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Berliner Ensemble „Radiks“ zu Gast am JEG

Die Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufe des Julius-Echter-Gymnasiums erlebten am 19.01. in einer abwechslungsreichen, emotionalen und persönlich ansprechenden Aufführung in der Aula der Schule hautnah die Geschichte eines Mädchens mit, das davon träumt, Sängerin zu werden. Doch der Traum zerbricht an den Lügengeschichten, die über die Jugendliche in den sozialen Medien verbreitet werden.
Eine brisante Thematik, denn Fake – die Vortäuschung falscher Tatsachen ‑ ist in diesen Tagen in aller Munde. Im postfaktischen Zeitalter scheinen Tatsachen zunehmend an Bedeutung zu verlieren. Über soziale Netzwerke verbreiten sich FakeNews rasend schnell. Nicht nur, dass sie die politische Willensbildung beeinflussen, sie können im persönlichen Bereich zerstörerisch wirken.
Dies bekommt die 17jährige Lea im Stück „Fake oder War doch nur Spaß“ am eigenen Leib zu spüren. Zwei Schauspieler des Ensembles „Radiks“ aus Berlin fangen die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen auf der Suche nach Erfolg, Liebe und Anerkennung einerseits und der Bedrohung durch Neid und die Auseinandersetzungen mit Gleichaltrigen andererseits ein, verbinden virtuelle und analoge Welt und präsentieren eine große Bandbreite an Möglichkeiten, sich mit der Thematik des Cybermobbings auseinanderzusetzen, ohne den pädagogisch-moralischen Zeigefinger erheben zu müssen.



Mit der Aufnahme Leas in eine Casting-Agentur beginnen Sticheleien und Ausgrenzungen, die aus einer „kleine Lüge“, einer Fake-Meldung ihrer vermeintlich besten Freundin erwachsen. Die Mobbing-Attacken über diverse Netzwerk-Portale, anonyme Drohungen und Beleidigungen via Handy und Social Medias bis hin zu despektierlichen Videos, die online gestellt werden, lassen Leas Welt zur persönlichen Hölle werden.
An diesem lebensnahen Beispiel werden die Schülerinnen und Schüler in 60 Minuten mit den persönlichen und rechtlichen Folgen von Beleidigungen, Bedrohungen und sexueller Belästigung über Internet und Handy sowie dem Missbrauch von Daten konfrontiert. In einem anschließenden Gespräch mit den Schauspielern, die selbst vielfältige Erfahrungen zu diesem Thema im Gepäck haben, wird eine Auseinandersetzung mit Mobbing und Cybermobbing möglich, die eine reflexives Bild auf die eigene Welt in Schule und Freundeskreis wirft. Auf diese Weise lassen sich Strategien entwickeln, wie man mit Mobbing-Fällen in der Praxis umgehen sollte.
Pfefferer

 
24.01.2017 16:34:02 | Julius-Echter-Gymnasium, JEG Webmaster