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Autor: Chris Ziegler

„Lesen stärkt die Seele“ (Voltaire)

Bundesweiter Vorlesetag am 18.11.22 zum Thema „Ziemlich beste Nachbarn – Wir in Europa“ am Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld

Wen überkommt nicht auch gelegentlich ein Gefühl der Nostalgie, wenn er ein Buch, auf das sich bereits eine dünne Staubschicht gelegt hat, aus dem Bücherregal zieht? Durch die Folgen der Digitalisierung hat das Analoge und „Greifbare“ seinen einstigen Charme zum Großteil verloren. Trotz der Tatsache, dass das Schmökern in einem guten Buch, sprich die Reise in geheimnisvolle Phantasiewelten und ferne Paralleluniversen, doch bekanntlich Balsam für die Seele ist. Um es in den Worten des deutschen Schriftstellers Jean Paul zu formulieren: „Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne.

Das Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld machte es sich anlässlich des bundesweiten Vorlesetages am 18.11.2022 erneut zur Aufgabe, das Lesen, eine anscheinend von der Bildfläche verschwindene, jedoch unverzichtbare Kulturtechnik, für Schülerinnen und Schüler wieder attraktiver zu machen. „Ziemlich beste Nachbarn – Wir in Europa“, so lautete das diesjährige Thema am JEG. Ziel war es, das als Schmelztiegel und Ort der Vielfältigkeit, der Multikulturalität und Metropolen geltende Europa nicht nur als modernen politischen Ballungsraum zu präsentieren, sondern seinen historisch-kulturellen Stellenwert hervorzuheben. „Schaut vorbei, hört zu und entdeckt mit uns unsere Nachbarn in Europa!“, hieß es auf dem bunten Flyer im Eingangsbereich des JEG. Zentrale Werte wie Akzeptanz und Toleranz, Zusammenhalt, Individualität, aber auch Hilfsbereitschaft und gegenseitige Unterstützung, die Europa im Kern beschreiben, fanden sich nämlich bei genauem Hinhören in den einzelnen Geschichten wieder.

Überdies feierte das eigens kreierte Konzept der „Leseinseln“ nach einer Corona-Zwangspause 2022 ihr großes Comeback: Interessierte Schüler konnten in den beiden Pausen spannenden, lustigen, nachdenklichen und sogar englischen Texten lauschen, welche einige Lehrerinnen und Lehrer an verschiedenen Standorten im Schulhaus wie der Mensa oder der Schulbücherei kunstvoll vortrugen. Das Repertoire reichte von Michael Endes Klassiker „Momo“, über „Krabat“ (Ottfried Preußler), bis hin zu dem modernen Roman „Wunder“ von Raquel J. Palacio. Daneben hat das P-Seminar „Rund ums Lesen“ der Q11 speziell für die Jahrgangsstufen 5-7 die Themenschwerpunkte „Der Zauber Europas“, „Europäische Märchen“ und „Die Insel der Tausend Gefangenen“ vorbereitet und diese mit den vorlesenden Lehrkräften abgestimmt. Das Fazit am Ende des Tages: zufriedene Lehrkräfte, die sich an einer großen Zuhörerschaft erfreuen durften und aufmerksame Schülerinnen und Schüler, die den Moment des Innehaltens genossen.

Ein großes Dankeschön gilt den Lehrkräften Ali Gürkan, Petra Hein, Susanne Ingenbleek, Teresa König, Kilian Kneisel, Susanne Pfefferer, Susanne Schmitt, Andrea Splinter, Alexander Thum, Raimund Trosbach und Lone Wulff, die freiwillig ihre Stimmen geliehen und den Vorlesetag am JEG dadurch bereichert haben.

Es bleibt zu hoffen, dass der Vorlesetag auch in Zukunft dazu beiträgt, den Wert des Kulturguts Buch hervorzuheben und seine Bedeutung in einer modernen Welt, die von beständiger Digitalisierung geprägt ist, zu betonen. Denn eines sollte man sich stets vor Augen halten: Bücher sind wie kleine Schatztruhen, prallgefüllt mit Wissen „zum Anfassen“, mit Wissen, das durch Lesen lebendig wird. Es gilt sie nur zu öffnen.

Sabrina Ball

Stellenausschreibung

Das Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Verwaltungskraft (m/w/d) im Schulsekretariat (in Teilzeit, 30,075 Wochenstunden, entspricht 75% der Regelarbeitszeit)


Ihre Aufgabenschwerpunkte

Alle in einem Schulsekretariat anfallenden Verwaltungstätigkeiten wie z.B.

  • Arbeit mit dem Programm ASV (= Amtliche Schulverwaltung)
  • Erteilung von Auskünften
  • Erledigung von Schriftverkehr und Registraturarbeiten
  • Mithilfe bei der Vorbereitung von Konferenzen, Wahlen und Sprechtagen
  • Abwicklung des Publikumsverkehrs und des Telefon-/Postdienstes
  • Überprüfung der Absenzen
  • Materialverwaltung und -beschaffung
  • Organisation der Offenen Ganztagsbetreuung

Ihr Profil

  • Eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten einschlägigen Ausbildungsberuf (z.B. Fachangestellte/r bzw. Kauffrau/Kaufmann für Bürokommunikation, Verwaltungsfachangestellte/r etc.)
  • Gute EDV-Kenntnisse
  • Gute mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit im Deutschen
  • Organisationsgeschick und selbständige verantwortungsbewusste Arbeitsweise
  • Teamfähigkeit und freundliches professionelles Auftreten

Ausschreibende Behörde

Bayerisches Landesamt für Schule

Beschäftigungsbehörde bzw. -ort

Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld

Ansprechpartner/in

Informationen zum Arbeitsumfeld: Frau OStDin Hein

(Schulleiterin des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld, Tel. 06022 8393)

Informationen zu Verfahrensfragen: Frau Ballak

(Bayerisches Landesamt für Schule, Tel. 09831 686-136)

Adresse für Bewerbungen

Bitte richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung als PDF-Dokument (maximal 5 MB) bis spätestens 02.12.2022 per E-Mail an: petra.hein@julius-echter-gymnasium.de

Weitere ergänzende Angaben

Urlaub kann grundsätzlich nur während der Schulferien eingebracht werden. Die Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit regelt die Schulleitung.

Die Stelle ist zur Besetzung mit schwerbehinderten Personen geeignet. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei im Wesentlichen gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt.

Die Stellenausschreibung samt Datenschutzinformationen finden Sie auf der Internetseite des Bayerischen Landesamts für Schule (http://las.bayern.de).

„Googelnde Wikipedianer?“

Von der Kunst im Netz das Richtige zu finden, ohne sich zu verirren

Auch wenn Schulen sich gut ausgestatteter Büchereien erfreuen, Schülerinnen und Schüler suchen Informationen für den Unterricht, Referate und Präsentationen inzwischen nahezu ausschließlich im Internet. Wie findet man aber in der Informationsflut die nötigen und vor allem richtigen Informationen schnell und zielführend? Nicht selten kommt es vor, dass man sich in den Untiefen des Netzes verirrt oder über Stunden darin abtaucht und am Ende mit den falschen Ergebnissen wieder auftaucht. Doch das Referat muss morgen fertig, die Information bis zur nächsten Unterrichtsstunde verfügbar sein, die Frage sofort beantwortet werden. Und nun? – Im digitalen Zeitalter gehört eine gezielte Suchanfrage zum Rüstzeug eines jeden Eleven. Die Nutzung von Suchmaschinen und Online-Lexika ist alltäglich geworden, aus dem Meer des Wissens und der Informationen die richtigen Fische zu angeln und sie in ihrer Qualität zu bewerten, braucht unbedingt Unterstützung und Anleitung.

Daher haben sich die Schülerinnen und Schüler unserer Jahrgangsstufe 7 im Rahmen des Medienführerscheins Bayern an einem eigens dafür neu eingeführten Medienkompetenztag auf die Reise gemacht: thematisch ins Mittelalter, methodisch ins Netz. Unter Begleitung ihrer Fachlehrkräfte arbeiteten sie sich Schritt für Schritt von der individuell gewählten Themenstellung bis zur fertigen Präsentation, die am Ende zurück in den jeweiligen Fachunterricht fließt. Nach knappen Erläuterungen der Lehrkräfte ging es in die eigenständige Erarbeitung. Es galt, Informationen im Netz zu suchen, zu finden und zu bewerten, dabei gezielte Suchanfragen zu stellen und auf die passende Suchmaschine zuzugreifen. Rechercheergebnisse mussten bewertet, Urheberrechte erkannt und respektiert werden. Abschließend mussten die ausgewählten Ergebnisse in eine strukturierte, gewinnbringende Präsentation überführt werden. Schon nach kurzer Zeit stellte sich die konzentrierte Stimmung und Arbeitshaltung eines Projekttages ein. Die Schülerinnen und Schüler fanden es nach eigener Aussage „sehr cool, sich einmal einen ganzen Tag mit einer Sache beschäftigen“ zu dürfen. Die Stunden vergingen wie im Flug – „Was schon 5. Stunde?“ – und Tipps und Tricks der Lehrkräfte, die mal nicht dozierten, sondern nur moderierten, wurden gern angenommen. Besonderen Spaß bereitete die Erstellung der Präsentation. Dabei wurde mit Hingabe animiert und gelayoutet. Die vorangegangene Auseinandersetzung mit entsprechenden Programmen im Informatikunterricht machte sich mehr als bezahlt, Fähigkeiten und Fertigkeiten wurden ausgetauscht und perfektioniert. Am Ende waren sich die „googelnden Wikipedianer“ nicht ganz einig, an welcher Stelle der Gewinn der Reise größer war: in den Kenntnissen über das Mittelalter oder in neuen Fertigkeiten des Suchens und Findens. Ein Gewinn war der Tag aber auf jeden Fall!

Pfefferer, Ingenbleek

„Wir haben lange unter den alten Sofas gelitten.“

Offizielle Einweihung der neuen Sofas für die Aufenthaltsräume der Jahrgangsstufen Q11 und Q12 am 7.11.2022

Wer in der vergangenen Woche im Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld an den Aufenthaltsräumen der Oberstufe vorbeilief, der wurde mit einer ungewohnte Geräuschkulisse konfrontiert: Der Klang von Sägen, Bohrmaschinen, lautem Hämmern und dem Ächzen der Möbelpacker erfüllte den Gang. Der Grund hierfür war die Aufstellung der neuen Sitzlandschaften in den beiden Räumen der Q11 und Q12.

Gemeinsam mit dem Landkreis Miltenberg leitete der Elternbeirat des JEG den Austausch der mittlerweile schon etwas in die Jahre gekommenen Sofas in die Wege und sorgte dafür, dass die beiden Kollegstufenzimmer mit neuen, farbenfroheren Modellen ausgestattet wurden, was bei den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe auf allgemeine Begeisterung stieß. Nach dem knapp zehnjährigen Dienst der alten Sofas, damals gespendet vom Elternbeirat, dem JEG-Freundeskreis und dem Abiturjahrgang 2012/13, wurde es höchste Zeit, Abschied zu nehmen.

Am 7.11.2022 fand dann am Vormittag die offizielle Einweihung der neuen Sitzlandschaften statt. Im Beisein der Oberstufenkoordinatorinnen Andrea und Susanne Schneider bedankten sich die beiden Vertreterinnen der Jahrgangsstufen Q 11 und 12, nach einer allgemeinen Begrüßung durch Schulleiterin Petra Hein, persönlich beim Elternbeirat für die überaus großzügige Spende von 5.000 Euro, dank der die Aufenthaltsräume nun viel „farbenfroher und heller“ erscheinen. Der Spendenbeitrag wurde aus den Einnahmen des Schulfests zum 50-jährigen Jubiläum des JEG im vergangenen Juli bestritten; den Löwenanteil von nochmals 10 000 Euro übernahm der Landkreis als Sachaufwandsträger.

„Lange haben wir unter dem schlechten Zustand der alten Sofas gelitten. Sie haben den meisten Schülern somit einen sehnlichen Wunsch erfüllt“, so Jolanda Schröder im Namen der Q12. Auch Felicitas Zwirner, die Stufensprecherin der Q11, bedankte sich bei den Spendern: „Wir haben uns seit der 5. Klasse auf die Kollegstufenzimmer und die Sofas gefreut.“ Überdies könne man nun wieder ohne Bedenken auf der Couch Platz nehmen, ohne dabei eine Verfärbung weißer Kleidung in Kauf nehmen zu müssen, wie es bei den vorherigen Sitzmöbeln oft der Fall war.

Nach den Dankesworten übergab Marion Lebold als Elternbeiratsvorsitzende die neuen Möbel ihrer Bestimmung und hoffte, dass noch viele Jahrgänge ihre Freude daran haben mögen. Um dies zu gewährleisten, gemahnte sie die Schülerschaft an den pfleglichen Umgang mit den nun deutlich helleren Sitzbezügen. Augenzwinkernd verwies sie auf den „Superaktivschaum“ aus den Putzutensilien von Hausmeister Markus Grewe, dem sie besonders für die große Mühe, die er in den Aufbau der Sitzlandschaften gesteckt hatte, dankte. Für noch mehr Bequemlichkeit verwies Lebold zudem auf den vom Elternbeirat erstellten „Wunschzettel“, der den Schülern weitere Ausstattungswünsche gestattet. Zum Abschluss spendierte der Elternbeirat dieses Mal kein Geld, sondern Gummibärchen für alle, sehr zur Freude der anwesenden Schülerschaft.

Sabrina Ball

Bienvenue en France – Frankreich erleben

P-Seminar des Julius-Echter-Gymnasiums gestaltet Aktionstag „Frühfranzösisch“ an der Mozartschule Elsenfeld

Unter dem Motto „Bienvenue en France – Frankreich erleben“ stand der Aktionstag, den das P-Seminar „Frühfranzösisch“ des Julius-Echter-Gymnasiums am Montag, den 24.10.2022, in der Klasse 4 C von Frau Labarta in der Mozartschule Elsenfeld abhielt. Die Idee dahinter: jungen Schülerinnen und Schülern spielerisch die französische Sprache und Kultur ein wenig näherzubringen und sie für die deutsch-französische Freundschaft zu begeistern.

Insgesamt sechs Schulstunden lang unternahmen die Kinder voller Begeisterung eine Reise quer durch die verschiedenen Regionen Frankreichs, zu denen die Schülerinnen der Oberstufe sich jeweils spannende Aktivitäten ausgedacht hatten. So lernten die Grundschülerinnen und Grundschüler die Sehenswürdigkeiten von Paris kennen, durften in Aix-en-Provence auf einem Gemüsemarkt einkaufen, lernten Tiernamen und bekamen das Zählen bis Zehn beigebracht.

Außerdem spielten Mode und Eleganz eine große Rolle: So gab es eine Boutique, in der die Kinder Kleidungsstücke selbst gestalten konnten, und eine Station, an der sie, inspiriert vom majestätischen Schloss Versailles, bunte Kronen bastelten. Kreativ gestaltete Polaroidfotos zum Mitnehmen nach Hause rundeten diesen Teilbereich ab. Außerdem konnten sich die Kinder beim gemeinsamen Tanzen zu aktueller französischer Musik austoben und Spaß haben. Auf die Frage, wer von ihnen sich denn vorstellen könnte, an einer weiterführenden Schule Französisch zu lernen, schossen beinahe alle Hände sofort in die Höhe.

Zum Abschluss setzten sich alle zusammen ins Klassenzimmer der 4 C und aßen selbstgemachte Crêpes, während die Schülerinnen und Schüler den Tag noch einmal Revue passieren ließen. Die ganze Klasse wie auch das Seminar des JEG und die jeweilige Lehrerin zeigten sich begeistert von der Aktion. „Ich wünschte, jeden Tag wäre französischer Tag!“, rief eine Schülerin, worin die anderen Kinder ihr sofort beipflichteten.

Das P-Seminar „Frühfranzösisch“ 2020/22, sagt ganz herzlich Danke für den schönen, lehrreichen Tag, es hat sich auf jeden Fall gelohnt, so viel Arbeit in das Projekt gesteckt zu haben. Und Seminarleiterin Anja Hirdina freut sich schon, vielleicht den einen oder die andere der Klasse 4 C bald im „richtigen“ Französischunterricht wiederzusehen!

Jolanda Schröder