„Igitur de Catilinae coniuratione, quam verissume potero, paucis absolvam.“
Ich werde also die Verschwörung des Catilina so wahrheitsgetreu wie möglich kurz behandeln.
Mit diesem berühmten Auftakt aus Sallusts „De coniuratione Catilinae“ beginnt ein Werk, das die Krise und den moralischen Verfall des römischen Staates, aber auch politische Intrigen und Machtkämpfe in den Blick nimmt. Im Lateinunterricht haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11ABC mit diesen Themen beschäftigt und sich Sallust und seiner Zeit gewidmet. In vier selbst produzierten spannenden Podcasts geben die Schülerinnen und Schüler einen Überblick über Sallusts Leben, beleuchten die Verschwörung des Catilina im Jahr 63 v. Chr. und stellen sein Werk „De coniuratione Catilinae“ als historische Monographie vor. Außerdem setzen sie sich mit Sallusts Geschichtsbild auseinander und erklären, wie er den moralischen Verfall der römischen Republik und den Verlust des „mos maiorum“ deutet.
Die Podcastreihe zeigt, wie die Schülerinnen und Schüler historische Inhalte kreativ, verständlich und zeitgemäß aufbereitet haben und dass Sallust in seinem Werk Themen aufgegriffen hat, die heute mehr denn je aktuell sind und zum Nachdenken anregen.
Neugierig geworden? Dann viel Spaß beim Zuhören! Es lohnt sich!
Auch in diesem Schuljahr lud die Fachschaft Latein die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe zu einem Bastel-, Spiele- und Infonachmittag ein. 65 neugierige und aufgeregte Schülerinnen und Schüler warteten in der Aula gespannt auf den Beginn des Nachmittags. Den Auftakt bildete das mitreißende Lied „Abenteuer Latein!“, das alle gemeinsam anhörten und – tatkräftig unterstützt von den Lehrkräften der Fachschaft Latein – mitsangen. Nach der herzlichen Begrüßung durch die Schulleiterin Petra Hein stellte die Fachleiterin Christine Brendel das abwechslungsreiche und informative Programm für den Nachmittag vor.
Nun hieß es: Incipiamus! („Los geht`s!“) An zwei Infostationen erhielten die Schülerinnen und Schüler einen ersten Einblick in das Fach Latein, an zwei Mitmachstationen konnten sie selbst aktiv werden. Begleitet wurden sie dabei von den Lateinlehrkräften und den Tutoren, an die an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön ergeht: Gratiam vobis agimus! An der ersten Station bastelten die Kinder eine römische Rundmühle aus Leder und probierten das beliebte Kinderspiel der Antike direkt aus, was problemlos gelang, da es sich dabei um eine vereinfachte Version unseres heutigen Mühlespiels handelt. Die Rundmühle durften sie dann samt der zugehörigen Spielsteine als praktisches, verschnürbares Ledersäckchen mit nach Hause nehmen. Bei der nächsten Station wurden die Schülerinnen und Schüler vom Lateinhasen Julius begrüßt, der die Hilfe der Kinder benötigte. Sie mussten Produkte, die uns täglich beim Einkaufen begegnen, den ihnen zugrunde liegenden lateinischen Wörtern zuordnen. Auch dies meisterten die Kinder mühelos und so erfuhren sie auf anschauliche Weise, dass Latein in unserem Alltag allgegenwärtig und keineswegs tot ist: Lingua Latina mortua non est! Bei einer weiteren Station erhielten sie einen ansprechenden Infoflyer zur Sprache Latein, in dem sie mehrere Rätsel lösen durften. Dadurch wurde ihnen bewusst, dass Latein die Grundlage vieler moderner Fremdsprachen darstellt, zahlreiche Parallelen zur deutschen Sprache aufweist und in der Fachsprache wichtiger Berufe erscheint. An der letzten Station standen römische Spiele auf dem Programm, z.B. mussten beim Delta-Spiel Nüsse möglichst in die Spitze eines auf den Boden gemalten Dreiecks geworfen werden oder beim Pentelitha-Spiel Knöchelchen hochgeworfen und mit dem Handrücken wieder aufgefangen werden.
Der Nachmittag hat allen magnum gaudium (viel Spaß) gemacht, den Kindern hoffentlich wertvolle Einblicke in die lateinische Sprache vermittelt und bei so manchem auch das Interesse und die Begeisterung für Latein geweckt.
Balnea faciunt vitam! – Die Bäder machen das Leben aus! Dieser Lebensweisheit aus der römischen Antike stimmen sicherlich auch heute noch viele Menschen zu, denn Saunen und Erlebnisbäder sind bei Groß und Klein nach wie vor ein beliebtes Freizeitvergnügen. Und dass sich unsere heutigen Badegewohnheiten gar nicht so sehr von denen der alten Römer unterscheiden, konnten zwei sechste Klassen hautnah erleben, als sie sich aufmachten, das Geheimnis antiker Badekultur zu entdecken.
Im Rahmen eines Unterrichtsgangs wagten sich die jungen Lateinerinnen und Lateiner gemeinsam mit ihren Lehrkräften auf eine kleine Zeitreise. Nur ein paar Schritte trennten sie von ihrem Ziel: den Römerthermen des Elsavamar.
Dort angekommen erwartete sie nicht nur ein sehr engagiertes Team des Schwimmbads, sondern auch eine weitere Überraschung: Herr Joachim Oberle, Vorsitzender des Freundeskreises des JEG, empfing die Schülerinnen und Schüler in voller historischer Gewandung als Praefectus cohortis – ein römischer Amtsträger aus dem antiken Nemaninga, dem heutigen Obernburg. Mit viel Begeisterung und Sachverstand führte er in die faszinierende Welt der römischen Badetradition ein.
Dass die Römer bereits über ein durchdachtes Fußbodenheizsystem verfügten, sorgte für großes Staunen: Das sogenannte Hypokaustum verteilte warme Luft unter dem Boden und sorgte für die jeweils richtige Temperatur – und teils so heiße Fußböden, dass Besucher damals Holzsandalen tragen mussten, um sich nicht die Füße zu verbrennen. Neben dem hygienischen Aspekt des täglichen Thermenbesuchs kam auch Wellness nicht zu kurz: Eine wohltuende Massage im Tepidarium war fester Bestandteil des Badeerlebnisses. Und wer nach Hitze und Entspannung Abkühlung suchte, fand diese im Frigidarium, dem kalten Wasserbecken.
Zum Abschluss tauchten die Schülerinnen und Schüler bei einem Hörspiel und den Düften eines mediterranen Zitronenaufgusses komplett in die antike Thermenwelt ein.
Am Ende dieses gelungenen Ausflugs, den einige Lateinerinnen und Lateiner gerne mit einem Bad im Eiswasser gekrönt hätten, verabschiedete sich der Praefectus cohortis mit einem kräftigen „Valete!“ und entließ die beiden Klassen voller Eindrücke und neuem Wissen über das alltägliche Leben im alten Rom – ein Unterrichtsgang, der garantiert in Erinnerung bleibt.
Spanische Gäste aus Barbate bereichern unser Schulleben
Vom 22. bis 29. Januar 2026 erlebten 17 Schülerinnen unserer 10.Jahrgangsstufe eine spannende Woche im Rahmen des Schüleraustauschs mit unserer spanischen Partnerschule I.E.S. Vicente Aleixandre in Barbate. Die andalusische Gruppe bestand in diesem Jahr aus vier Jungen und 13 Mädchen, die in den Familien unserer Schülerinnen untergebracht waren und so einen tieferen Einblick in das deutsche Alltagsleben gewinnen konnten.
Das Austauschprogramm begann am Morgen nach der Ankunft mit einem gemeinsamen Frühstück in der Mensa der Schule, gefolgt von einem Ausflug nach Miltenberg. Dort übernahmen unsere deutschen Schülerinnen die Rolle von Stadtführerinnen und präsentierten in spanischer Sprache die Sehenswürdigkeiten der malerischen Altstadt. Diese Kurzvorträge hatten sie zuvor in Kleingruppen im Spanischunterricht vorbereitet. Ein weiteres Highlight der Woche waren die riesigen Mengen an Schnee, die die andalusischen Gäste in Staunen versetzten und für helle Begeisterung sorgten, da es in ihrer Heimat so gut wie nie schneit. Am Wochenende verbrachten die spanischen Schülerinnen und Schüler Zeit mit ihren deutschen Gastfamilien, was die interkulturellen und persönlichen Beziehungen weiter vertiefte.
Das Programm umfasste auch den Besuch des stundenplanmäßigen Unterrichts am JEG sowie einen gemeinsamen Tagesausflug nach Frankfurt. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler die Aussichtsplattform des Maintowers in 200 m Höhe besuchen, den „Römer“ besichtigen und mit VR-Brillen eine Zeitreise ins Frankfurt von 1891 unternehmen.
Unsere deutschen Teilnehmerinnen blicken bereits jetzt mit großer Vorfreude auf den bevorstehenden Gegenbesuch in Barbate im April. „¡Nos vemos pronto!“ – Wir sehen uns bald!
Am 3. Februar 2026 hatten die Schülerinnen und Schüler der fünf W-Seminare des Julius-Echter-Gymnasiums die Gelegenheit, die Universität Würzburg zu besuchen. Diese Exkursion bot eine wertvolle Möglichkeit, einen ersten Einblick in das universitäre Studium zu erhalten und wichtige Fertigkeiten für die anstehende Seminararbeit zu erlangen. Organisiert wurde die Fahrt von Oberstufenkoordinator Marcel Giloj.
Ein besonderer Fokus lag natürlich auf der Recherchearbeit. Hier wurde den Schülerinnen und Schülern von Experten der Uni-Bibliothek gezeigt, wie sie mit Hilfe des Online-Katalogs gezielt wissenschaftliche Quellen finden und nutzen können. Diese Fertigkeiten sind für die Erstellung der Seminararbeit von großer Bedeutung und bieten zugleich eine effektive Vorbereitung auf ein späteres Studium.
Viel Neues gelernt
Um den Tag möglichst effizient zu gestalten, wurden die Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe in drei Gruppen aufgeteilt. Während die eine Gruppe zunächst eine allgemeine Einführung zum Studium an der Uni Würzburg erhielt und den Campus erkundete, konnte die anderen beiden Gruppen bereits erste Kenntnisse zur wissenschaftlichen Recherche in der Zentralbibliothek erwerben. Nach einer Wechselphase hatten alle Teilnehmenden beide Stationen durchlaufen und somit nicht nur eine Vorstellung vom Studierendenalltag bekommen, sondern bereits mögliche Literatur für die Erstellung ihrer Seminararbeiten gefunden.
Studieren an der Uni Würzburg
Nach einer Mittagspause folgten interessante Fachvorträge, die von Studienbotschaftern der Universität gehalten wurden. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich dabei zwischen verschiedenen Disziplinen entscheiden, nämlich den Lehramtsstudiengängen, Biologie, Biomedizin, Pharmazie und KI-Engineering. Diese Vorträge gaben nicht nur Einblick in die jeweiligen Studiengänge, sondern verdeutlichten auch die unterschiedlichen Anforderungen eines Hochschulstudiums. Bei der Breite der Angebote war für jeden etwas dabei.
Die Exkursion zur Universität Würzburg erwies sich in mehrfacher Hinsicht als bereichernd. Die Schülerinnen und Schüler erhielten erste Einblicke in den akademischen Betrieb und konnten sich über verschiedene Studienmöglichkeiten informieren. Und außerdem gab es in der Mensa lecker Pommes zu Mittag!