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Autor: Chris Ziegler

Austauschreise nach Norwegen – Eine Woche voller Eindrücke, Begegnungen und Erlebnisse

Am 6. Februar 2026 begann für unsere Austauschgruppe eine besondere Reise: Mit dem Flug von Frankfurt nach Oslo startete unsere Austauschfahrt nach Norwegen. Die Aufregung war groß, denn für viele Teilnehmende war es der erste Besuch in diesem nordischen Land. Nach der Landung ging es mit dem Zug ins Stadtzentrum von Oslo, wo wir unser Hotel bezogen. Ein gemeinsames Abendessen und ein kurzer Stadtbummel sorgten für einen entspannten Auftakt in eine ereignisreiche Woche.

Der Samstag begann früh am Morgen mit dem Besuch des Fram-Museums. Ziel war es, als erste Gruppe das berühmte Polarschiff zu betreten, mit dem einst Expeditionen in Richtung Nordpol unternommen wurden. Der Rundgang durch das originale Schiff war für viele ein absolutes Highlight und vermittelte Geschichte auf eindrucksvolle und unmittelbare Weise. Anschließend ging es mit dem Bus weiter ins Norsk Folkemuseum. Dort tauchten die Schülerinnen und Schüler in die nordische Kultur ein: In lebendigen Darstellungen zeigten Handwerker wie Schmiede und Bäcker das Leben früherer Zeiten und machten Geschichte anschaulich erlebbar. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Stadtzentrum folgte eine Stadtführung durch Oslo, bei der weitere Einblicke in Geschichte, Architektur und Alltag der norwegischen Hauptstadt gewonnen wurden.

Der Sonntag stand im Zeichen von Kultur und Kennenlernen. Nach dem Besuch des Osloer Rathauses und des Nationalmuseums sorgte das Schlittschuhlaufen in der Innenstadt für ein besonderes Erlebnis. Am Abend trafen wir erstmals unsere norwegischen Austauschpartner. Durch gemeinsame Spiele entstand schnell eine offene und herzliche Atmosphäre, bevor viele den Abend bereits in ihren Gastfamilien verbrachten.

Am Montag folgte der erste richtige Schultag. Gemeinsam mit den norwegischen Schülerinnen und Schülern nahmen wir am Unterricht teil und erhielten einen authentischen Einblick in das norwegische Schulsystem. Der Vergleich mit dem deutschen Schulalltag war besonders spannend. Nach gemeinsamer Projektarbeit bildete der Besuch einer Sauna am Fjord einen eindrucksvollen Tagesabschluss.

Der Dienstag war geprägt von politischer Bildung und Erinnerungskultur. Der Besuch der 10.-August-Gedenkstätte in Bærum vermittelte eindringliche Einblicke in den rechtsextremistischen Anschlag auf die Moschee „Al-Noor Islamic Centre“. Originalexponate im Museum und eine anschließende Gesprächsrunde machten die Auseinandersetzung mit Extremismus, Radikalisierung und Verantwortung besonders intensiv. Am Nachmittag führte das Programm zum Rosenschloss bei Holmenkollen, einer großen Outdoor-Ausstellung zur NS-Besatzung Norwegens, die Geschichte eindrucksvoll, persönlich und emotional erfahrbar machte.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen von Natur und Gemeinschaft. Eine Wanderung zur Gupu-Hütte durch verschneite Landschaft, gemeinsames Grillen am Lagerfeuer, Schlittenfahren sowie abendliches Rodeln am Holmenkollen stärkten den Zusammenhalt der Gruppe und sorgten für viele unvergessliche Momente.

Am Donnerstag erhielten die Schülerinnen und Schüler erneut Einblicke in den Schulalltag. Nach gemeinsamer Projektarbeit und interaktiven Kennenlernformaten folgten kulturelle Besuche in der Deichman-Bibliothek und im Munch-Museum. Den emotionalen Höhepunkt und zugleich den perfekten Abschied von Norwegen bildete das gemeinsame Langlaufen in winterlicher Landschaft bei Nacht.

Am 13. Februar hieß es schließlich Abschied nehmen. Nach der gemeinsamen Fahrt zum Flughafen Oslo trat die Gruppe die Heimreise nach Frankfurt an. Der letzte Blick auf das verschneite Norwegen aus dem Flugzeug markierte das Ende einer intensiven Woche.

Rückblickend war diese Austauschreise weit mehr als ein klassischer Schüleraustausch. Sie ermöglichte nicht nur Einblicke in das norwegische Schulsystem, die Kultur und den Alltag, sondern vor allem in das Leben der Menschen vor Ort. Die Begegnungen mit den Gastfamilien und Austauschpartnern, die gemeinsamen Aktivitäten und Gespräche machten diese Woche zu einer besonderen Erfahrung, die allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Danke an unsere Lehrkräfte Anke Zimmermann und Jan Wagner für ihr großes persönliches Engagement und dem daraus resultierenden perfekten Austauschprogramm. Ein weiterer Dank gilt dem ERASMUS+-Programm, das den Austausch finanziell ermöglichte.

J. Wagner

Erfolg bei „Jugend forscht“ für das Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld

Großer Erfolg für das Julius-Echter-Gymnasium: Beim diesjährigen Wettbewerb „Jugend forscht“ konnten mehrere Schüler mit ihren Forschungsarbeiten überzeugen und sich hervorragende Platzierungen sichern.

Den zweiten Platz erreichten Konstantin Verfürth und Samuel Bachmann mit ihrer Arbeit „Untersuchung zum sonochemischen Abbau von Farbstoffen im Abwasser“. In ihrem Projekt beschäftigten sich die beiden Jungforscher mit einem aktuellen Umweltproblem: der Reinigung von Abwässern aus Textilfärbeprozessen. Farbstoffe aus Färbebädern gelangen häufig ins Abwasser und sind dort nur schwer abbaubar.

Um diese Stoffe zu entfernen, setzten die Schüler auf die Ultraschalltechnik. Der besondere Vorteil dieser Methode besteht darin, dass sie weitgehend ohne zusätzliche Chemikalien auskommt. Durch den sogenannten sonochemischen Effekt entstehen hochreaktive Radikale, die Farbstoffmoleküle angreifen und zerstören können. Dadurch lässt sich das Wasser effektiv reinigen.

Ein besonderer Dank gilt dem Unternehmen Alcon, das die Arbeit durch das großzügige Sponsoring eines Ultraschallgeräts unterstützt hat. Dieses spielte eine zentrale Rolle bei den Versuchen und soll auch in einer bereits geplanten Folgearbeit wieder zum Einsatz kommen.

Auch in der Altersparte „Jugend forscht Junior“ konnte das Julius-Echter-Gymnasium einen Erfolg verbuchen: Narin Demirci und Kyra Kluge erreichten mit ihrem Projekt den dritten Platz. In ihrer Forschungsarbeit beschäftigten sie sich mit der Vergiftung und Entgiftung des Multienzymsystems Hefe, das in ihrem Experiment als Modellorganismus diente.

Dabei untersuchten die beiden Jungforscherinnen, wie verschiedene Stoffe auf das Enzymsystem der Hefe wirken und welche Substanzen mögliche Gegengifte darstellen könnten. Als potenzielle Entgiftungsmittel testeten sie unter anderem verschiedene Gemüsesorten wie Zwiebeln und Lauchgewächse sowie das Medikament Dimaval. Ziel war es herauszufinden, inwieweit diese Stoffe die schädlichen Effekte bestimmter Gifte abschwächen können.

Auch Narin Demirci und Kyra Kluge möchten ihre Forschung fortsetzen. Die beiden planen bereits weitere Experimente und hoffen, im kommenden Jahr erneut beim Wettbewerb „Jugend forscht“ an den Start zu gehen.

Die erfolgreichen Platzierungen zeigen einmal mehr das große Engagement und die wissenschaftliche Neugier der Schülerinnen und Schüler am Julius-Echter-Gymnasium. Ein großes Dankeschön gilt auch Dr. Roland Full für die unermüdliche Betreuungsarbeit.

J. Giegerich

Vielfalt (er)leben: Inklusionssporttag der 6. und 8. Klassen

Am Donnerstag, dem 26. Februar, fand am Julius-Echter-Gymnasium zum zweiten Mal eine besondere Sportveranstaltung statt, nämlich ein Inklusionssporttag für die 6. und 8. Klassen mit fünf verschiedenen Stationen. Außerdem war der Bayerische Behindertensportverband (BVS) mit zwei Referenten, Klaus Gläser und Romy Pawellek vor Ort, die mit den Schülerinnen und Schülern Rollstuhlbasketball spielten und sie für diese inklusive Sportart gewinnen konnten. Vielfach wurde danach die Bitte an die Sportlehrkräfte gerichtet, ob man nicht zukünftig wieder einmal Rollstuhlbasketball spielen könnte. Wir bleiben am (Basket-)Ball und versuchen auch weitere Kooperationen außerhalb des speziellen Tags zu ermöglichen!

Als Erstes begannen die 6. Klassen in der Sporthalle mit ihren Aktivitäten. Die 8. Klassen starteten dann um 10.25 Uhr und beendeten den Inklusionstag pünktlich um 12.55 Uhr. Neben Rollstuhlbasketball konnten die Teilnehmenden die inklusiven Sportarten Sitzvolleyball und Goalball ausprobieren. In einer weiteren Halle war eine Gerätelandschaft aufgebaut, die blind bewältigt werden musste. Teamwork und Vertrauen waren hier gefragt, denn der Parcour (Klettern, Balancieren, Rollbrettfahren…) konnte allein nicht bezwungen werden. Mit Blindenstöcken ausgestattet erprobten die Schülerinnen und Schüler bei der fünften Station, einem Orientierungslauf entlang der Tribünen, durch das Foyer, bis in die Zuschauerränge, wie sehbehindertengerecht das Gebäude aufgebaut ist. Dabei stießen sie durchaus auf das ein oder andere Hindernis.

Abschließend nahmen sich Klaus und Romy noch ausgiebig Zeit, um alle Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten, sei es zum Alltag eines Rollifahrers oder zur technischen Ausstattung des Rollstuhls bis hin zu sehr persönlichen Fragen. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an die beiden Referenten, die unseren Inklusionstag durch ihre Offenheit und Begeisterung für den Inklusionssport bereicherten.

Sport verbindet und macht gemeinsam doch am meisten Spaß! Wir denken, dass dieser Tag allen Teilnehmenden gezeigt hat, wie man alltäglich Vielfalt (er)leben kann!

V. Müller

JEG und Kommunalpolitik? – Lasst uns reden

Angeblich ist die Jugend von heute nicht an Politik interessiert und fordert nur Lösungen, ohne selbst Verantwortung übernehmen zu wollen. Doch dem ist nicht so. Zu diesem Schluss kommen auch aktuelle Jugendstudien, die den Jugendlichen ein großes politisches Interesse attestieren.

Am Julius-Echter-Gymnasium mit seinem sozialwissenschaftlichen Zweig ist die aktive Auseinandersetzung mit der Gesellschaft und der Tagespolitik seit jeher fest verankert und stellt einen integralen Bestandteil des Unterrichts dar.

Und obgleich sie noch nicht selbst wählen dürfen, zeigten die Schülerinnen und Schüler mit viel Freude großes politisches Engagement und außerschulischen Einsatzwillen. Mit Mikrofonen ausgestattet befragten sie interessiert und aufgeschlossen Kandidatinnen und Kandidaten, die im Landkreis als Stadt- oder Gemeinderäte kandidieren oder sich als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters oder des Landrats zur Verfügung stellen und damit Einfluss auf die Geschicke ihrer Heimatgemeinde nehmen wollen.  – Die PuG-Gruppe der Klassen 9BC zog aus und befragte sie interessiert und kritisch zur Kommunalpolitik im Allgemeinen und jugendpolitischen Ansätzen im Speziellen. Dabei wählten sie ihre Interviewpartner selbst aus und kreierten daraus selbstständig Podcasts zum Thema „Jugendpolitik im Kommunalwahlkampf 2026“.

Danke an alle Kandidatinnen und Kandidaten, die sich für die Fragen und Anliegen der Jugendlichen Zeit genommen haben!

Doch bevor wir noch weitere Worte verlieren, können Sie sich selbst die Produkte anhören.

Einen informativen Hörgenuss wünscht die PuG-Gruppe 9BC!

Kneisel

Elsenfeld:


Elsenfeld 02:


Kleinwallstadt:


Klingenberg:


Miltenberg:


Mömlingen:


Obernburg:


Wörth:


Wörth und Landkreis:


Erfolgreiche Teilnahme des JEG am Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung 2025

Ein großer Erfolg für die engagierten Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 11 im Fach Politik und Gesellschaft am Julius-Echter-Gymnasium: Beim renommierten Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier überzeugten die beiden Lerngruppen 9 AB und 11 BC der Lehrkräfte Patricia Brückner und Fabian Fischer mit ihrem Beitrag die Fachjury.

Die Schülerinnen und Schülern haben zum Thema „Deepfakes – meine, deine, unsere Verantwortung?“ typischen Social-Media Content in Form verschiedener Videoclips erstellt, die auch einzeln betrachtet zentrale Fragen beantworten. Deepfakes sind gefälschte Videos, Bilder oder Stimmen, die so echt aussehen, dass man sie leicht für wahr halten kann. Dafür benutzen Computer künstliche Intelligenz (KI), die lernt, Gesichter oder Stimmen von Menschen nachzumachen. Eine große Gefahr für die politische Bildung, wenn Deepfakes etwa von antidemokratischen Gruppierungen genutzt werden, um die Meinungsbildung in ihrem Sinn zu manipulieren.

Neben Gesprächen mit Expertinnen und Experten, darunter Martin Stock, Abgeordneter des Bayerischen Landtags, und Kevin Geiß, KI-Experte von der TH Aschaffenburg, galt es, Hintergrundinformationen für das Publikum ansprechend aufzubereiten und schließlich in die passende Form zu bringen. Die eingereichten Beiträge wurden von der Jury, in der Fachleute aus Schulen, Hochschulen, Jugendorganisationen, Bildungseinrichtungen und Medien vertreten waren, aus über 1600 eingesandten Beiträgen ausgewählt und mit einem Geldpreis in Höhe von jeweils 150 Euro ausgezeichnet.

Laut Jury überzeugten die Jugendlichen vom JEG durch eine besonders eigenständige und differenzierte Auseinandersetzung und bewiesen Urteilsfähigkeit und Kreativität. Eine tolle Leistung, die zeigt, wie engagierter Politikunterricht Schülerinnen und Schülern dabei hilft, sich in einer immer komplexer werdenden Medienlandschaft zurechtzufinden.

Thum