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Elektro-Pop trifft Schulchor – eine musikalische Fusion der etwas anderen Art

16. Jan. 2023

Kooperation des Sängers ZAM mit dem Schulchor des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld

Musikmachen ist vielerorts ein beliebtes Hobby, das den Menschen nicht nur ermöglicht, sämtlichen Alltagsproblemen vorübergehend zu entfliehen, sondern auch denen eine Stimme verleiht, die ansonsten nicht gehört würden. Der Entstehungsprozess eines Liedes erscheint zunächst simpel: Gedanken, anfangs noch zu abstrakt und körperlos, um sie greifbar zu machen, werden verschriftlicht und vertont und schließlich zu einem Text mitsamt Melodie. Viele musikaffine Menschen würden dieses Hobby am liebsten zum Beruf machen, doch dieser Wunsch entpuppt sich nicht selten als wagemutig, bisweilen sogar als unerfüllbar. Aber nur fast.

Der 27-jährige Sänger und Songwriter ZAM alias Thomas Ball hat im vergangenen Jahr das geschafft, womit alle Musiker ihre Karriere früher oder später begonnen haben: Er hat einen eigenen Song geschrieben und veröffentlicht. Seine Debütsingle „Ocean“ ist mittlerweile auf sämtlichen Streamingplattformen erhältlich und wurde von einigen Radiosendern bereits in ihr musikalisches Repertoire aufgenommen. Die Symbiose aus sommerlichem E-Pop und Chillwave gepaart mit tiefgründigen Lyrics, die zum Nachdenken anregen, sorgt definitiv für Stimmung. Das schreit förmlich nach einem (akustischen) Cover, wofür ein Chor mehr als prädestiniert ist. Gesagt, getan: Der gebürtige Eisenbacher schloss sich deshalb kurzerhand mit dem Unter- und Mittelstufenchor des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld unter Leitung von Musiklehrerin Marie Rabenstein zusammen. Während der gemeinsamen Proben wurden bereits Arrangements entworfen, Stimmen verteilt und an der musikalischen Ausgestaltung gefeilt. Die Zwischenbilanz: Elektro-Pop trifft klassischen Schulchor – eine experimentelle, aber gerade deshalb umso spannendere musikalische Zusammenarbeit, wie es sie noch nie zuvor am JEG gab. Bisweilen hallt das Cover des Popsongs noch durch die Schulflure des JEG und hinterlässt dort stets einen sonoren Nachklang. Spätestens bei dem alljährlichen Frühlingskonzert im April 2023 zahlt sich das monatelange intensive Proben jedoch aus. Prospektiv sei zuletzt noch auf das gemeinsame Musikvideo mit dem Sänger verwiesen, dessen Dreh nach den Weihnachtsferien stattfinden soll. Schließlich kann Musik neben akustischem Material auch durch optische Darstellung punkten, Botschaften eindrücklicher vermitteln und so an Aussagekraft gewinnen.

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude, weshalb es weiterhin spannend für alle Musizierenden, aber auch deren Zuhörerschaft bleibt. Und wer weiß: Vielleicht hat das Projekt bei dem ein oder anderen die Lust am Musizieren geweckt?

„Music doesn´t lie. If there is something to be changed in this world, then it can only happen through music.“

Jimi Hendrix

Sabrina Ball

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