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Autor: Chris Ziegler

„Von wegen nix mehr los!“

Methoden- und Intensivierungstage am Julius-Echter-Gymnasium

Endlich mal Zeit, sich für Themen Zeit zu nehmen, die mehr Zeit als die Unterrichtszeit brauchen! Statt sturem 45-Minuten-Takt und einer Aneinanderreihung von Fächern, denen auf den letzten Metern mit zunehmender Unlust begegnet wird, bieten die letzten Unterrichtstage die Möglichkeit, sich intensiv mit Themen des Alltags, der Umwelt, der Selbstreflexion, des Konsums und der Politik auseinanderzusetzen. Statt Absitzen der Stunden, statt sechs Stunden Netflix und Tischfußball ergeben sich Möglichkeiten zur Begegnung mit Experten, Kennern und Könnern. Die Schulzeit wird vielfältig und vielseitig, lebensnah und (schul-)alltagstauglich genutzt:

  • Zeit zum Üben: Ob zur Vorbereitung der Jahrgangsstufentests, zum Wiederholen von grundlegendem Wissen oder zum Einüben wichtiger Fertigkeiten, werden ohne Notendruck Inhalte des Schuljahres gefestigt.
  • Zeit zum gemeinsamen Lernen: Sei es in der gemeinsamen Lesezeit oder bei der Bewältigung der Challenge, ein rohes Ei aus dem Fenster zu werfen, ohne dass es zerbricht – Teamarbeit ist gefragt!
  • Zeit für sich, sein Bauch- und Körpergefühl und sein Selbstmanagement: Während das P-Seminar von Frau Dr. Strubel mit den 7. Klassen Stress bewältigt und Frau Hellwig und Frau Racek mit ihnen das eigene Körper- und Selbstwertgefühl erforschen, legen die Fünftklässler ihr Schwimmabzeichen ab oder befassen sich mit ausgewogener Ernährung. Unterstützung im Selbstmanagement gibt es auch für die angehenden Abiturienten der Q11 durch Crashkurse in Selbstorganisation und Word für Anfänger.
  • Weniger Zeit, sich von anderen beeinflussen zu lassen: Im Rahmen des Medienführerscheins befassen sich die 6. Klassen mit den Inszenierungsstrategien von Influencern, während die 7. Jahrgangsstufe testet, ob sie „online am Limit“ läuft.
  • Zeit über das eigene Konsumverhalten nachzudenken: In einem umfassenden Projekt der Fachschaft Geografie recherchieren, präsentieren und reflektieren die Achtklässler über die Herstellung, den Transport und die Arbeitsbedingungen bei der Produktion von Smartphones und Kleidung und deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.
  • Zeit um zu lernen, anderen in Notsituationen zu helfen und sie nicht in Not zu bringen: Während die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe zwei Tage einen vertieften Erste-Hilfe-Kurs absolvieren, frischen die Q11er ihre Kenntnisse zur Herz-Lungen-Wiederbelebung auf und lernen mit der Unterstützung von Polizeioberkommissar Fischer die Gefahren und Konsequenzen von Drogenkonsum im Straßenverkehr kennen.
  • Zeit aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen: Mit dem Film „Gundermann“ erfahren die Zehner und Elfer, dass Geschichte nicht schwarz-weiß ist, dass autoritäre Regime nicht nur Täter und Opfer, sondern vor allem gebrochene Biographien hervorbringen.
  • Zeit für die Welt und die eigenen Erlebnisse: Während die 7. Klassen zum einen in der kreativen Erstellung eines Reisetagebuches die Fahrt nach Borkum noch einmal aufleben lassen, erfahren sie zum anderen spielerisch, wie unfair und ungleich die Verteilung der Ressourcen und des Besitzes auf der Welt ist und entwickeln Lösungsstrategien für einen eigenen verantwortungsbewussten Umgang mit Konsum und Klima.   
  • Zeit, Profil zu zeigen und Werte zu vertreten: Auf der Suche nach Hidden Codes im Netz unterstützen die Referenten der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe, indem sie mit ihnen Ursachen, Formen und Ausprägungen von Rechtsextremismus besprechen. Die Sozialkundekurse der Q11 lernen parallel dazu Profil zu zeigen und sich für die Demokratie stark zu machen.
  • Zeit, die eigene Zukunft zu planen und Alltagskompetenzen zu entwickeln: Ob nun beim Ausfüllen einer Steuererklärung, bei der ersten Wohnungssuche oder im Umgang mit dem ersten Verdienst, der Zukunftstag steht dem Vorwurf entgegen, in der Schule lerne man nichts fürs Leben. Expertinnen und Experten erläutern, beraten und unterstützen die 11. Klassen bei wichtigen Alltagsthemen, die nach dem Abitur auf sie warten. Die Q11 rechnet inzwischen ihre Abiturnoten aus und setzt Ziele für das nächste Schuljahr, unter anderem auch die Gestaltung und Finanzierung ihres Abiballs.

Ein Absitzen der letzten Stunden bis zur Zeugnisvergabe gibt es am JEG nicht, die Stunden bis zum letzten Gong des Schuljahres sind keine vergeudete Zeit, sondern helfen, die Zeit eines jeden Schülers und jeder Schülerin sinnvoll und gewinnbringend zu gestalten. Selbst schuld, wenn man das verpasst!

Ingenbleek, Pfefferer

Beachvolleyballturnier 2024

Am 25. Juli fand unser jährliches Beachvolleyballturnier im Beachpark in Elsenfeld statt. Das Turnier, das traditionell am Donnerstag vor den Sommerferien ausgerichtet wird, bot auch dieses Jahr wieder viel Spannung und Spaß für die Jahrgangsstufen 9 bis 11.

Ablauf und Spielsystem

Zu Beginn des Turniers traten die Klassen der einzelnen Jahrgangsstufen in einem Jeder-gegen-Jeden-System gegeneinander an, um die besten Teams jeder Stufe zu ermitteln. Anschließend folgten jahrgangsstufenübergreifende Spiele im KO-System, bei denen schließlich der Schulsieger ermittelt wurde.

Gewinner und besondere Auszeichnungen

Die Sieger der Jahrgangsstufen wurden wie folgt ermittelt:

  • Jahrgangsstufe 9: Klasse 9b
  • Jahrgangsstufe 10: Klasse 10A
  • Jahrgangsstufe 11: Klasse 11C
  • Jahrgangstufe Q11 und Q12: Sportadditum der Q12

Besonders bemerkenswert war die Teilnahme des Sportadditums aus der Q12, das freiwillig am Turnier teilnahm und sich letztlich den Schulsieg sicherte. Die Stimmung war durchweg positiv und das sonnige Wetter trug zur guten Laune aller Beteiligten bei.

Neben den sportlichen Erfolgen wurden auch besondere Auszeichnungen vergeben. Der Titel „Sieger der Herzen“ ging an das Team der Klasse Q11 von Herrn Kneisel, das trotz nur zwei männlicher Teilnehmer unermüdlich kämpfte, aber leider kein Spiel gewinnen konnte. Einen besonderen Kreativpreis erhielt die Klasse 9c, die als einzige Klasse ein Fan-Plakat gestaltete und damit für besondere Stimmung sorgte.

Dank an den Elternbeirat

Ein besonderer Dank gilt dem Elternbeirat, der die Platzmiete und die Preise für die Siegerehrung finanzierte. Ohne diese Unterstützung wäre die Durchführung des Turniers in dieser Form nicht möglich gewesen. Wir schätzen das Engagement und die großzügige Hilfe des Elternbeirats sehr.

Fazit

Das diesjährige Beachvolleyballturnier war ein voller Erfolg. Dank des sonnigen Wetters und der großartigen Stimmung wurde es zu einem schönen Erlebnis für alle Beteiligten. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: Auf zum Beachvolleyballturnier!


Wir hoffen, dass dieser Bericht die tollen Erinnerungen an den Tag wieder aufleben lässt und Lust auf das nächste Turnier macht. Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner und ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer, Helfer und den Elternbeirat, die dieses Event möglich gemacht haben!

Krausert

Ferienöffnungszeiten

Wir wünschen der gesamten Schulfamilie sonnige und erholsame Sommerferien!

In den Sommerferien ist das Sekretariat des Julius-Echter-Gymnasiums wie folgt besetzt:
29.07. – 02.08.2024: Montag – Donnerstag 08.00 – 16.00 Uhr
Freitag 08.00 – 14.00 Uhr
05.08. – 09.08.2024: Montag – Freitag 08.00 – 12.00 Uhr
12.08. – 23.08.2024: In dringenden Fällen mittwochs 10.00 – 12.00 Uhr
26.08. – 30.08.2024: Montag – Freitag 08.00 – 12.00 Uhr
02.09. – 06.09.2024: Montag – Donnerstag 08.00 – 16.00 Uhr
Freitag 08.00 – 14.00 Uhr

Bitte klingeln!
Telefonisch erreichen Sie uns unter 06022-8393

Eine Reise in die Welt der Bibel: Besuch des Bibelhaus Erlebnis Museums in Frankfurt

Am Wandertag besuchten alle Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe das Bibelhaus Erlebnis Museum in Frankfurt. Dort konnten sie in die Welt der Bibel eintauchen und das Leben zur Zeit des Alten und Neuen Testaments wurde für die Schülerinnen und Schüler greifbar.

Eine Museumspädagogin und ein Museumspädagoge führten die Klassen zunächst durch die Ausstellung zum Alten Testament. Besonders beeindruckend war die Nachbildung eines Nomadenzeltes. Dort schlüpften eine Schülerin und ein Schüler – in altertümliche Gewänder gekleidet – in die Rolle von Abraham und Sara, von deren bewegtem Leben die Museumspädagogin und der Musemspädagoge sehr anschaulich und lebendig erzählten. Mit Hilfe dieser Geschichte konnten die Schülerinnen und Schüler verstehen, warum Abraham als Stammvater der drei großen monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam gilt, die deswegen auch als abrahamitische Religionen bezeichnet werden. Auch den Mühlstein, an dem Sara täglich 4 Stunden Korn zu Mehl mahlte, durften die Schülerinnen und Schüler ausprobieren. So konnten sie hautnah erleben, wie die Menschen zur Zeit des Alten Testaments lebten.

Danach besuchten die Klassen die Ausstellung zum Neuen Testament. Ein besonderes Highlight war die Nachbildung eines Fischerbootes, wie es zur Zeit Jesu ausgesehen haben könnte. Gemeinsam stiegen die Schülerinnen und Schüler in das Boot ein und erlebten eine stürmische Fahrt auf dem See Gennesaret. Sie hörten die Geschichte von der Sturmstillung und spielten sie mit Ocean-Drums nach. Danach durften sie die Ausstellung selbst erkunden und konnten an Mitmachstationen Fische ausstanzen oder Blätter bedrucken. Durch viele interaktive Elemente bekamen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Lebenswelt zur Zeit Jesu.

Dank der spannenden Führung der Museumspädagogin und des Museumspädagogen und der Mitmachstationen verging die Zeit wie im Flug. So manche Schülerin und mancher Schüler hätte gerne noch mehr Zeit im Bibelhaus verbracht. Ein guter Grund, noch einmal wiederzukommen.

Zum Abschluss stärkten sich die Schülerinnen und Schüler auf dem Spielplatz, verbrachten gemeinsam als Klasse Zeit und hatten viel Spaß beim Rundlauf, Klettern, Schaukeln und vielem mehr.

Brendel

Entdeckungsreise in die Antike

Am 10.07.2024 bekamen 30 Lateinschülerinnen und -schüler der 8. Klassen des Julius-Echter-Gymnasiums beim Besuch des Aschaffenburger Pompejanums die Gelegenheit, die Antike hautnah zu erleben.

Das Pompejanum wurde im Auftrag des von der Antike begeisterten König Ludwigs I von Bayern zwischen 1840 und 1848 erbaut. Es wurde einer in Pompeji ausgegrabenen Villa nachempfunden, dem sogenannten „Haus von Castor und Pollux“, das offensichtlich von einer sehr wohlhabenden Familie bewohnt wurde.

Anders als sein Original diente das Aschaffenburger Pompejanum dagegen nie als Wohnstätte, sondern von Anfang an als Anschauungsobjekt, das die Menschen auf eine Entdeckungsreise in die antike Welt einlädt.

Ganz in diesem Sinne lernten die Klassen bei einer sehr anschaulichen Führung die Räumlichkeiten dieser typisch römischen Villa sowie den Tagesablauf einer römischen Familie kennen.

Dabei bemerkten die Jugendlichen schnell, dass die antike Welt sich in etlichen Punkten gar nicht so sehr von der modernen Welt unterscheidet.

Keine Lust auf ungebetene Gäste? Das Mosaik „Cave canem!“ am Seiteneingang erinnert an sein heutiges Pendant am Gartentor: „Warnung vor dem Hund“.

Muffins für die Gäste gefällig? Kein Problem für den „Thermomix“ der Antike – ein multifunktionales Küchengerät, das nicht nur zum Backen von Grießküchlein, sondern auch zum Eierkochen geeignet war.

Schmeckt das Gericht zu fad? Da kann der römische „Ketchup“ Abhilfe schaffen – mit „Garum“, einer Würzsoße, die in keiner antiken Küche fehlen durfte, ließ sich jede Speise verfeinern. Nur mit deren Hauptzutat – Fisch in Salzlake, der bis zur Fermentation wochenlang in der Sonne stehen musste und dementsprechend roch – konnten sich die Schülerinnen und Schüler nicht so recht anfreunden.

Es ließen sich noch viele weitere Ähnlichkeiten finden, doch manches hat sich auch gravierend verändert.

So erfuhren die Jugendlichen, dass eine fünfköpfige Familie über unzählige Sklaven für jeden noch so kleinen Handgriff verfügte, angefangen von der Morgentoilette bis hin zum Gastmahl am Abend – damals selbstverständlich, heutzutage in unserer Gesellschaft zum Glück nicht mehr vorstellbar. Alleine zum Anlegen der Toga waren mehrere Sklaven nötig, wie die Klassen bei einer Demonstration am eigenen Leib feststellen durften.

Auch die Tatsache, dass Mädchen bereits mit 13 Jahren vom „pater familias“ verheiratet wurden, ließ unsere modernen Jugendlichen nicht unberührt.

Zudem konnten sie sich nur schwer mit dem Gedanken anfreunden, dass in der Antike viele Personen gleichzeitig die öffentlichen Latrinen benutzten und dort in gemütlicher Sitzrunde im doppelten Wortsinn ihre „Geschäfte verrichteten“.

Das wollten die Schülerinnen und Schüler dann doch lieber nicht selbst ausprobieren – auch wenn für vieles andere an diesem Tag galt: „Usus magister est optimus“ (Erfahrung ist der beste Lehrmeister). Ein Ausspruch des berühmten römischen Redners Cicero.

Ebert, Freudenberg