische Mountainbike-Angebot eine besondere Rolle: Mit regelmäßigen Ausfahrten, Werkstattpraxis und dem Erleben von Natur und Teamgeist wird nicht nur körperliche Fitness unterstützt, sondern auch Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen gestärkt.

Das wiederholte Erreichen der Auszeichnung zeigt, dass Gesundheitsförderung am Julius-Echter-Gymnasium nicht als Einzelprojekt, sondern als Teil der Schulkultur verstanden wird. Für die Schulgemeinschaft ist der neue Titel „Wegbereiter für Gesundheitsförderung“ Ansporn, diesen Weg weiterzugehen und weiterhin ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte wohlfühlen und gemeinsam wachsen können.

J. Wagner

Ferienöffnungszeiten

In den Herbstferien ist das Sekretariat des Julius-Echter-Gymnasiums täglich von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr besetzt:

Montag, 03.11.2025 – Freitag, 07.11.2025

Bitte klingeln.

Telefonisch erreichen Sie uns unter 06022-8393.