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Hackdays 2026 am Julius-Echter-Gymnasium: Von der Idee zum Prototyp

16. Juli 2026

Vom 13. bis 15. Juli verwandelte sich das Julius-Echter-Gymnasium erneut in ein lebendiges Zukunftslabor. Statt Mathe, Deutsch und Englisch stand diesmal Tüfteln, Programmieren und Präsentieren auf dem Stundenplan. Bei den sogenannten Hackdays hatten rund 30 Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Schule aktiv mitzugestalten – und das mit erstaunlicher technischer Raffinesse.

Die Idee hinter den Hackdays ist ebenso simpel wie genial: Jugendliche entwickeln in kleinen Teams kreative Lösungsansätze für Herausforderungen im Schulalltag und setzen diese mit digitalen und technischen Mitteln in greifbare Prototypen um. Unterstützt wurden sie dabei von engagierten Mentorinnen und Mentoren, die ihr Wissen aus IT, Design und Ingenieurwesen einbrachten.

Ideen, die den Schulalltag smarter machen

Zahlreiche Projekte sind in den drei intensiven Tagen entstanden – jedes einzelne mit dem Potenzial, echten Mehrwert für den Schulalltag zu schaffen. So etwa ein Busfindesystem, das den Überblick über die Schulbusse erleichtern soll, oder ein Ausgabe- und Rücknahmeautomat für Materialien. Besonders viel Aufmerksamkeit zog KIKI auf sich, ein fahrender Roboter, der eigenständig Materialien transportiert. Auch nachhaltige Ansätze waren vertreten: Ein Team entwickelte einen selbstbewässernden Blumentopf, der Pflanzen künftig automatisch mit Wasser versorgt.

Neben Lötkolben, 3D-Druckern und Softwaretools kam in diesem Jahr erstmals der xTool S1 Lasercutter zum Einsatz – etwa zur Fertigung präziser Gehäuse für die Hacks. Dadurch erreichten viele Projekte einen völlig neuen Grad an Professionalität. Genutzt wurden dafür sowohl der Makerspace als auch die Rechnerräume der Schule, sodass Handwerk, Elektronik und Programmierung eng ineinandergreifen konnten. Zum krönenden Abschluss präsentierten die Teams ihre Projekte in einer professionell gestalteten Abschlussveranstaltung. Die drei Tage haben nicht nur technische Lösungen hervorgebracht, sondern auch Mut gemacht, Neues zu denken und zu gestalten.

Mehr als Technik – ein Blick in die Zukunft

Die Hackdays waren aber mehr als nur ein Spielplatz für Technikbegeisterte. Sie zeigten eindrucksvoll, wie man junge Menschen für Wissenschaft, Technologie und Unternehmertum begeistern kann. Dafür sorgte auch Kevin Geis vom Venture Lab der TH Aschaffenburg, der in einem inspirierenden Impulsvortrag das Thema „Gründen“ greifbar und motivierend vermittelte. Seine Botschaft: Jede große Idee beginnt mit einem ersten mutigen Schritt – oder einem Prototypen.

Ein starkes Netzwerk im Hintergrund

Ein herzliches Dankeschön gilt dem Projekt Make Your School, das gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog die Hackdays möglich machte. Vier Mentorinnen und Mentoren von Make Your School standen den Teams mit Rat und Tat zur Seite. Besonders schön: Zusätzlich zu den Mentoren von Make Your School kehrten auch drei ehemalige Schüler des JEG – Tristan, Jago und Felix – als Mentoren zurück und unterstützten die Teams mit ihrem Wissen aus erster Hand. Ohne die Expertise und die Geduld aller Mentorinnen und Mentoren wären die drei Tage kaum so produktiv, lebendig und lehrreich verlaufen.

J. Giegerich, Ziegler