Medienführerschein
Der Medienführerschein am JEG
Smartphones und Tablets mit all ihren bunten, vielfältigen Möglichkeiten sind aus dem Leben von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Digitale Kommunikation, virtuelle Welten und der Einsatz als Arbeitsmittel im Unterricht sind für Schülerinnen und Schüler alltäglich und allgegenwärtig. Die Digitalisierung bietet zahlreiche Chancen und Erleichterungen im (Unterrichts-)Alltag, aber der Umgang mit (digitalen) Medien muss auch erlernt werden: von der zielführenden Suche nach glaubwürdigen Informationen über Datenschutz und Urheberrecht hin zur Netiquette. Die Stärkung von Medienkompetenz in allen Altersgruppen ist das Ziel des Medienführerscheins Bayern (medienfuehrerschein.bayern), der auch am JEG umgesetzt wird.
Digitale Kommunikation ist aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Mit dem ersten Schultag an weiterführenden Schulen entstehen Gruppen in Messenger-Diensten. Die Digitalisierung erleichtert Kommunikation und schafft schnelle Verbindung, jedoch können gerade Messenger-Dienste und Social-Media-Angebote gezielt dazu genutzt werden, um andere auszuschließen, zu beleidigen oder bloßzustellen. Die Kampagne „Dein Smartphone – deine Entscheidung“ der bayerischen Polizei unterstützt Schülerinnen und Schüler im verantwortungsvollen Umgang mit digitaler Kommunikation und klärt sie altersgerecht über strafrechtliches Handeln beim Versand von Bildern oder Videos über Messenger-Dienste auf.
Die Bayerische Polizei – Dein Smartphone, Deine Entscheidung (bayern.de)
Zu den Chancen und Herausforderungen von Social-Media-Angeboten besucht uns das Theaterensemble Radiks aus Berlin mit dem Stück „Fake oder War doch nur Spaß“. Das Stück zeigt, wie aus anfänglich scheinbar harmlosen Sticheleien in sozialen Medien und Netzwerken eine Welle der Verleumdung und Ausgrenzung entstehen kann. In einem anschließenden Nachgespräch bieten die Schauspielerinnen und Schauspieler eine offene Gesprächsrunde zu den Themenfeldern des Stücks sowie eigenen Erfahrungen unserer Schülerinnen und Schüler an. Eine weitere Vertiefung von Social-Media-Angeboten und Erfahrungen damit kann im Klassenverband mit den Klassenleiterinnen und Klassenleiter erfolgen.
Informationen zum Stück unter https://ensemble-radiks.de/wp/stuecke/fake-oder-war-doch-nur-spass/
Eltern und Lehrkräfte dienen nur noch bedingt als Vorbilder für Jugendliche. Mediale Vorbilder bieten zunehmend mehr Orientierungs- und Identifikationsmöglichkeiten, aber auch Unterhaltung und Ablenkung. Besonders in Social-Media-Angeboten und Videoplattformen entsteht durch die direkten Austauschmöglichkeiten mit den „Stars“ eine ganz besondere Form von Nähe. Im Rahmen eines Methoden- und Medientages am Schuljahresende analysieren die Schülerinnen und Schüler das Auftreten von Stars und Influencern, durchleuchten das Format von Castingshows und machen sich deren Inszenierungsstrategien und kommerziellen Absichten bewusst.
Kinder und Jugendliche nutzen im Alltag ganz selbstverständlich Medien. Doch selten hinterfragen sie ihren Konsum kritisch. Der Schwerpunkt Informatik bewertet im Unterricht mit Schülerinnen und Schülern die vielen verschiedenen digitalen Kommunikationsmöglichkeiten hinsichtlich ihrer Chancen, Risiken und Auswirkungen und thematisiert die Rolle von Medien im eigenen Alltag. Nutzungsmotive und Nutzungsgewohnheiten werden analysiert und hinterfragt.
Das Internet ist eine unerschöpfliche Quelle an Informationen. Doch welche sind für mein Referat, meine Präsentation oder mein Wissensinteresse die richtigen? Der Baustein „Googelnde Wikipedianer“ ist ein eintägiges Klassenprojekt, bei dem die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen ein Thema aus dem Bereich Mittelalter in 5 Schritten systematisch im Internet recherchieren, die passenden Informationen bewerten und filtern und die Ergebnisse in eine Präsentation überführen.
Eindrücke vom Projekttag unter https://julius-echter-gymnasium.de/googelnde-wikipedianer/
Alltagspraktisch und alltagstauglich wird im Schwerpunkt Informatik am Beispiel des Umgangs mit Musik über Urheberrechte diskutiert. Musik wird häufig nicht einfach nur im Internet gehört, sondern auch mit nur einem Klick vervielfältigt, versandt, verändert oder auch veröffentlicht. Aber nur weil technisch alles möglich ist, ist es rechtlich nicht erlaubt. Praxisnahe Beispiele im Unterricht zeigen, welche Konsequenzen Urheberrechtsverstöße nach sich ziehen können.
Ziel dieses Bausteines, der im Deutschunterricht verankert ist, ist die Analyse journalistischer Textsorten, die auch in digitalen Medien publiziert werden. Im Kontext eines Zeitungsprojektes recherchieren die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Medien und vergleichen verschiedene Darstellungen eines Themas anhand geeigneter Kriterien. Die Schülerinnen und Schüler werden in die Lage versetzt, ihre Rechercheergebnisse kritisch zu bewerten und den Kontext zu hinterfragen (vgl. LehrplanPlus 2023).
In dieser Einheit reflektieren Schülerinnen und Schüler das eigene Konsumverhalten und analysieren, inwieweit Werbung sie dabei beeinflusst. Anhand fiktiver und realer Fallbeispiele wird ihnen zunächst die eigene Rolle als lukrative Zielgruppe der Werbetreibenden innerhalb unserer Konsumgesellschaft verdeutlicht. Sie setzen sich kritisch mit Werbetricks auseinander und entwickeln Strategien, offensiv damit umzugehen.
Anschließend befassen sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Projekttage am Schuljahresende zum „Konsumverhalten“ (https://julius-echter-gymnasium.de/fachschaft-geographie-projekttage-und-bilingual/) mit den Herstellungsprozessen und Vertriebswegen von Kleidung und Smartphones. Der Zusammenhang zwischen dem eigenen Konsumverhalten und den globalen Auswirkungen wird veranschaulicht und dadurch ein Bewusstsein für nachhaltiges Handeln geschaffen.
Digitale Spiele gehören und bestimmen den Alltag vieler Jugendlichen. Neben der Unterhaltung und Herausforderung des Spiels begegnen den Schülerinnen und Schülern aber auch intransparente Bezahlmodelle, gewalthaltige Inhalte oder auch die Frage des Zeitmanagements. Die Netpiloten des JEG diskutieren mit den 8. Klassen über ihr Spielverhalten und den souveränen Umgang mit digitalen Spielen im Alltag.
Die Netpiloten sind zu finden unter https://julius-echter-gymnasium.de/wahlfach-netpiloten/
Informationsbeschaffung und Meinungsbildung gehören zum Alltag von Jugendlichen – in und außerhalb der Schule. Wie sehr Medien als Informationsquellen die eigene Meinung bilden, erforschen die Schülerinnen und Schüler innerhalb eines Projekttages in Verbindung mit dem Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald am sensiblen Thema „Antisemitismus“.
Aus der Zusammenarbeit des bayerischen Justizministeriums mit dem bayerischen Kultusministerium entstand 2021 die Aufklärungskampagne „Mach dein Handy nicht zur Waffe“, bei der Staatsanwälte oder Richter im direkten Austausch Schülerinnen und Schüler über mögliche strafrechtliche Folgen der Weitergabe von Bild-, Video- und Tondateien aufklären. Obwohl die digitale Kommunikation unter Jugendlichen alltäglich und allgegenwärtig ist, sind sie sich häufig des strafbaren Charakters der übermittelten Inhalte nicht bewusst.
Eindrücke vom Vortrag unter https://julius-echter-gymnasium.de/mach-dein-handy-nicht-zur-waffe-ein-baustein-des-medienfuehrerscheins-am-jeg/
Mehr zur Kampagne unter https://www.machdeinhandynichtzurwaffe.de/ oder https://www.km.bayern.de/pressemitteilung/12046/mach-dein-handy-nicht-zur-waffe.html
Durch den KI-Chatbot „ChatGPT“ ist das Themengebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) enorm in den gesellschaftlichen Fokus gerückt. Ziel dieses Moduls ist es, den Schülerinnen und Schülern einerseits ein grundlegendes Verständnis dafür zu vermitteln, was sich hinter dem ominösen Begriff der Künstlichen Intelligenz verbirgt, andererseits aber auch einen gewissenhaften Umgang mit diesen „neuen“ Technologien zu vermitteln. Hierbei sollen zum einen Vorurteile abgebaut werden, jedoch soll ebenfalls auf potentielle Gefahren im Umgang hingewiesen werden. Schlussendlich sollen die Schülerinnen und Schüler dazu befähigt werden, von den Vorteilen von Künstlicher Intelligenz profitieren zu können und gleichzeitig als „Digital Natives“ Gefahren und Risiken verantwortungsbewusst abwägen zu können.
Abgerundet wird das Modul durch praktische Demonstrationen verschiedener KI-Werkzeuge, wie beispielsweise KI-Chatbots (ChatGPT, LLaMa/Alpaca etc.) oder Text-to-Image-AIs (StableDiffusion, Midjourney, Dall-E usw.).