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Vom Reiz des (Vor-)Lesens: Bundesvorlesetag am JEG

24. Nov. 2023

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, inklusive dem Nikolaus und seinem Knecht Rupprecht, sondern auch Mitte November der bundesweite Vorlesetag mit vielen Aktionen rund ums Buch.

Wie in allen Jahren hat Susanne Pfefferer auch in diesem Jahr wieder mit viel Fleiß und Akribie eine Sammlung von Texten erstellt, dieses Mal zum Thema Europa, passend zur Auszeichnung des JEG mit der Europa-Urkunde durch das bayerische Europaministerium. Die dort versammelten Geschichten konnten dann als „literarischer Stundeneinstieg“ von den Lehrkräften genutzt werden, um ihre Schülerinnen und Schüler vom Reiz des Lesens zu überzeugen.

An erster Stelle fand sich natürlich die Sage von Europa, der Königstocher aus dem heutigen Libanon, die von Göttervater Zeus, der in Liebe zu der schönen Jungfrau entflammt war, in Gestalt eines Stieres nach Kreta entführt wird. Als der Verfasser dieser Zeilen besagte Sage in einer elften Klasse zu Gehör brachte, war spätestens an der Stelle, an der beschrieben wird, wie Europa die wohlgeformte Gestalt und das glänzende Fell des Stieres liebkosend streichelt und unbedingt auf dem Stier reiten möchte, die Verwunderung groß. Heute würden Stiere wohl auf junge Mädchen nicht dieselbe Wirkung entfalten – selbst wenn sie schön sind.

Aber nicht nur mit dem literarischen Stundeneinstieg wurde für das Lesen geworben: Einige Lehrkräfte waren auch in der Bücherei, der Mensa und – sehr zur Freude der Schülerinnen und Schüler der Q 11 – auch in ihrem Kollegstufenzimmer als „lebende Bücher“ bzw. „Leseinseln“ im Einsatz. So lauschten in der ersten Pause einige Schülerinnen aus der Unterstufe aufmerksam Schulleiterin Petra Hein, die nicht nur vortrug, sondern sich auch gleich noch mittels Nachfragen vergewisserte, ob das Gelesene auch richtig verstanden wurde. Eine etwas andere Erfahrung machte Susanne Ingenbleek in der Mensa, in der sich die anwesende Schülerschaft wohl eher weniger auf das Zuhören, sondern mehr auf das begleitende Herumblödeln konzentrierte. Schade!

Dank des selbstlosen Einsatzes einer Schülerin, welche den Vortrag von Alexander Thum im Kollegstufenzimmer mit motivierendem Hin- und Herschwenken des „Leseinsel“-Plakats begleitete, wurde die Lektüre aus Bora Cosics Roman „Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution“ insgesamt recht wohlwollend aufgenommen.

Herzlichen Dank auch an die anderen beiden lebenden Bücher, Susanne Schmitt und Raimund Trosbach, die an ihren Stationen ebenfalls ihr Bestes, nämlich ihre Vortragskunst, gaben.

Thum