Zum Hauptinhalt springen

Autor: Chris Ziegler

Schüleraustausch mit Andalusien

Spanische Gäste aus Barbate bereichern unser Schulleben

Vom 22. bis 29. Januar 2026 erlebten 17 Schülerinnen unserer 10.Jahrgangsstufe eine spannende Woche im Rahmen des Schüleraustauschs mit unserer spanischen Partnerschule I.E.S. Vicente Aleixandre in Barbate. Die andalusische Gruppe bestand in diesem Jahr aus vier Jungen und 13 Mädchen, die in den Familien unserer Schülerinnen untergebracht waren und so einen tieferen Einblick in das deutsche Alltagsleben gewinnen konnten.

Das Austauschprogramm begann am Morgen nach der Ankunft mit einem gemeinsamen Frühstück in der Mensa der Schule, gefolgt von einem Ausflug nach Miltenberg. Dort übernahmen unsere deutschen Schülerinnen die Rolle von Stadtführerinnen und präsentierten in spanischer Sprache die Sehenswürdigkeiten der malerischen Altstadt. Diese Kurzvorträge hatten sie zuvor in Kleingruppen im Spanischunterricht vorbereitet. Ein weiteres Highlight der Woche waren die riesigen Mengen an Schnee, die die andalusischen Gäste in Staunen versetzten und für helle Begeisterung sorgten, da es in ihrer Heimat so gut wie nie schneit. Am Wochenende verbrachten die spanischen Schülerinnen und Schüler Zeit mit ihren deutschen Gastfamilien, was die interkulturellen und persönlichen Beziehungen weiter vertiefte.

Das Programm umfasste auch den Besuch des stundenplanmäßigen Unterrichts am JEG sowie einen gemeinsamen Tagesausflug nach Frankfurt. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler die Aussichtsplattform des Maintowers in 200 m Höhe besuchen, den „Römer“ besichtigen und mit VR-Brillen eine Zeitreise ins Frankfurt von 1891 unternehmen.

Unsere deutschen Teilnehmerinnen blicken bereits jetzt mit großer Vorfreude auf den bevorstehenden Gegenbesuch in Barbate im April. „¡Nos vemos pronto!“ – Wir sehen uns bald!

Hanl

W-Seminare des JEG an der Uni Würzburg: Wertvolle Einblicke!

Am 3. Februar 2026 hatten die Schülerinnen und Schüler der fünf W-Seminare des Julius-Echter-Gymnasiums die Gelegenheit, die Universität Würzburg zu besuchen. Diese Exkursion bot eine wertvolle Möglichkeit, einen ersten Einblick in das universitäre Studium zu erhalten und wichtige Fertigkeiten für die anstehende Seminararbeit zu erlangen. Organisiert wurde die Fahrt von Oberstufenkoordinator Marcel Giloj.

Ein besonderer Fokus lag natürlich auf der Recherchearbeit. Hier wurde den Schülerinnen und Schülern von Experten der Uni-Bibliothek gezeigt, wie sie mit Hilfe des Online-Katalogs gezielt wissenschaftliche Quellen finden und nutzen können. Diese Fertigkeiten sind für die Erstellung der Seminararbeit von großer Bedeutung und bieten zugleich eine effektive Vorbereitung auf ein späteres Studium.

Viel Neues gelernt

Um den Tag möglichst effizient zu gestalten, wurden die Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe in drei Gruppen aufgeteilt. Während die eine Gruppe zunächst eine allgemeine Einführung zum Studium an der Uni Würzburg erhielt und den Campus erkundete, konnte die anderen beiden Gruppen bereits erste Kenntnisse zur wissenschaftlichen Recherche in der Zentralbibliothek erwerben. Nach einer Wechselphase hatten alle Teilnehmenden beide Stationen durchlaufen und somit nicht nur eine Vorstellung vom Studierendenalltag bekommen, sondern bereits mögliche Literatur für die Erstellung ihrer Seminararbeiten gefunden.

Studieren an der Uni Würzburg

Nach einer Mittagspause folgten interessante Fachvorträge, die von Studienbotschaftern der Universität gehalten wurden. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich dabei zwischen verschiedenen Disziplinen entscheiden, nämlich den Lehramtsstudiengängen, Biologie, Biomedizin, Pharmazie und KI-Engineering. Diese Vorträge gaben nicht nur Einblick in die jeweiligen Studiengänge, sondern verdeutlichten auch die unterschiedlichen Anforderungen eines Hochschulstudiums. Bei der Breite der Angebote war für jeden etwas dabei.

Die Exkursion zur Universität Würzburg erwies sich in mehrfacher Hinsicht als bereichernd. Die Schülerinnen und Schüler erhielten erste Einblicke in den akademischen Betrieb und konnten sich über verschiedene Studienmöglichkeiten informieren. Und außerdem gab es in der Mensa lecker Pommes zu Mittag!

Thum

Skifahren und Snowboarden auf der Wasserkuppe – Ein sportlicher Tag des Sport-Leistungsfachs Q12

Am Sonntag, dem 01. Februar 2026, machten sich sieben Schülerinnen und Schüler des Sport-Leistungsfachs der Q12 auf den Weg zur Wasserkuppe, um einen Tag voller Bewegung, Spaß und sportlicher Herausforderungen im Schnee zu erleben. Schon früh am Morgen startete die Gruppe gut gelaunt in Richtung Rhön, wo ideale Bedingungen für Wintersport herrschten.

Nach der Ankunft auf der Wasserkuppe hieß es: Ski und Snowboards anschnallen und ab auf die Piste! Bei strahlendem Winterwetter konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten auf Skiern und Snowboards unter Beweis stellen und weiter verbessern. Sowohl Anfängerinnen und Anfänger als auch Fortgeschrittene kamen dabei voll auf ihre Kosten. Unter Anleitung der betreuenden Lehrkraft wurden Technik, Gleichgewicht und Fahrgefühl trainiert – natürlich immer mit einer großen Portion Spaß.

Neben dem sportlichen Aspekt stand auch das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund. Die Gruppe genoss die gemeinsame Zeit in der winterlichen Landschaft, stärkte den Teamgeist und sammelte viele schöne Erinnerungen.

Am Abend ging es erschöpft, aber glücklich zurück – mit vielen Eindrücken, neuen Erfahrungen und einem gelungenen Tag im Gepäck. Der Ausflug auf die Wasserkuppe war nicht nur eine willkommene Abwechslung vom Schulalltag, sondern auch eine perfekte Gelegenheit, den Wintersport hautnah zu erleben.

#Wasserkuppe #Skifahren #Snowboarden #SportLeistungsfach #Q12 #WinterSport #Teamgeist

Zur Bildergalerie

Ziegler

Zweiter Poetry Slam am JEG

Zum zweiten Mal fand in der Aula des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld ein Poetry Slam statt. Am 20. Januar um 18 Uhr stellten vier kreative junge Menschen ihre Texte einem begeisterten Publikum vor.

Schulleiterin Petra Hein zollte in ihrer Begrüßung den teilnehmenden Jugendlichen ihren Respekt dafür, dass sie den Mut haben, eigene, zum Teil sehr persönliche Texte vorzutragen. Hut ab! Als Moderatorenduo führten Lea Bachmann und Lilly Elzenheimer aus der Q 13 des JEG, beide selbst erfahrene Slammerinnen, souverän durchs Programm. Zu Beginn erklärten sie die Regeln: Es sollten nur eigene Texte präsentiert werden, und zwar innerhalb von 5 Minuten. Es gab zwei Runden; die Bewertung erfolgte durch das Publikum.

Zum Einstieg trug Lea Bachmann einen eigenen Slam mit dem Titel „Zwischen Pixeln und Erinnerungen“ vor. Dabei machte sie sich Gedanken um das Vergehen der Zeit und was am Ende von all den vielen Momentaufnahmen, die man auf dem Handy gespeichert hat, wirklich in Erinnerung bleibt. Josephine Verführt, die im letzten Jahr den Poetry Slam am JEG ins Leben gerufen hat, ist extra aus Trier angereist. Ihrem Beitrag „Ich hasse mich“ merkte man die Entstehungszeit während des Corona-Lockdowns an, denn die Beschäftigung mit vermeintlichen Unzulänglichkeiten rund um die eigene Körperlichkeit passte nur zu gut in diesen Zeitraum erzwungener Bewegungslosigkeit. Zum ersten Mal dabei ist Lizzy Fischermann vom JEG. Zur Freude aller Deutschlehrer bekannte sie, auf die Idee zu ihrem Text durch die Lektüre das Dramas „Faust“ gekommen zu sein. Ihr Text kreiste denn auch um existentielle Sorgen und Nöte, metaphorisch eingekleidet u. a. in eine Variation des Mythos von Narziss. Adelheid Stauder vom Miltenberger Butzbach-Gymnasium hatte sich in ihrem Slam vorgenommen, all den tollen Menschen zu danken, denen sie vielleicht noch ein Dankeschön schuldig ist. Ihr temporeicher Text war sicherlich einer der Höhepunkte des Abends. Zuletzt betrat Pelaja Aucello aus Aschaffenburg die Bühne, im Gepäck gleich zwei Texte, zwischen denen das Publikum wählen durfte. Der gekürte Beitrag hatte es in sich: An die Adresse der Erwachsenen gerichtet rechnete Pelaja schonungslos mit aktuellen politischen Fehlentwicklungen, insbesondere dem Erstarken autoritärer Bewegungen, ab. Mit einem Appell für Toleranz, Gleichheit und für den Respekt vor den Menschenrechten einer jeden Person endete dieser politischste Beitrag des Abends.

Bevor dann im Finale die beiden besten Teilnehmerinnen Lizzy und Adelheid gegeneinander antraten, wartete die Organisatorin Lilly Elzenheimer mit einem eigenen Slam auf; im Zwiegespräch mit einem lyrischen Du entwickelte sie Gedanken über das Zusammensein, das „eher so auf Standby“ verlaufe, so ihr Titel.

In Adelheids zweitem Text „Perfekt“ drehte sich alles um den Perfektionswahn, der ganz vergessen lässt, dass „Unebenheiten eben auch ihre schönen Seiten“ haben. Bei Lizzy dann „Gedanken auf dem Weg“: Wie im Titel angedeutet, thematisierte sie in ausdrucksstarken Bildern Verlustgefühle, die sich sozusagen beim gedankenverlorenen Umherschweifen einstellen.

Am Schluss entschied der Publikumsapplaus, der bei beiden Finalistinnen fast gleich stark aufbrandete, sodass eine kurze Beratung der Moderatorinnen notwendig wurde. Die Siegerin des Abends hieß dann Lizzy Fischermann. Gewonnen haben aber auch alle Zuhörenden, die dank der ideenreichen und vielstimmigen Beiträge gut unterhalten und vielleicht sogar zum Nachdenken angeregt wurden.

Thum

Sicherheitspolitik angesichts aktueller Unsicherheit

Vortrag des Jugendoffiziers am JEG

Am 13. Januar 2026 begrüßte Schulleiterin Petra Hein den Jugendoffizier der Bundeswehr, Hauptmann Laurin Sachße, am Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld. Vor den Schülerinnen und Schülern der Q12 referierte er über das Thema Sicherheitspolitik und gewährte dabei spannende Einblicke in die zukünftigen Herausforderungen für die Sicherheit der Bundesrepublik. Organisiert hatte die Veranstaltung Susanne Pfefferer im Rahmen des Fachs Politik und Gesellschaft.

Nach einer kurzen Einführung startete Hauptmann Sachße mit der zentralen Frage: Warum ist Sicherheitspolitik wichtig? Eine beklemmende Antwort darauf liefert der aktuelle Weltrisikobericht, der ein Bündel an möglichen Bedrohungsszenarien anführt, welche in zehn Jahren auf uns zukommen könnten – von den Folgen des Klimawandels bis hin zum Cyberwar. Aber auch der globale Anstieg an Falsch- und Desinformationskampagnen sei eine sicherheitspolitische Herausforderung. Jeder Punkt hängt mit den anderen zusammen. Deswegen betonte Sachße, dass eine funktionierende Demokratie informierte Bürgerinnen und Bürger braucht, die sich mit solchen Themen auseinandersetzen, um sich eine fundierte eigene Meinung zu bilden.

Internationale Zusammenarbeit und kollektive Sicherheit

Ein Schwerpunkt des Vortrags lag auf den internationalen Systemen der kollektiven Sicherheit. Internationale Organisationen wie EU, UNO, NATO und OSZE haben dabei eine Gemeinsamkeit: Sie wurden alle als Reaktion auf die Schrecken des Zweiten Weltkriegs ins Leben gerufen. Die Bundesrepublik hat seit ihrem Bestehen von diesen Institutionen entscheidend profitiert. Hauptmann Sachße hob hervor, dass diese vor allem in Krisenzeiten unverzichtbar sind. Er thematisierte auch die Bedeutung von Kooperation, selbst mit schwierigen Partnern, und betonte, dass nach Konflikten stets neue Wege der Zusammenarbeit gefunden werden müssen, um langfristig Frieden zu sichern. Insbesondere das Agieren der drei einflussreichsten Staatschefs – Wladimir Putin, Donald Trump und Xi Jinping – trägt nicht eben zur Beruhigung der Weltlage bei. Ihre politischen Entscheidungen und strategischen Interessen gefährden in unterschiedlichen Ausmaß die globale Sicherheitslage und stellen die internationale Gemeinschaft vor komplexe Probleme.

Im Zuge dieser internationalen Entwicklungen gewinnen neue Zusammenschlüsse wie BRICS und CRINK zunehmend an Bedeutung. Während BRICS für Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika steht, umfasst das Akronym CRINK die Staaten China, Russland, Iran und Nordkorea. Diese Gruppierungen verfolgen eigene sicherheitspolitische und wirtschaftliche Interessen; vor allem die CRINK-Staaten stellen dabei eine ernst zu nehmende Bedrohung für den Weltfrieden dar, wie der Krieg in der Ukraine zeigt. Am Beispiel dieses Konflikts erläuterte Sachße, wie sich die Kriegsführung durch technologische Innovationen verändert. Nach den anfänglichen Panzergefechten ist der Konflikt mittlerweile zu einem Grabenkrieg erstarrt, bei dem Artillerie, Raketen und Drohnen eine zentrale Rolle spielen.

Wegen dieser veränderten Weltlage sieht sich die Bundeswehr mit einer Vielzahl möglicher Bedrohungsszenarien konfrontiert, deren Eintritt heute noch nicht eindeutig vorhersehbar ist. Die Bandbreite reicht von konventionellen militärischen Angriffen bis hin zu hybriden Gefahren wie Cyberangriffen und Desinformationskampagnen. Die Unsicherheit über die konkrete Ausgestaltung dieser Risiken erfordert eine flexible und vorausschauende sicherheitspolitische Planung. Die Brisanz der Sicherheitslage in Europa illustriert Sachße mit einem Zitat von Carsten Breuer, dem Generalinspekteur der Bundeswehr: „Wir haben nicht mehr Frieden und nicht ganz Krieg.“

Landes- und Bündnisverteidigung: Die BRD als „Drehscheibe“

Sollte der Bündnisfall eintreten und sich die NATO in einem militärischen Konflikt befinden, ist Deutschland als Transitland von zentraler Bedeutung. Die logistische Unterstützung erfolgt dabei nicht nur durch militärische, sondern auch durch zivile Unternehmen wie Spediteure und die Deutsche Bahn. Deutschland fungiert im Krisenfall als „Drehscheibe“ für den Transport von Material und Personal innerhalb Europas und hat damit maßgeblichen Anteil am Gelingen kollektiver Sicherheit. Ein weiterer Aspekt betrifft die Frage, ob Deutschland dann ausreichend auf die Versorgung von Flüchtlingen, Kriegsgefangenen, Verwundeten und Gefallenen vorbereitet ist. Dies umfasst beispielsweise die Verfügbarkeit von Krankenhausbetten und die Organisation der medizinischen Versorgung im Falle eines größeren Konflikts.

Auf ein zentrales Anliegen seines Vortrags kam Sachße immer wieder zu sprechen: In einer Demokratie geht es darum, die Meinungsvielfalt zu bewahren, Desinformation entgegenzuwirken und die Kompromissfähigkeit innerhalb der Gesellschaft zu stärken. Diese Aspekte sind entscheidend, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt und Resilienz zu gewährleisten – gerade in einer Zeit, in der die Störmanöver Russlands in Europa eine zunehmende Bedrohung darstellen. Besonders wurde betont, dass der Einsatz der Bundeswehr stets das letzte Mittel der Wahl bleiben muss. Militärische Interventionen dürfen erst dann in Betracht gezogen werden, wenn alle anderen diplomatischen und politischen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

Als abschließenden Gedanken griff Sachße die Figur des Kairos aus der griechischen Mythologie auf, die für das Ergreifen günstiger Gelegenheiten steht. Denn angesichts der gefährlicher werdenden Sicherheitslage dürfe nun nicht weiter gezaudert werden, sondern Deutschland müsse sich entschlossen diesen Herausforderungen stellen.

Im Anschluss an den Vortrag fand eine lebhafte Fragerunde statt, in der sich viele interessierte Schülerinnen und Schüler zu Wort meldeten. Hauptmann Sachße nahm sich die Zeit, auf jede einzelne Frage ausführlich und differenziert einzugehen. Besonders bei der Frage nach der deutschen Verteidigungsfähigkeit lieferte er eine vielschichtige Antwort: Einerseits gab er teilweise Entwarnung, andererseits wies er auf Erfolge Russlands bei dem Bemühen um eine Vertiefung der Uneinigkeit innerhalb der Europäischen Union hin.

Neff/Thum