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Auszeichnung "Digitale Schule"

Das JEG Elsenfeld – erst MINT-freundliche, jetzt auch „digitale Schule“

Digitalisierung mit Augenmaß – das Konzept des JEG Elsenfeld wurde ausgezeichnet

„Die Welt von morgen ist eine digitale Welt. An unseren Schulen im Freistaat wollen wir die jungen Menschen bestmöglich auf die digitale Welt vorbereiten.“ Diese Sätze von Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich sind erst wenige Wochen alt, inzwischen gibt es einen neuen Bildungsminister und eine neue Staatssekretärin, aber die Herausforderungen sind die gleichen geblieben. „Digitalisierung mit Entschlossenheit und mit Augenmaß“ könnte das Motto lauten, mit dem das Ministerium und die Stiftung Bildungspakt Bayern die Schulen für die digitale Zukunft fit machen wollen. Das Logo „Digitale Schule“ erhalten die Schulen, die auf dem Weg in die Digitalisierung schon viele Schritte mit Erfolg zurückgelegt haben und als eine Art „Leuchttürme“ anderen Schulen den Weg weisen können.

Seit diesem Freitag zählt auch das Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld  dazu. Die Vertreter der Schulen erhielten am Freitagnachmittag, dem 23. November 2018, in München aus den Händen von Ministerialrat Herbert Püls vom Bayerischen Bildungs- und Wissenschaftsministerium in der Google-Zentrale die Auszeichnungen, die nun auch in Form von Urkunden und Tafeln in Elsenfeld und in Obernburg zu sehen sind.
Die unvollständige, aber eindrucksvolle Liste von Aktionen und Projekten am Julius-Echter-Gymnasium: Rund 100 Schülerinnen und Schüler belegen aktuell einen der angebotenen Wahlkurse mit diesem Themenschwerpunkt. Das reicht von den erfolgreichen Kursen „Jugend präsentiert“, bei denen das JEG schon mehrfach das Bundesfinale in Berlin gewonnen hat, über Robotics-Kurse bis hin zu Angeboten zu den Themen „Informationstechnologie“ und „Design“ in diesem Schuljahr, die sehr gut angenommen werden.


Damit der Weg in die sinnvolle Digitalisierung funktioniert, muss auch die Ausrüstung stimmen – und auch da sind die Voraussetzungen in Elsenfeld fast optimal: Seit diesem Schuljahr gibt es einen dritten Computerraum mit zwölf Hochleistungsrechnern und der entsprechenden Software wie z.B. „Adobe creative cloud“. Damit könnten in Zukunft noch mehr attraktive Erklärvideos produziert werden als die zwölf Videos rund um den „Miltenbecher“ oder das „Green Code Project“, die schon große Anerkennung gefunden haben.
Ganz wichtig ist es den Lehrern am JEG, dass Schülerinnen und Schüler in ihrer Kreativität gefördert werden und bei den Projekten eine zentrale Rolle spielen. Ein Beispiel ist das Projekt „Hackdays“, bei dem Anfang April 2019 Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Make your school“ ihre Schule mit eigenen Vorschlägen mitgestalten, beim Programmieren und Tüfteln die Bandbreite elektronischer und digitaler Tools kennen lernen und ausloten, um die digitale Bildung zu verbessern.

Weitere Projekte sind fest geplant: Die Gründung einer Schülerfirma mit dem Namen „GoPresent“, die Erklärvideos für Unternehmen, Vereine u.a. herstellen und Softwareschulungen anbieten wird. Ein Termin ist schon fixiert: Am 23. Januar findet eine Lehrerfortbildung „Virtuelle Rhetorik“ statt. Aktuell haben sich schon 25 Lehrer angemeldet, um beim sinnvollen Einsatz digitaler Software von den Schülerinnen und Schülern zu lernen – eine Aktion, die mindestens genau so für die Lehrer wie für die Schüler spricht.
Ganz wichtig ist auch die Öffnung der Schule nach außen: Die Akteure am JEG schon viele externe Partner gewonnen, die das Projekt finanziell aber auch mit Expertenwissen unterstützen. Fest geplant ist schon eine dreitägige Word-Schulung, ehemalige Schüler haben ihre Unterstützung beim Bau des Miltenbecherautomaten zugesagt und ein Grafiker berät die Schülerfirma bei ihrem „corporate branding“, also beim Aufbau ihrer Unternehmensmarke.

Für die Verantwortlichen am JEG ganz zentral: Bei diesen Projekten geht es nicht darum, die „Schultasche durch den Laptop zu ersetzen“, wie es allzu plakativ vielerorts propagiert wurde. Es geht darum, Schülerinnen und Schülern den Weg in die digitale Zukunft nicht zu verbauen, sondern zu öffnen. Und natürlich gehört dazu auch der verantwortungsbewusste Umgang mit den eigenen Daten. Dafür brach erst vor wenigen Tagen schon zum zweiten Mal die attraktive „Prediction men show“ in der Aula des Schulzentrums vor rund 200 Besuchern eine Lanze.
 
Heinz Linduschka

Freude über Auszeichnungen in Elsenfeld
Am Freitagnachmittag konnte sich das Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld über die Auszeichnung für ihre Arbeit freuen. Zwei Schulen unter insgesamt 30 Schulen verschiedener Schularten in Bayern vom Bayerischen Untermain erhielten das Prädikat als Digitale Schule. Der Schulleiter OStD Gronemann zur Auszeichnung:
„Die Auszeichnung als „Digitale Schule“ erfüllt uns mit Stolz, wird gleichzeitig von uns aber auch als Verpflichtung angesehen. Sie ist Ansporn, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzumachen. Dieser soll unsere Schülerinnen und Schüler fit machen für eine Zukunft, in der die Informationstechnologie alle Lebensbereiche durchdringen wird und die zugleich die Basis unseres zukünftigen Wohlstands darstellt.“

Die Abordnung vom Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld konnte in München die Auszeichnung als Digitale und als MINT-freundliche Schule entgegennehmen.
V.l.n.r.: Chris-Angelo Ziegler, Lehrer für Deutsch und Sport am JEG und Webmaster der Schule, er leitet auch die Wahlkurse "Informationstechnologie" und "Design". Schulleiter OStD Ulrich Gronemann und Jörg Giegerich, Lehrer am JEG für Biologie und Chemie, der die Projekte angestoßen hat und immer wieder mit vorantreibt.