Am Buß- und Bettag erlebten die Sportklassen der JEG einen erlebnisreicehn Klettertag im DAV Kletterzentrum Aschaffenburg. Insgesamt drei Schülergruppen, bestehend aus je 25 Schülern, hatten die Gelegenheit, die Faszination des Kletterns zu entdecken. Das Engagement der Sportlehrer Bernd Gehring und Daniel Sraka sowie den drei Übungsleitern des Alpenvereins ermöglichte ein sicheres und lehrreiches Klettererlebnis. Mit viel Spaß und Begeisterung überwanden die Schülerinnen und Schüler die Herausforderungen der Kletterwände und bekundeten am Ende der Veranstaltung ein einstimmiges Interesse, schon bald wieder in die Höhe zu steigen.
Im spannenden Kreisfinale der Wettkampfklasse IV trafen die Handballs-chulmannschaften des JEG Elsenfeld und des JBG Miltenberg aufeinander. Durch ihre starke Verteidigung, ihr temporeiches Angriffsspiel und ihre sicheren Torabschlüsse sicherten sich Elsenfelder einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Unter der Leitung von Trainer Bernd Gehring und Co-Trainerin Sarah Diener dominierten die Elsenfelder bereits zur Halbzeit mit einem beeindruckenden Stand von 13:2. Das Spiel endete schließlich mit einem klaren 23:4, und die JEG Elsenfeld feierte ihren verdienten Triumph im Kreisfinale.
Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, inklusive dem Nikolaus und seinem Knecht Rupprecht, sondern auch Mitte November der bundesweite Vorlesetag mit vielen Aktionen rund ums Buch.
Wie in allen Jahren hat Susanne Pfefferer auch in diesem Jahr wieder mit viel Fleiß und Akribie eine Sammlung von Texten erstellt, dieses Mal zum Thema Europa, passend zur Auszeichnung des JEG mit der Europa-Urkunde durch das bayerische Europaministerium. Die dort versammelten Geschichten konnten dann als „literarischer Stundeneinstieg“ von den Lehrkräften genutzt werden, um ihre Schülerinnen und Schüler vom Reiz des Lesens zu überzeugen.
An erster Stelle fand sich natürlich die Sage von Europa, der Königstocher aus dem heutigen Libanon, die von Göttervater Zeus, der in Liebe zu der schönen Jungfrau entflammt war, in Gestalt eines Stieres nach Kreta entführt wird. Als der Verfasser dieser Zeilen besagte Sage in einer elften Klasse zu Gehör brachte, war spätestens an der Stelle, an der beschrieben wird, wie Europa die wohlgeformte Gestalt und das glänzende Fell des Stieres liebkosend streichelt und unbedingt auf dem Stier reiten möchte, die Verwunderung groß. Heute würden Stiere wohl auf junge Mädchen nicht dieselbe Wirkung entfalten – selbst wenn sie schön sind.
Aber nicht nur mit dem literarischen Stundeneinstieg wurde für das Lesen geworben: Einige Lehrkräfte waren auch in der Bücherei, der Mensa und – sehr zur Freude der Schülerinnen und Schüler der Q 11 – auch in ihrem Kollegstufenzimmer als „lebende Bücher“ bzw. „Leseinseln“ im Einsatz. So lauschten in der ersten Pause einige Schülerinnen aus der Unterstufe aufmerksam Schulleiterin Petra Hein, die nicht nur vortrug, sondern sich auch gleich noch mittels Nachfragen vergewisserte, ob das Gelesene auch richtig verstanden wurde. Eine etwas andere Erfahrung machte Susanne Ingenbleek in der Mensa, in der sich die anwesende Schülerschaft wohl eher weniger auf das Zuhören, sondern mehr auf das begleitende Herumblödeln konzentrierte. Schade!
Dank des selbstlosen Einsatzes einer Schülerin, welche den Vortrag von Alexander Thum im Kollegstufenzimmer mit motivierendem Hin- und Herschwenken des „Leseinsel“-Plakats begleitete, wurde die Lektüre aus Bora Cosics Roman „Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution“ insgesamt recht wohlwollend aufgenommen.
Herzlichen Dank auch an die anderen beiden lebenden Bücher, Susanne Schmitt und Raimund Trosbach, die an ihren Stationen ebenfalls ihr Bestes, nämlich ihre Vortragskunst, gaben.
Voller Vorfreude startete eine 14-köpfige Schülerinnengruppe des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld und ihre Begleitlehrkräfte, Bernd Gehring und Lone Wulff, am Anfang der Herbstferien ihren Besuch in Bangalore, Indien. Nach einer 13stündiger Reise kam die Gruppe um 4 Uhr nachts in Indien an: Müde, aber gespannt auf die kommenden zwei Wochen.
Nach einem freudigen Wiedersehen mit den Austauschpartnern ging es in die Delhi Public School Bangalore East, an der die Gruppe von der Direktorin mit Blumenketten auf traditionelle Weise willkommen geheißen wurde. Im Anschluss gab es direkt eine Führung über den riesigen Schul-Campus, der für mehr als 10.000 Schülerinnen und Schüler ausgelegt ist.
Die folgenden Tage bestanden aus Unterricht, gemeinsamen Abendessen, Ausflügen in die Umgebung und die Innenstadt, Teambuildingaktivitäten und Arbeit am gemeinsamen Austausch-Projekt zum Thema Nachhaltigkeit. Das erste Wochenende stand zur freien Verfügung und wurde von den Gastfamilien dazu genutzt, ihre Gäste noch tiefer in die indische Kultur eintauchen zu lassen.
Das große Highlight begann dann am Montagmorgen. Mitten in der Nacht ging es um 5 Uhr mit einem bis oben vollgepackten Reisebus los, sieben Stunden in Richtung Osten bis nach Pondicherry am indischen Ozean, einst eine französische Kolonie, in der neben dem Meer auch die Altstadt und eine Papierfabrik besichtigt wurden. Die Umgebung konnte mit interessanten Zielen, wie dem Unesco-Weltkulturerbe Panchas Rathas, einer beeindruckenden Felsentempelanlage, und der experimentellen Aussteigerkommune Auroville sowie atemberaubender Natur locken, die einen angenehmen Kontrast zu Enge und Lärm der Millionenstadt Bangalore boten. Auch die Zeit am Strand kam zum Glück nicht zu kurz und so hatte die Gruppe die einmalig Gelegenheit, in Indiens Indischem Ozean zu baden.
Zurück in Bangalore standen dann alle Zeichen auf „Diwali“: Das traditionelle Lichterfest ist in Indien wichtigster Feiertag und großes Familienfest. All das konnte auch die Schülergruppe des JEG aus erster Hand miterleben. Alle wurden, den Bräuchen entsprechend, mit traditioneller Kleidung ausgestattet, zu gemeinsamen Abendessen eingeladen, mit unzähligen Süßigkeiten beschenkt und in das Schmücken und Dekorieren der Wohnungen eingebunden.
Die offizielle Verabschiedung in der Schule am Freitagabend, sogar mit Besuch aus der deutschen Botschaft, war ein weiteres Highlight. Projektergebnisse wurden präsentiert, aber auch die Kulturen der beiden Länder in Form von musikalischen Beiträgen und Tänzen. Auch ein großes Festessen durfte, wie so oft in Indien, natürlich nicht fehlen.
Nun war spürbar, dass der Aufenthalt langsam zu Ende ging und die zwei letzten Tage wurden entsprechend intensiv für letzte Einkäufe, Zeit in der Gastfamilie und dem Feiern von Diwali genutzt.
Am frühen Montagmorgen kamen dann schließlich alle etwas übermüdet am Flughafen in Bangalore an und unter vielen Tränen hieß es Abschied nehmen. Abschied von einer intensiven, abwechslungsreichen Zeit, einer Stadt und einem Land voller Kultur, Erfahrungen und Kontrasten, und vor allem von neu gewonnen Freunden und Familien.
Diese Tränen sind aber wohl der beste Beweis dafür, dass der Austausch für alle Beteiligten eine einmalige Chance war, miteinander und voneinander zu lernen und wertvolle Erinnerungen und Erfahrungen zu sammeln. Die ersten Pläne, wann man sich wieder sieht, wurden auf jeden Fall schon direkt am Flughafen geschmiedet.
Vom Dresscode zum Besteckcode – die Arbeitswelt steckt voller Herausforderungen und Fallstricke. „Suppe ist der Endgegner beim Geschäftsessen“, meint Noa Peer schmunzelnd. Im Auftrag der AOK Aschaffenburg hilft sie jungen Menschen, den Sprung von der Schule in das Berufsleben leichter zu bewältigen. Während die ehemalige Schülerin des JEG sonst Assessment-Center durchführt, ist sie an diesem Nachmittag im P-Seminar „Pflegehelden“ auf Einladung der Kursleiterinnen Andrea Schneider und Susanne Pfefferer zu Gast am Julius-Echter-Gymnasium, um dessen Teilnehmerinnen im richtigen Benehmen in der Arbeitswelt zu unterweisen. Knigge 4.0 eben.
„Dress for success“ sagt sie lächelnd und veranschaulicht, dass beim ersten Eindruck zu 55 Prozent das Auftreten und die Körpersprache zählen, während der Inhalt der Worte lediglich zu 7 Prozent Auswirkungen hat. Dazu gehört eine stilvolle Begrüßung ebenso wie die sichere digitale Korrespondenz oder der Smalltalk im Aufzug oder am Kopierer. „Reden Sie übers Wetter, aber nicht über Politik!“, mahnt Peer und zeigt, welche Themen sinnvoll für den freundlichen, aber oberflächlichen Austausch sind. Dabei sollte man auch noch angemessen aussehen und den Dresscode einhalten. Casual? Business Casual? Smart Casual? Und wie steht es eigentlich um Happy Socks? „Wenn man glaubt, dass man mit Quietscheentchen auf den Strümpfen ernst genommen wird – bitte, gern“, erklärt die korrekt im Smart Casual-Stil gekleidete junge Frau den anwesenden Jugendlichen.
Wichtiger sei es aber, sich seine Kleidung nach außen und innen zunutze zu machen, denn die richtige Kleidung macht souveräner, kompetenter, freundlicher. Und manchmal braucht es dafür eben einen formvollendeten Krawattenknoten, den das reine „Mädchenseminar“ mit Feuereifer im Selbstversuch übt. Und nicht nur dabei unterstützt Noa Peer unaufdringlich, sie bietet den zukünftigen Absolventinnen an, ihnen gern mit Rat und Tat bei Bewerbungen und Lebensläufen zur Seite zu stehen. Eine E-Mail genüge – solange die Netiquette beachtet wird.