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Autor: Chris Ziegler

Die 9 Gefährten vom JEG beim Bundesfinale von Jugend präsentiert

Nachdem alle unsere neun Schülerinnen und Schüler im April beim Landesfinale Bayern das Ticket für das Bundesfinale lösen konnten, ging es nun endlich vom 20.-22 September nach Berlin, um sich dort mit den besten Präsentationen auf Bundesebene zu messen. Das diesjährige Finalthema lautete „Farben“ und unsere neuen Gefährten hatten viele farbenfrohe und hochwertige Präsentationen im Gepäck. Nach einem entspannenden Rahmenprogramm, wie z.B. einer Spreefahrt und weiteren Aktionen ging es am Samstag ans Eingemachte und die Jury musste aus insgesamt 99 Final-Präsentationen die Top 6 ermitteln, die sonntags nochmal auf der großen Bühne antreten durften. Auch wenn es dieses Jahr vom JEG niemand auf die Bühne der Top 6 geschafft hat, so kann die Truppe sehr stolz sein. Immerhin landeten Vincenza Steinert, Maya und Melina Kroth unter den Top 20. Sie beschäftigten sich in ihren Präsentationen mit folgenden Fragestellungen: „Wie entstehen die Farben am Himmel?“, „Wie entsteht eine dreifarbige Glückskatze?“ und „Wie können uns Farben Informationen über weit entfernte Sterne geben?“. Die drei dürfen jetzt nochmal für einen 2-tägigen Trip nach Berlin, wo ihre Präsentation nochmals von einem professionellen Filmteam aufgenommen wird. Alles in allem war die Reise nach Berlin eine tolle Erfahrung für alle unsere JEGler und wir könne stolz auf unsere neuen Gefährten sein, wenn man bedenkt, dass in diesem Jahr über 8700 Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb teilgenommen haben.

J. Giegerich

Ziemlich besonders: Alles ganz normal – Schulstart am JEG

Beim Gang vorbei an den Klassenzimmern des JEG konnte man am Freitag etwas immer wieder Überraschendes beobachten: Alles schon wieder ganz normal. Die Schülerinnen und Schüler sitzen unaufgeregt an ihren Plätzen, Hefte und Bücher geöffnet, iPads im Einsatz, gerade so als lägen keine sechs Wochen Sommerferien dazwischen – außer dass alle ein bisschen erholter aussehen, als gegen Ende des Schuljahres. Besonders spannend zu sehen war, dass auch die neuen JEGler unserer 5. Klassen schon fast so wirken, als wären sie nicht erst vier Tage an unserer Schule. Bestens ausgestattet mit neuen Heften und Büchern sitzen sie in ihren Klassen, kennen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler trotz neuer Zusammensetzung schon mit Namen, grüßen fröhlich die Lehrer auf den Gängen und laufen am Ende des Schultags völlig unaufgeregt an ihre Busse. Klingt alles sehr unspektakulär, dahinter steckt aber eine intensive Vorbereitung der ganzen Schulfamilie, damit der Beginn in ein neues Schuljahr reibungslos abläuft. Gereinigte Räume, neu eingelassene Böden, eine IT-Ausstattung, die in den Sommerferien in unzähligen Stunden auf aktuellen Stand gebracht wird, Klassenlisten, Stundenpläne, Fahrten und die Buchausgabe für alle Klassen und und … Alles muss bis ins Detail genau geplant werden. Ganz besonders gut natürlich der Ablauf der ersten Schultag für unsere neuen Schülerinnen und Schüler, die aus unterschiedlichsten Grundschulen kommen und in neuen Lerngruppen Freundschaften knüpfen und sich am JEG wohlfühlen sollen, weil auch dies zum Lernerfolg und einem erfolgreichen Übergang ans Gymnasium gehört. Wie es beim Blick in die Klassenzimmer wirkt, ist es auch in diesem Jahr dank eines engagierten Lehrerteams und motivierten Tutoren wieder gut gelungen, unseren neuen Gymnasiasten in den 5.Klassen einen guten Start zu ermöglichen. Nach einer herzlichen Begrüßung jedes einzelnen Kindes durch Schulleiterin Petra Hein in der Mensa und ein paar persönlicher Worte an die Eltern, konnten sich die meist sehr aufgeregten und gespannten Neuankömmlinge von ihrem Eltern verabschieden und ihr Klassenzimmer beziehen. Bereits um kurz nach 10 Uhr sah man nur noch fröhliche Gesichter, denn bei den Kennlernspielen mit den Tutorinnen und Tutoren wurde das Eis rasch gebrochen und auch viel gelacht. Zum Abbau der ersten Aufregung trug auch sicherlich bei, dass die erfahrenen Tutorinnen in Gruppen allen „Neuen“ das Schulhaus zeigten und die Buskinder am Ende der ersten beiden Schultage an eine der zahlreichen Haltestellen brachten. Die ersten Grundlagen für ein gelungenes Schulleben am JEG sind also gelegt, und auch wenn es sicherlich mal die ein oder andere Herausforderung geben wird, tragen der kommende Wandertag mit viel Spiel und Spaß mit den Tutorenteams, die JEG Challenge mit lustigen Aufgaben rund ums Schulhaus und der Schullandheimaufenthalt im Herbst weiter dazu bei, dass die „Neuen“ bald das Gefühl haben werden, nie woanders gewesen zu sein – einfach alles ganz normal.

Walz

Schulanfang einmal anders – Physiksommer Ilmenau

Anstatt ans JEG fuhren zwölf SchülerInnen zu Beginn der ersten Schulwoche nach Ilmenau an die technische Universität, um sich dort dem Physiksommer 2024 zu stellen. Unter dem Motto „Nobelpreisverdächtig!“ tauchten die SchülerInnen eine Woche lang in die faszinierende Welt der Physik ein.  Mit über 60 TeilnehmerInnen von Schulen aus ganz Deutschland war der Physiksommer, der seit 2002 jährlich stattfindet, der bisher bestbesuchte. Die große Anzahl an interessierten SchülerInnen zeigt das wachsende Interesse an den Naturwissenschaften. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Prof. Dr. Jörg Kröger die angehenden StudentInnen, erläuterte den Ablauf der Woche und die Inhalte des durchgetakteten Stundenplans. Er verwies auf die verschiedenen Themen der Arbeitsgruppen und stellte in seiner Vorlesung einige Nobelpreise, sowie die dazugehörigen Inhalte vor. Um eine effektive Betreuung zu gewährleisten, wurden die TeilnehmerInnen in sechs Arbeitsgruppen aufgeteilt, in denen sie sich mit Hilfe ihrer TutorInnen, allesamt Physik-StudentInnen, in ihr Thema einarbeiten konnten. Gegen Ende der Woche wurden die Ergebnisse der jeweiligen Projektgruppen im Hörsaal vor dem Plenum vorgetragen, natürlich mit Versuchen untermauert. Selbstverständlich wurden Auszeichnungen für die besten Präsentationen vergeben. Erfreulicherweise zählten auch die JEGlerInnen zu den PreisträgerInnen. Mit ihren Gruppen konnten sie sich am Ende mit ihren Präsentationen gegen die Konkurrenz durchsetzen und wurden mit Buchpreisen ausgezeichnet. Besonders hervorzuheben sind die Arbeiten und Präsentationen zu den Themen Transistor, Röntgenstrahlung und Holographie. Die Arbeitsgruppe Transistor konnte mit ihrer tiefgründigen Analyse des Transistors und seiner Bedeutung für die moderne Elektronik den ersten Preis erringen. Die Arbeitsgruppe, die sich mit Röntgenstrahlung beschäftigte, überzeugte die Jury mit ihrer Präsentation über die Entstehung und Anwendung von Röntgenstrahlung und sicherte sich damit den zweiten Platz. Auch das Thema Holographie stieß auf großes Interesse. Die entsprechende Präsentation wurde mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Neben den prämierten Arbeiten beschäftigten sich die SchülerInnen mit einer Vielzahl weiterer spannender Themen aus dem Bereich der Physik. In zahlreichen Experimenten und Vorträgen konnten sie ihr Wissen vertiefen und ihre Begeisterung für die Naturwissenschaften weiter entfachen.

Um dem Titel Physiksommer gerecht zu werden, hatten die Initiatoren auch abwechslungsreiche Freizeiten eingeplant. Das Beste war sicherlich einen Vormittag auf der bekannten Sommerrodelbahn. Hier durften die SchülerInnen sich im Wettbewerb messen, wer wohl die schnellst Schlittenfahrt hinbekommt. Auch hier gab es für die besten RodlerInnen Preise, gestiftet von der Stadt Ilmenau.

Ausgestattet mit neuem Wissen und faszinierenden Erkenntnissen zu den Nobelpreisen der Physik und den Inhalten dazu, freuten sich alle nach einer anstrengenden, aber auch sehr lehr- und abwechslungsreichen Woche auf zuhause. 

Fazit: Die Teilnahme am Physiksommer war für unsere SchülerInnen ein voller Erfolg. Die zahlreichen Auszeichnungen bestätigen die hohe Qualität ihrer Arbeit und unterstreichen das. Es bot sich eine gute Gelegenheit für unsere SchülerInnen, das reale Universitätsleben in vielen Facetten kennenzulernen. Dafür bedanken wir uns bei den Veranstaltern, die uns dieses großartige Erlebnis kostengünstig ermöglicht haben.

Schlosser

BACK TO SCHOOL!

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern ein erfolgreiches und gutes Schuljahr 2024/2025 und heißen alle neuen Mitglieder der Schulfamilie am JEG herzlich willkommen

Non scholae, sed… – na klar!

Sozialpraktische Ausbildung am Julius-Echter-Gymnasium

„Das sollten alle Schüler machen müssen!“, steht auf vielen der Feedbackzettel, die am Ende der „Woche der Pflege“ auf dem Tisch der betreuenden Lehrkraft landen. Doch die Projektwoche vor den Sommerferien ist ein Privileg der Schülerinnen und Schüler des Sozialwissenschaftlichen Ausbildungszweiges am Julius-Echter-Gymnasium. Unter der Federführung der Caritas-Sozialstation St. Johannes e.V. in Erlenbach unter Leitung von Frank Wegner-Leisner hieß es, statt das Schuljahr entspannt ausklingen zu lassen, noch einmal anstrengen und anpacken, um „aktuelle Entwicklungen im Bereich der sozialen Arbeit kontroverse politische Positionen und Ziele beurteilen“ zu können. So theoretisch das im Lehrplan klingt, so praktisch behandelt wird das in den Einheiten, die die Kooperationspartner aus der Gesundheitsregion Plus für die Jugendlichen anbieten. Begleitet durch vielerlei Übungen erlernen die Jugendlichen im Laufe der Woche durch Fachkräfte der Caritas, der Roheschen Stiftung Kleinwallstadt, der TH Aschaffenburgundder BRK Pflegeschule Untermain in Erlenbachdie Grundlagen der Hygiene und Desinfektion, der Mobilisierung, der Messung der Vitalfunktionen und die Basics zu Bewegung, Berührung und Nahrungsaufnahme. Sie üben mit Rollatoren, simulieren Einschränkungen im Alter und begeistern sich für Pflegeroboter Pepper, der eine muntere Diskussion über die Chancen der Digitalisierung in der Pflege begleitet. Sensiblere Themen wie Demenz, Organspende und generell die Würde der Pflegebedürftigen lösen nachdenkliche Gespräche aus. Die Beratungsstelle für Senioren und pflegende Angehörige e.V. informiert über ihre Arbeit und die Schülerinnen u. Schüler erhalten die Möglichkeit, die Tagesförderstätte der Lebenshilfe zu besuchen. Die Erfahrung und Authentizität der Pflegekräfte ermöglicht aus Sicht der Jugendlichen eine intensive Auseinandersetzung mit theoretischen, praktischen und gesellschaftspolitischen Themenfeldern der Pflege sowie eine sinnvolle Vorbereitung auf das Praktikum, das im Gegensatz zu ihrem Tag im Kindergarten in der Jahrgangsstufe 9 nun den Blick vom hilfsbedürftigen Kind zum hilfsbedürftigen Menschen im Alter lenkt.

Denn statt in den Sommerferien am See zu liegen, leisten die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe Dienst in Kliniken, Pflege-, Alten- und Seniorenheimen des Landkreises oder begleiten pflegebedürftige Menschen in der Tagespflege. Der ein oder andere lernt auch über den mobilen Pflegedienst, was es heißt, zu Hause auf Unterstützung angewiesen zu sein. Die Begleitung des Personals und die Zeit auf verschiedenen Stationen der Pflegeeinrichtungen ermöglicht einen ganz praktischen, lebensnahen, aber auch vertieften, kritischen Blick in die soziale Wirklichkeit der Pflege, des Pflegnotstands und der Chancen und Herausforderungen sozialer Arbeit in Deutschland.

Die ganz und gar sozialpraktische Erfahrung in Kindergarten, „Woche der Pflege“ und Sozialpraktikum führen im neuen Schuljahr zurück in den Unterricht. Die Erfahrungen werden als sozialpolitische Herausforderungen erkannt, die es von der Politik und der Gesellschaft zu bewältigen gilt und im Unterricht des Faches „Politik und Gesellschaft“ diskutiert werden – auch mit den gewählten Volksvertretern des Landtages, wie MdL Thomas Zöller, der sich als Patienten- und Pflegebeauftragter der Bayerischen Staatsregierung den Fragen und kritischen Anmerkungen der Jugendlichen zum Abschluss der Woche der Pflege stellt.

Susanne Pfefferer