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Autor: Chris Ziegler

Action! Exklusiver Kameradreh von „Jugend Präsentiert“ in Berlin

Vergangene Woche hatten zwei Schülerinnen des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld, Maya und Melina Kroth, die besondere Gelegenheit, an dem „Top 20 Filmdreh“ des Wettbewerbs „Jugend Präsentiert“ in Berlin teilzunehmen. Dort erlebten die beiden drei spannende Tage voller Training, Dreharbeiten und unvergesslicher Momente. Doch was steckt eigentlich hinter dem Wettbewerb, und was passiert bei einem solchen Filmdreh?

Was ist „Jugend Präsentiert“?

„Jugend Präsentiert“ ist ein bundesweiter Wettbewerb, der Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, ihre Präsentationsfähigkeiten in den Naturwissenschaften unter Beweis zu stellen. Jedes Jahr bewerben sich zahlreiche Jugendliche mit selbst erarbeiteten Präsentationen, die nicht nur fachlich fundiert, sondern auch spannend und verständlich sein müssen. Seit vielen Jahren ist das JEG dabei – und das sehr erfolgreich!

Der „Top 20 Filmdreh“

Der „Top 20 Filmdreh“ ist eine besondere Auszeichnung für die besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs. Hier erhalten sie die Chance, ihre Präsentationen professionell aufnehmen zu lassen – mit hochwertiger Technik, einem erfahrenen Team und wertvollen Coachings. Es geht nicht nur um die Aufzeichnung und Veröffentlichung der Präsentationen, sondern auch darum, die eigene Präsenz vor der Kamera zu verbessern und Medienkompetenz zu erwerben.

Am ersten Tag in Berlin erhielten die Schüler und Schülerinnen zunächst ein ausführliches Briefing. Dabei lernten sie das Produktionsteam sowie die Drehbedingungen kennen. Ein wichtiger Bestandteil war das Kompetenztraining, in dem sie lernten, wie sie sich vor der Kamera professionell verhalten, mit Nervosität umgehen und ihre Körpersprache gezielt einsetzen können. Nach der anstrengenden Anreise und einem Tag voll neuer Erfahrungen und Erkenntnisse ließ die Gruppe den Abend in einem asiatischen Restaurant ausklingen – definitiv der kulinarische Höhepunkt der Reise.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Dreharbeiten. Zunächst absolvierten die Teilnehmenden ein Methodentraining, das sie gezielt auf ihre Präsentationen vorbereitete. Danach folgte die Generalprobe, bei der letzte Details optimiert wurden, bevor es schließlich ernst wurde – die finalen Aufnahmen begannen. Die Atmosphäre am Set war beeindruckend – mit professionellen Kameras, Beleuchtung und einem engagierten Team, das für perfekte Bedingungen sorgte. Jede Präsentation wurde mit höchster Präzision aufgezeichnet, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Nach dem intensiven Drehtag unternahm die Gruppe schließlich einen Abendspaziergang entlang der Spree. Dabei besuchte sie einige von Berlins bekanntesten Wahrzeichen wie die Warschauer Straße, den Bundestag, die East Side Gallery und natürlich das berühmte Brandenburger Tor. Zum Abschluss gab es ein kleines Fotoshooting in einer ikonischen Telefonzelle – eine bleibende Erinnerung an diesen besonderen Tag.

Der letzte Tag startete mit einem gemeinsamen Frühstück, bei dem die Teilnehmenden die Gelegenheit hatten, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen. Daraufhin folgte wertvolles Feedback der Coaches. Schließlich hieß es Abschied nehmen, bevor sich alle auf die Heimreise begaben – nach einem erfolgreichen Filmdreh mit vielen neuen Eindrücken.

Der Top 20 Filmdreh von Jugend Präsentiert war für Melina und Maya Kroth vom JEG nicht nur eine besondere Auszeichnung, sondern auch eine wertvolle Erfahrung. Neben den professionellen Aufnahmen konnten sie ihr Präsentationsvermögen weiterentwickeln und Sicherheit vor der Kamera gewinnen. Denn Wettbewerbe wie Jugend Präsentiert zeigen, wie wichtig es ist, Wissen nicht nur zu besitzen, sondern es auch anschaulich zu vermitteln.

M. Kroth

„Lasst euch nicht vorschreiben, wen ihr zu lieben und zu hassen habt.“

Mit diesem eindringlichen und brandaktuellen Appell beendet Frau Knobloch das Online-Zeitzeugengespräch anlässlich des Internationalen Gedenktages an die Opfer des Holocaust und des 80. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hatte zu einer einstündigen Veranstaltung eingeladen und über 4.000 Schülerinnen und Schüler schalteten sich zu, um eine der letzten Zeitzeuginnen der Entrechtung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung durch das NS-Regime zu erleben.

Entlang der Fragen der Jugendlichen, die auch vom Julius-Echter-Gymnasium eingereicht wurden, berichtet Charlotte Knobloch eindrucksvoll und authentisch von der persönlichen Ausgrenzung als Kind und dem Gefühl, obwohl man doch nicht anders sei, anders behandelt zu werden. Die 92jährige erzählt, als sei es gestern gewesen, von der Begegnung mit den Ledermänteln der Gestapo und dem staatlichen Druck, der ihre Mutter dazu gebracht habe, die Familie zu verlassen. Aber sie berichtet auch von hilfsbereiten Menschen, die mit dem Einsatz ihres eigenen guten Rufs und Lebens, zu ihren Rettern geworden seien: eine katholische Bauernfamilie in Mittelfranken, bei der sie als uneheliche Tochter unter falschem Namen gelebt habe, und dem örtlichen Pfarrer, der dabei half, das jüdische Mädchen versteckt zu halten.

Auch mit dem Kriegsende bleibt die Unsicherheit, was mit ihr geschieht. „Ich wollte nicht zurück nach München, zu den Menschen, die uns so schlecht behandelt haben“, erinnert sich Charlotte Knobloch. Und auch daran, wie freundlich die Menschen plötzlich waren, um sich selbst „reinzuwaschen“. Klar teilt sie die Gesellschaft in „die Überlebenden“ und „die Täter“ und berichtet von einer nur langsamen juristischen und gesellschaftlichen Aufarbeitung, die vor allem medial angestoßen worden sei. In ihrem Leben blieben die Koffer für Jahrzehnte gepackt, um Deutschland zu verlassen.

Und heute? Heute blickt Charlotte Knobloch besorgt auf den wieder zunehmenden Antisemitismus und die wachsende Ausgrenzung in Deutschland. Das Wort „Jude“ empfinde sie bis heute als Schimpfwort. Gegen die um sich greifende Menschenverachtung setzt sie ihre Kraft und ihr Engagement und verdeutlicht die Bedeutung des Erinnerns für die deutsche Demokratie. Mit Nachdruck bittet sie ihre jungen Zuhörerinnen und Zuhörer, sich aktiv für Demokratie einzusetzen. Nicht die Frage, wie man sich damals verhalten hätte, sei entscheidend, sondern die Frage, wie man sich heute verhalte.

Auch nach dem Ende des Livestreams kann man in den Klassenzimmern der Elftklässler am JEG eine Stecknadel fallen hören. Charlotte Knoblochs Worte hallen nach. Ihre persönliche, authentische Schilderung verleiht dem Wissen um die Vergangenheit Nachdruck und macht Mut, für die eigenen Werte einzutreten.

Pfefferer

Mathewettbewerb am JEG: Rekordbeteiligung!

Jeden Tag im Advent morgens den Adventskalender zu öffnen und dann ein Stück Schokolade zu bekommen, gehört für viele Kinder einfach zur Zeit vor Weihnachten dazu. Etwas ungewöhnlicher ist es, wenn sich anstatt der Süßigkeit eine Mathematikaufgabe hinter dem Türchen versteckt.

Diese Erfahrung machten auch dieses Jahr wieder die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe des Julius-Echter-Gymnasiums, die sich beim digitalen Adventskalender „Mathe im Advent“ der Deutschen Mathematiker Vereinigung (DMV) angemeldet hatten. Seit nunmehr zehn Jahren nimmt das JEG an dieser Aktion teil. Die Teilnehmerzahl ist von anfangs 15 auf nunmehr über 150 Schüler im Jahr 2024 stark angestiegen. Eine tolle Steigerung!

Vom 1. bis 24. Dezember galt es, täglich eine motivierende und schön illustrierte, mathematische Knobelaufgabe online zu lösen. Die unterschiedlichen Aufgabenstellungen fördern logisches Denken, Rechenfertigkeit, Kreativität und zeigen vor allem auch die Vielfalt der Mathematik. Für die Schülerinnen und Schüler verwandelte sich Mathematik in dieser Zeit vom normalen Unterrichtsfach mit Hausaufgaben zur spannenden Freizeitbeschäftigung. Ob allein, zusammen mit Schulfreunden oder den Eltern, Mathematik wurde zum Gesprächsstoff.

Mit insgesamt 23 Schülern war die Zahl der Teilnehmer, die alle 24 Aufgaben richtig gelöst hatten, so groß wie noch nie zuvor. 17 Schüler konnten mindestens 22 Aufgaben lösen und 21 Schüler schafften es, mindestens 13 Aufgaben richtig zu beantworten. Neben Urkunden erhielten diese Schüler als Anerkennung noch ein Knobelspiel. Für die finanzielle Unterstützung bedankt sich die Fachschaft Mathematik beim JEG-Elternbeirat. Aber auch wenn es nicht für einen dieser Preise gereicht hat, so haben die Teilnehmenden viel an Erfahrung gewonnen, sie haben erlebt, wie vielseitig Mathematik sein kann, und dass das Lösen von mathematischen Problemen auch Spaß machen kann.

Die Fachschaft Mathematik ist überzeugt davon, dass solche Aktionen dazu beitragen, die Mathematik als lebendiges und spannendes Fach zu präsentieren.

Heumann

Wertebotschafterausbildung in Unterfranken: Das JEG ist dabei!

Eine Woche intensive Projektarbeit, Kreativität und Engagement fanden ihren Höhepunkt im Schullandheim Leinach, als das Bayerische Kultusministerium die Urkunden an die frischgebackenen Wertebotschafter*innen in Unterfranken verlieh. Greta Wengerter, Schülerin am Julius-Echter-Gymnasium, war eine der ausgewählten 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und hatte nach der einwöchigen Ausbildung neue Freundschaften geschlossen und viele Ideen im Gepäck.

Vor Ort entwickelten die Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulen Unterfrankens Projekte, die auf eine Verbesserung des sozialen Klimas und der Wertevermittlung an ihren jeweiligen Schulen abzielen. Diese Projekte sollen in den kommenden Monaten umgesetzt werden und versprechen, einen nachhaltigen Einfluss auf das Schulleben zu haben. Vor der offiziellen Verleihung der Urkunden präsentierten einzelnen Schülergruppen ihre selbst gedrehten Videos. Dabei ging es um wesentliche Aspekte schulischen Zusammenlebens wie zum Beispiel: „Miteinander statt Gegeneinander“, „Hilfsbereitschaft“ und „Mut gegen Mobbing – du bist nicht allein“.

Auch Schulleiterin Petra Hein war bei der Abschlussveranstaltung in Leinach anwesend und zeigte sich von der Vielfältigkeit und dem Engagement der Schülerinnen und Schüler beeindruckt. „Die Ideen sind nicht nur kreativ, sondern auch wirklich altersgerecht, um das Bewusstsein für ein stärkeres Miteinander zu fördern“, kommentierte sie.

Am JEG wird Joachim Schweizer als Mittelstufenbetreuer Greta bei der Umsetzung der Ideen unterstützen. Hier wird es spannend zu beobachten sein, welche positiven Impulse in der Schulgemeinschaft am JEG gesetzt werden können, denn „Werte bilden“!

Thum

Glückwunsch! Texte vom JEG jetzt online veröffentlicht

Fast ein Jahr ist es her, da trafen sich am 11. März 2024 elf Schreibbegeisterte aus den damaligen Jahrgangstufen 8 bis 11 zu kreativen Übungen rund ums Schreiben. Geleitet wurde der Workshop von Sabrina Laue, Abiturientin am JEG und seit Jahren Mitherausgeberin des „turtle magazin(e)“ in München.

Soweit, so wenig Neuigkeitswert. Denkste! Denn am Ende des Workshops bot Laue an, die entstandenen Texte mit ihnen gemeinsam zu überarbeiten und sie dann in der Online-Ausgabe des Turtle zu veröffentlichen. Und nun ist es soweit: Die Schreibprodukte zum Thema „Leicht (sein)“ der Schüler*innen vom Julius-Echter-Gymnasium haben endlich die ihnen gemäße Bühne gefunden und können hoffentlich andere Schreibende dazu motivieren, ihre Texte nicht nur für’s stille Kämmerlein, sondern auch für zukünftige Leserinnen und Leser zu verfassen. Denn jede(r) Autor*in bahnt dem Leser den Weg zu neuen Gedanken und Einsichten.

So auch die jungen Talente vom JEG:

Für Hailie Neff ist „Leicht sein […], wenn mein Kopf schweigt [und] mein Herz summt.“ Annika Thiel hat sich den Tanz zur Metapher gewählt, um daran anknüpfend ihren Assoziationen freien Lauf zu lassen. Lukas Spielmann wartet mit einem kurzen Essay auf, in dem er den Bedeutungsnuancen von „leicht“ feinfühlig nachspürt. Maya Kroth schließlich widmet dem Thema ein Gedicht, in dem sich laute und leise Töne zu einem gelungenen Ganzen runden.

Neugierig geworden? Dann empfehle ich unbedingt, den folgenden Link anzuklicken und alle Texte im originalen Wortlaut zu lesen:

https://www.turtlemagazin.com/post/leichtes-schweres-schreiben-schreibworkshop-mit-den-sch%C3%BCler-innen-des-jeg-elsenfeld

Zum Schluss noch ein kleiner, nicht ganz uneigennütziger Hinweis: Wenn du, lieber Leser, geschätzte Leserin, schonmal auf den Seiten des Turtle-Magazins bist, dann lese und blättere einfach ein bisschen weiter; es lohnt sich allemal!

Thum