Wissenschaftswoche der 11. Jahrgangsstufe am Julius-Echter-Gymnasium begeistert mit vielfältigen Perspektiven

Was ist eigentlich eine Grenze? Sie kann trennen und schützen, Orientierung geben oder überwunden werden. Grenzen können geografischer, gesellschaftlicher oder wissenschaftlicher Natur sein – manchmal sind sie klar gezogen, manchmal verschieben sie sich mit neuen Erkenntnissen. Genau diesen unterschiedlichen Facetten widmete sich die 11. Jahrgangsstufe am JEG im Rahmen ihrer diesjährigen Wissenschaftswoche. Eine Woche lang setzten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit dem übergeordneten Thema „Grenzen“ auseinander, recherchierten, diskutierten und entwickelten eigene Fragestellungen.
Den Höhepunkt bildete schließlich die öffentliche Präsentation ausgewählter Ergebnisse am 09.03.2026 in der Aula. Vor knapp 200 Zuhörerinnen und Zuhörern – darunter Lehrkräfte, Mitschülerinnen und Mitschüler sowie interessierte Gäste – stellten vier Schülergruppen exemplarisch ihre Projekte vor und gaben Einblicke in die Vielfalt der behandelten Themen.
Den Auftakt machten Rania Mohamad, Anna Tiedtke, Justin Hugo und Filip Stein mit ihrem Beitrag „Die Grenzen unseres Universums“ aus dem Fachbereich Physik. Anschaulich erklärten die Schülerinnen und Schüler in ihrer aufwendig gestalteten Präsentation, wie Wissenschaftler versuchen, das unvorstellbar große Weltall zu vermessen, und wo die Grenzen unseres heutigen Wissens liegen.
Anschließend richteten Lea Benitez, Alicia Stripp, Yaren Turak, Melek Öztas und Ilayda Kamber den Blick auf eine ganz reale Grenze: die Grenze zwischen Mexiko und den USA. In ihrem Videobeitrag im Rahmen des Fachs Spanisch beleuchteten die Schülerinnen Hintergründe, politische Entwicklungen und die Auswirkungen auf die Menschen, die in dieser Grenzregion leben. Besonders eindrücklich zeigten sie, dass Grenzen nicht nur Linien auf einer Karte sind, sondern das Leben vieler Menschen unmittelbar prägen.
Mit einem kreativen Zugang näherte sich die Kunst-Gruppe (Elisa Schiwon, Hannah Schiwon, Debora Apostu, Selin Cevik, Ahsen Balci) dem Thema „Die Schaffung und Überwindung von Grenzen in der Architektur“. Anhand bekannter Bauwerke und eigener Überlegungen zeigten die Schülerinnen, wie Architektur Räume definiert, aber auch bewusst Grenzen aufbrechen kann – etwa durch offene Strukturen, fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenraum oder innovative Materialien.
Den Abschluss bildeten Annika Rösel, Valerie Eizenhöfer und Sophia Endlich, die sich im Rahmen des Fachs Sport mit der provokanten Fragestellung „Grenzen sprengen oder sich selbst verlieren? – Doping, Leistung und die Zukunft des Sports“ beschäftigten. In ihrem Videobeitrag diskutierten sie die Frage, wo im Leistungssport die Grenze zwischen legitimer Leistungssteigerung und unfairem Vorteil verläuft. Dabei gingen sie auch auf ethische Aspekte und mögliche Entwicklungen des Sports in der Zukunft ein.
Die Präsentationen zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig das Thema „Grenzen“ betrachtet werden kann – von den Weiten des Universums über politische Konfliktlinien bis hin zu kreativen und ethischen Fragestellungen. Gleichzeitig wurde deutlich, mit welchem Engagement und welcher Eigenständigkeit sich die Schülerinnen und Schüler in der Wissenschaftswoche mit ihren Themen auseinandergesetzt haben.
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