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Autor: Chris Ziegler

Mathewettbewerb am JEG: Rekordbeteiligung!

Jeden Tag im Advent morgens den Adventskalender zu öffnen und dann ein Stück Schokolade zu bekommen, gehört für viele Kinder einfach zur Zeit vor Weihnachten dazu. Etwas ungewöhnlicher ist es, wenn sich anstatt der Süßigkeit eine Mathematikaufgabe hinter dem Türchen versteckt.

Diese Erfahrung machten auch dieses Jahr wieder die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe des Julius-Echter-Gymnasiums, die sich beim digitalen Adventskalender „Mathe im Advent“ der Deutschen Mathematiker Vereinigung (DMV) angemeldet hatten. Seit nunmehr zehn Jahren nimmt das JEG an dieser Aktion teil. Die Teilnehmerzahl ist von anfangs 15 auf nunmehr über 150 Schüler im Jahr 2024 stark angestiegen. Eine tolle Steigerung!

Vom 1. bis 24. Dezember galt es, täglich eine motivierende und schön illustrierte, mathematische Knobelaufgabe online zu lösen. Die unterschiedlichen Aufgabenstellungen fördern logisches Denken, Rechenfertigkeit, Kreativität und zeigen vor allem auch die Vielfalt der Mathematik. Für die Schülerinnen und Schüler verwandelte sich Mathematik in dieser Zeit vom normalen Unterrichtsfach mit Hausaufgaben zur spannenden Freizeitbeschäftigung. Ob allein, zusammen mit Schulfreunden oder den Eltern, Mathematik wurde zum Gesprächsstoff.

Mit insgesamt 23 Schülern war die Zahl der Teilnehmer, die alle 24 Aufgaben richtig gelöst hatten, so groß wie noch nie zuvor. 17 Schüler konnten mindestens 22 Aufgaben lösen und 21 Schüler schafften es, mindestens 13 Aufgaben richtig zu beantworten. Neben Urkunden erhielten diese Schüler als Anerkennung noch ein Knobelspiel. Für die finanzielle Unterstützung bedankt sich die Fachschaft Mathematik beim JEG-Elternbeirat. Aber auch wenn es nicht für einen dieser Preise gereicht hat, so haben die Teilnehmenden viel an Erfahrung gewonnen, sie haben erlebt, wie vielseitig Mathematik sein kann, und dass das Lösen von mathematischen Problemen auch Spaß machen kann.

Die Fachschaft Mathematik ist überzeugt davon, dass solche Aktionen dazu beitragen, die Mathematik als lebendiges und spannendes Fach zu präsentieren.

Heumann

Wertebotschafterausbildung in Unterfranken: Das JEG ist dabei!

Eine Woche intensive Projektarbeit, Kreativität und Engagement fanden ihren Höhepunkt im Schullandheim Leinach, als das Bayerische Kultusministerium die Urkunden an die frischgebackenen Wertebotschafter*innen in Unterfranken verlieh. Greta Wengerter, Schülerin am Julius-Echter-Gymnasium, war eine der ausgewählten 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und hatte nach der einwöchigen Ausbildung neue Freundschaften geschlossen und viele Ideen im Gepäck.

Vor Ort entwickelten die Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulen Unterfrankens Projekte, die auf eine Verbesserung des sozialen Klimas und der Wertevermittlung an ihren jeweiligen Schulen abzielen. Diese Projekte sollen in den kommenden Monaten umgesetzt werden und versprechen, einen nachhaltigen Einfluss auf das Schulleben zu haben. Vor der offiziellen Verleihung der Urkunden präsentierten einzelnen Schülergruppen ihre selbst gedrehten Videos. Dabei ging es um wesentliche Aspekte schulischen Zusammenlebens wie zum Beispiel: „Miteinander statt Gegeneinander“, „Hilfsbereitschaft“ und „Mut gegen Mobbing – du bist nicht allein“.

Auch Schulleiterin Petra Hein war bei der Abschlussveranstaltung in Leinach anwesend und zeigte sich von der Vielfältigkeit und dem Engagement der Schülerinnen und Schüler beeindruckt. „Die Ideen sind nicht nur kreativ, sondern auch wirklich altersgerecht, um das Bewusstsein für ein stärkeres Miteinander zu fördern“, kommentierte sie.

Am JEG wird Joachim Schweizer als Mittelstufenbetreuer Greta bei der Umsetzung der Ideen unterstützen. Hier wird es spannend zu beobachten sein, welche positiven Impulse in der Schulgemeinschaft am JEG gesetzt werden können, denn „Werte bilden“!

Thum

Glückwunsch! Texte vom JEG jetzt online veröffentlicht

Fast ein Jahr ist es her, da trafen sich am 11. März 2024 elf Schreibbegeisterte aus den damaligen Jahrgangstufen 8 bis 11 zu kreativen Übungen rund ums Schreiben. Geleitet wurde der Workshop von Sabrina Laue, Abiturientin am JEG und seit Jahren Mitherausgeberin des „turtle magazin(e)“ in München.

Soweit, so wenig Neuigkeitswert. Denkste! Denn am Ende des Workshops bot Laue an, die entstandenen Texte mit ihnen gemeinsam zu überarbeiten und sie dann in der Online-Ausgabe des Turtle zu veröffentlichen. Und nun ist es soweit: Die Schreibprodukte zum Thema „Leicht (sein)“ der Schüler*innen vom Julius-Echter-Gymnasium haben endlich die ihnen gemäße Bühne gefunden und können hoffentlich andere Schreibende dazu motivieren, ihre Texte nicht nur für’s stille Kämmerlein, sondern auch für zukünftige Leserinnen und Leser zu verfassen. Denn jede(r) Autor*in bahnt dem Leser den Weg zu neuen Gedanken und Einsichten.

So auch die jungen Talente vom JEG:

Für Hailie Neff ist „Leicht sein […], wenn mein Kopf schweigt [und] mein Herz summt.“ Annika Thiel hat sich den Tanz zur Metapher gewählt, um daran anknüpfend ihren Assoziationen freien Lauf zu lassen. Lukas Spielmann wartet mit einem kurzen Essay auf, in dem er den Bedeutungsnuancen von „leicht“ feinfühlig nachspürt. Maya Kroth schließlich widmet dem Thema ein Gedicht, in dem sich laute und leise Töne zu einem gelungenen Ganzen runden.

Neugierig geworden? Dann empfehle ich unbedingt, den folgenden Link anzuklicken und alle Texte im originalen Wortlaut zu lesen:

https://www.turtlemagazin.com/post/leichtes-schweres-schreiben-schreibworkshop-mit-den-sch%C3%BCler-innen-des-jeg-elsenfeld

Zum Schluss noch ein kleiner, nicht ganz uneigennütziger Hinweis: Wenn du, lieber Leser, geschätzte Leserin, schonmal auf den Seiten des Turtle-Magazins bist, dann lese und blättere einfach ein bisschen weiter; es lohnt sich allemal!

Thum

Parlez-vous français? – Mais oui!

JEG vom Deutsch-französischen Institut in Erlangen als offizielle „DELF“-Schule ausgezeichnet

Bereits seit 13 Jahren wird am Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten, ein international anerkanntes französisches Sprachzertifikat, genannt DELF, zu erwerben. Fast 200 DELF-Prüfungen sind seither von den DELF-zertifizierten Lehrkräften am JEG abgenommen worden.

Mit dieser Statistik wartete Linda Lahner, Leiterin der Prüfungsabteilung des Deutsch-französischen Instituts in Erlangen auf, die extra an den Untermain gereist ist, um sich bei den Französisch-Lehrkräften des JEG für ihr Engagement und bei den Schülerinnen und Schülern für ihre Leistungsbereitschaft zu bedanken, über das übliche Pensum hinaus sich noch mit dem Französischen zu beschäftigen. Mit im Gepäck hatte sie eine Plakette, die das JEG fortan als „DELF-Schule“ ausweist. Außerdem überreichte sie ganz offiziell den Schülerinnen Emma Rodenhausen, Ida Rothenbücher und Mariella Schwerdtfeger, den erfolgreichen DELF-Absolventinnen des letzten Schuljahrs, ihre Sprachzertifikate des Niveaus B1, die fortan ihre Portfolios bereichern werden.

Sehr gefreut haben sich auch die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler des JEG, die seit vergangenem September Französisch als zweite Fremdsprache lernen, über den Besuch aus Erlangen. Denn begleitet wurde Linda Lahner von Jean-Steve Kobon, einem jungen Mann von der Elfenbeinküste, der als Animator des „FranceMobil“ den Schülerinnen und Schülern auf spielerische und bewegungsintensive Weise vermittelte, dass Französischlernen viel Spaß macht. Er äußerte sich sehr positiv über die bisher erworbenen Kenntnisse der Kinder und lobte deren Aussprache. Außerdem informierte er sie über die Möglichkeiten, später mit Frankreich und den Franzosen über Austauschprogramme etc. in Kontakt zu treten.

Auf seine abschließende Frage, wer denn nun alles Lust hätte, demnächst nach Frankreich zu fahren, schossen dann auch sehr viele Hände in die Höhe. Bei manchen Familien scheint die Urlaubsfrage für dieses Jahr somit geklärt zu sein.

Hirdina

Sicherheitspolitik in unsicheren Zeiten: Vortrag des Jugendoffiziers am JEG

Am 22. Januar 2024 begrüßte Schulleiterin Petra Hein den Jugendoffizier der Bundeswehr, Hauptmann Laurin Sachße, am Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld. Vor den Schülerinnen und Schülern der Q12 referierte er über das Thema Sicherheitspolitik und gewährte dabei spannende Einblicke in die Aufgaben der Bundeswehr und die zukünftigen Herausforderungen für die Sicherheit der Bundesrepublik. Organisiert hatte die Veranstaltung Susanne Pfefferer im Rahmen des Fachs Politik und Gesellschaft.

Nach einer kurzen Einführung startete Hauptmann Sachße mit der zentralen Frage: Warum ist Sicherheitspolitik wichtig? Eine beklemmende Antwort darauf liefert der Bericht des World Economic Forum, der ein Bündel an möglichen Bedrohungsszenarien anführt, welche in zehn Jahren auf uns zukommen könnten – von den Folgen des Klimawandels bis hin zur nuklearen Eskalation. Aber auch der globale Anstieg an Falsch- und Desinformationskampagnen sei eine sicherheitspolitische Herausforderung. Deswegen betonte Sachße, dass eine funktionierende Demokratie informierte Bürgerinnen und Bürger braucht, die sich mit solchen Themen auseinandersetzen.

Die Grundprinzipien der deutschen Sicherheitspolitik

Hauptmann Sachse erläuterte vier Grundpfeiler der deutschen Sicherheitspolitik: präventiv, multilateral, vernetzt und integriert.

Präventiv: Hierbei geht es darum, Gefahren und Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken, bevor sie eskalieren. Dies umfasst Maßnahmen wie Diplomatie, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungsprojekte.

Multilateral: Multilateral bedeutet, dass Deutschland im Bereich der Sicherheitspolitik nicht alleine agiert, sondern in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und Institutionen handelt. Diese Zusammenarbeit stärkt die kollektive Sicherheit und ermöglicht eine koordinierte Reaktion auf globale Bedrohungen.

Vernetzt: Ein vernetzter Ansatz bedeutet, dass Sicherheitspolitik nicht isoliert betrachtet wird, sondern in Verbindung mit anderen Politikfeldern steht. Dazu gehören wirtschaftliche Stabilität, soziale Gerechtigkeit und der Schutz der Umwelt.

Integriert: Integration bezieht sich darauf, dass verschiedene staatliche und nichtstaatliche Akteure zusammenarbeiten, um die Sicherheitspolitik effektiv umzusetzen. Dies umfasst den Austausch von Informationen und Ressourcen zwischen Militär, Polizei, Geheimdiensten, zivilen Behörden und internationalen Organisationen.

Sicherheit hat also viele Facetten. Das Bemühen darum wird meist erst dann bewusst wahrgenommen, wenn sie versagt oder eine Krise eintritt – ein Aspekt, der die Zuhörerinnen und Zuhörer zum Nachdenken anregte.

Internationale Zusammenarbeit und kollektive Sicherheit

Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags lag auf den internationalen Systemen der kollektiven Sicherheit, wie der EU, der UNO, der NATO und der OSZE. Sachße hob hervor, dass diese Institutionen vor allem in Krisenzeiten unverzichtbar sind. Er thematisierte auch die Bedeutung von Kooperation, selbst mit schwierigen Partnern, und betonte, dass nach Konflikten stets neue Wege der Zusammenarbeit gefunden werden müssen, um langfristig Frieden zu sichern.

Aufgaben und Kernauftrag der Bundeswehr

Abschließend ging der Jugendoffizier auf die verschiedenen Aufgabenbereiche der Bundeswehr ein. Neben der Verteidigung der Bundesrepublik Deutschland, die natürlich an erster Stelle steht, umfassen diese die Teilnahme an Einsätzen im Rahmen das internationalen Krisenmanagements, nationale Krisenhilfe wie etwa bei der Flutkatastrophe im Ahrtal und die sogenannte Verteidigungsdiplomatie. Als „Parlamentsarmee“ unterliegt die Bundeswehr dabei strengen Kontrollmechanismen. Jeder Einsatz, insbesondere außerhalb Deutschlands (sogenannte Out-of-Area-Einsätze), bedarf etwa der Zustimmung des Bundestages.

Der Jugendoffizier schloss seinen Vortrag mit einem Appell, sich kritisch mit sicherheitspolitischen Themen auseinanderzusetzen; leider blicken seine jungen Zuhörerinnen und Zuhörer einer eher ungewissen Zukunft entgegen, in der die geopolitische Unübersichtlichkeit mit ihrer Vielzahl an internationalen Krisenherden der Bundesrepublik eine ständige Neubewertung ihrer Lage abverlangt.