Recherche: Wie ist Weihnachten entstanden?

08. Dez. 2022

Der Ursprung

Die Anfänge von Weihnachten liegt im Fest der Wintersonnenwende. Schon in der Antike hatten die Ägypter und andere Hochkulturen den 21. Dezember Tag der Wintersonnenwende zum Anlass genommen, die Geburtstage ihrer Sonnengottheiten zu feiern. Um 500 vor Christus machten die Römer den 25. Dezember zum Geburtstag ihres Sonnengottes Sol und die Germanen zelebrierten ein Fest mit dem Namen Jul, was in skandinavischen Sprachen heute noch Weihnachten bedeutet.

Im Christentum galt das Sonnenwende-Fest als heidnischer Brauch. 400 Jahre nach Christi Geburt verboten die damaligen Kirchenoberhäupter die Festlichkeit ohne Erfolg. Die gesellschaftliche Verankerung war aber zu stark. Da das Ziel der Kirche stets war, Heiden für das Christentum zu gewinnen entschieden sie kurzerhand, das Fest Jesus zu widmen. Seither feiern die Christen statt der Wintersonnenwende den Geburtstag von Jesus am 25. Dezember. An welchem Tag Jesus tatsächlich geboren wurde, ist unklar. Es kursieren lediglich Interpretationen von Bibelpassagen.

Bräuche:

Adventskalender und Adventskranz sollen, die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest „verkürzen“ und die Vorfreude steigern. Besonders für Kinder ist dies sehr toll, da sie sich jeden Tag über ein kleines Geschenk freuen können. Die Adventskalender-Geschichte beginnt 1838. Johann Heinrich Wichern war der Leiter des evangelischen Knabenrettungshauses „Rauhes Haus“ bei Hamburg, er hatte wahrscheinlich genug von der Frage, wann endlich Weihnachten ist. So entwickelte er eine Idee zur Darstellung der verbleibenden Tage. Den Kranz hängte Wichern im Betsaal des Waisenhauses auf. Er hatte 19 kleine rote und vier dicke weiße Kerzen. Jeden Tag wurde eine neue Kerze angezündet – eine kleine für die Werktage, eine große für die Advents-Sonntage. Die Kinder wussten dadurch immer, wie viele Tage es noch bis Weihnachten sind.

Eine schöne Adventszeit und frohe Weihnachten wünschen euch:
Mayra Rosnizeck, Eleni Berberidis, Emilia Strunk

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