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Drei Tage Burgzauber: Bunte und erlebnisreiche Kennlerntage der 5. Klassen auf Burg Rothenfels

20. Okt. 2026

Als sich Mitte Oktober die sechs 5. Klassen an drei aufeinanderfolgenden Terminen auf den Weg ins Schullandheim machten, lag der Herbst bereits in der Luft. Farbiges Laub säumte einladend die Wege und die alten Mauern der Burg Rothenfels boten den passenden Rahmen für drei Tage, an denen das Kennenlernen im Mittelpunkt stand. Fernab des gewohnten Schulalltags blieb Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Neues aneinander zu entdecken und Freundschaften wachsen zu lassen.

Bei einer herbstlichen Wanderung erkundeten die Kinder zunächst den Wald rund um die Burg. Anschließend entführte eine kostümierte Burgführerin sie in vergangene Zeiten. Mit spannenden Geschichten, historischem Hintergrundwissen und Einblicken in geheime Räume wurde die Burg zum Schauplatz einer kleinen Zeitreise. Als es am Abend dunkel wurde, machten sich die Schülerinnen und Schüler mit Fackeln und selbst gebastelten Transparentgläsern auf den Weg. Das warme Licht begleitete sie durch die dunklen Feldwege rund um die Burg und machte die Fackeltour zu einem besonderen Erlebnis. Später versammelten sich dann alle am wohlig knisternden Lagerfeuer. Während sich das Stockbrot über den Flammen langsam goldbraun färbte, wurde gemeinsam gesungen und erzählt, bis schließlich die ersten müde ins Bett fielen.

Neben den Ausflügen und Abenteuern blieb viel Zeit für das, worum es bei der Klassenfahrt eigentlich ging: einander besser kennenzulernen. In teamorientierten Klassenleiterstunden kamen die Schülerinnen und Schüler miteinander ins Gespräch und entdeckten, was sie verbindet und was jeden Einzelnen ausmacht. Beim Basteln entstanden individuelle Taschen und liebevoll gestaltete Geburtstagskalender, die künftig daran erinnern, wer zur Klasse gehört – und wann es einen Grund zum Gratulieren gibt. So wurde nicht nur gestaltet und gemalt, sondern auch aufmerksam aufeinander geschaut.

Ein Höhepunkt der drei Tage war definitiv der bunte Abend – für die erste Gruppe sogar im historischen Rittersaal. Zwischen alten Mauern und im passenden Burgambiente präsentierten die Fünftklässler in kleinen Gruppen ihre Showeinlagen und Talente. Ob mutig auf der Bühne, mit einer originellen Idee oder mit einem Beitrag, der das Publikum zum Lachen brachte: Die Kinder konnten zeigen, was in ihnen steckt – und sorgten auch für so manche Überraschung. Es wurde gestaunt, geklatscht und auch ausgelassen miteinander getanzt.

Dass solche Tage gelingen, ist keineswegs selbstverständlich. Die Lehrkräfte und die Tutorenteams gestalteten mit viel Sorgfalt ein abwechslungsreiches Programm mit dem Ziel gemeinsames Erleben, Kreativität und persönliche Begegnung zu ermöglichen.  Eine besondere Rolle spielten dabei vor allem die Tutorinnen und Tutoren, die sich aufmerksam und fürsorglich um die Kinder kümmerten, immer ein offenes Ohr hatten und dabei halfen, dass sich auch diejenigen zurechtfanden, für die die neue Klasse noch ungewohnt war. Bemerkenswert war dabei auch, was während der gesamten drei Tage selbstverständlich blieb: Die Zeit auf der Burg war komplett medienfrei. Handys blieben zu Hause und wurden nicht vermisst. Stattdessen genossen die Kinder die vielen unmittelbaren Begegnungen, gemeinsame Spiele und Bewegung im Freien.

Als die Klassen die Burg nach drei Tagen wieder verließen, nahmen sie mehr mit als gebastelte Erinnerungsstücke und Bilder im Kopf: neue Eindrücke, kleine gemeinsame Geschichten, vielleicht eine frisch entdeckte Gemeinsamkeit und die Gewissheit, dass aus den vielen Begegnungen etwas wachsen kann. Der Herbst rund um die Burg Rothenfels hat sich in seinen schönsten Farben gezeigt – und vielleicht können die neuen Fünftklässler viel von dieser Farbenpracht rund um die Burg mit in ihr erstes Schuljahr am JEG nehmen.

Walz