Suchtprävention mit dem Theaterstück „Brechreiz“

02. Mrz. 2022

Sucht und Essstörungen sind Themen, die nicht nur während der Corona-Pandemie von Bedeutung sind. Doch vor allem in der Zeit des Lockdowns und des Distanzunterrichts ist „die Prozentzahl [an Magersucht und Bulimie] erkrankter Jugendlicher um ca. 15% gestiegen“, sodass „jeder 5. Jugendliche daran [erkrankt], darunter jedes 3. Mädchen“ (Quelle: Startseite des Spoken Word Theaters Rostock www.theater-swt.de). Neueste Studien legen sogar nahe, dass die Zahl um 60 Prozent gestiegen sei. Deshalb hat es sich die staatliche Realschule Elsenfeld gemeinsam mit dem Julius-Echter-Gymnasium zur Aufgabe gemacht über dieses Thema zu informieren und darüber zu sprechen.

Am 17.02.2022 hatten die SchülerInnen der 8. Jahrgangsstufe die Gelegenheit das Theaterstück „Brechreiz“ in der Aula der beiden Schulen zu besuchen. In zwei getrennten Veranstaltungen und unter Einhaltung des Hygiene-Konzepts wurde ein Film von Marie – Theres Schwinn gezeigt, der das Thema Bulimie und den Zwiespalt der Betroffenen anschaulich darstellt. Im Anschluss daran konnten die Jugendlichen Fragen an die zwei anwesenden Schauspielerinnen Clarissa Karrasch und Natalie Heiß des Spoken Word Theaters aus Rostock stellen und mit ihnen in einen gewinnbringenden sowie informativen Dialog treten. Dabei gingen die Schauspielerinnen nicht nur auf das Thema Bulimie ein, sondern machten ebenfalls deutlich, dass das Thema Essstörung viele Facetten und Ausprägungen besitzt. Die Organisation und Durchführung der Veranstaltung übernahmen die beiden Beauftragten für Suchtprävention Susanne Ingenbleek (JEG) und Anja Herold (RSE) in Kooperation mit dem Landratsamt Miltenberg und dem Förderverein der Realschule Elsenfeld. Alle Beteiligten waren glücklich, dass es möglich war, auch während der pandemischen Lage den SchülerInnen ein solch wichtiges Thema näher zu bringen und darüber zu sprechen.

Anja Herold und Susanne Ingenbleek

© Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld