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Latein hautnah – Schülertag in der Latinistik der Uni Würzburg (Q12)

16. Juli 2026

Im Rahmen des Schüler-Unitags der Latinistik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, konnten wir, das sind sieben Schüler/innen der 12. Jahrgangsstufe, uns mit dem hochaktuellen Thema „bellum iustum“ (der Frage nach einem „gerechten Krieg“) beschäftigen.

Unser Programm startete in der Antikensammlung des Martin-von-Wagner-Museums in der Würzburger Residenz, wo wir die drittgrößte Sammlung antiker griechischer Keramik in Deutschland besichtigten. Dort sprachen wir über die gezielte Darstellung und Inszenierung des Trojanischen Krieges auf den antiken Gefäßen. Anschließend unternahmen wir eine Tour durch den Hofgarten der Residenz und erhielten spannende Einblicke in dessen Geschichte. Dort nahmen wir zudem die sogenannten „Raptorengruppen“ unter die Lupe – Skulpturen, die den Raub berühmter Frauengestalten aus der Mythologie thematisieren. Der theoretische Teil der Veranstaltung führte uns danach in den prachtvollen Toscana-Saal. Dort präsentierten uns die Studierenden Leah, Anna und Max zusammen mit Prof. Dr.  Thomas Baier, dem Lehrstuhlinhaber der Latinistik, die Definition des „bellum iustum“ nach dem Geschichtsschreiber Livius. Hierbei spielten die Studenten ein Gespräch zwischen Hannibal und Scipio nach. Im darauffolgenden Austausch diskutierten wir intensiv über die moralischen Hintergründe und Rechtfertigungen für einen „gerechten Krieg“. Zum Abschluss analysierten wir zusammen mit der Dozentin Angela Bauer passende Auszüge aus Caesars „De bello Gallico“.

Mit einem gemeinsamen Gruppenfoto endete für uns ein lehrreicher Tag, der angesichts der heutigen Tagespolitik eine ganz besondere Relevanz besaß.

Rana Circi, Q12