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Schüler helfen Schülern

Mens sana in corpore sano – die Hilfsorganisation Mary’s Meals hat es sich zur Vision und Aufgabe gemacht, jedes Kind an einem Ort der Bildung mit einer täglichen Mahlzeit zu versorgen. Begonnen wurde mit einem Pilotprojekt 2002 in Malawi, einem der ärmsten Länder der Welt. Inzwischen ermöglichen Spenden, dass 1 Million Kinder durch die Schulspeisung mit Nahrung versorgt werden. Doch auch gesättigt verfehlt ein Schulbesuch sein Ziel, wenn die nötigsten Utensilien fehlen, um sich den Lernstoff einzuprägen. Mit einem „Rucksackprojekt“ unterstützt Mary’s Meals Kinder in Afrika bei ihrem Schulbesuch.
Die Idee ist sehr einfach: Deutsche Kinder packen afrikanischen Kindern eine Schultasche und erleichtern ihnen damit den Schulbesuch. Rucksäcke, Schultaschen, Sporttaschen, die nicht mehr benötigt werden und ihr Dasein auf Dachböden und in Kellern fristen, werden mit Schulmaterial und einigen Gebrauchs- und Hygieneartikeln bestückt und nach Malawi / Liberia / Uganda verschifft und an Kinder verteilt, die bereits durch die Schulspeisungen versorgt werden. Ein Großteil der Kinder, die diese Unterstützung erfahren, haben Krieg, Armut, Hungersnöte oder Naturkatastrophen erlebt. Bildung erscheint nicht nur in diesem Zusammenhang als entscheidend, um den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen.



Auf Anregung des Rotaract Clubs Aschaffenburg und Initiative Johanna Kerns wurde die Idee an der Realschule Elsenfeld und am Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld aufgegriffen. Die Fachschaft Religion / Ethik der Realschule und die sozialwissenschaftliche Gruppe der Klasse 8bc unter der Leitung von Susanne Pfefferer am Julius-Echter-Gymnasium setzten sich zum Ziel, möglichst vielen Kindern in Afrika den Schulbesuch zu ermöglichen. Engagiert und zielstrebig informierten die Schüler ihre Mitschüler und Lehrer, verteilten Packlisten und sammelten gepackte Rucksäcke ein. War es zunächst Ziel pro Klasse einen Rucksack zu packen, entfaltete sich rasch ein großes soziales Engagement und eine hohe Bereitschaft vom eigenen Überfluss abzugeben. Eltern, Schüler und Lehrer lieferten binnen weniger Tage Schultasche über Schultasche ab. Stolz konnten die Schüler und Schülerinnen am Ende über 100 gepackte Rucksäcke an die Hilfsorganisation übergeben. Überrascht, welcher Überfluss in ihrem Zuhause herrscht, erstaunt, wie einfach es ist, sich von Sachen zu trennen, erfreut, anderen eine Freude zu machen, stolz, das Projekt erfolgreich und nahezu eigenständig organisiert zu haben zogen sie mit den Packhelfern der Realschule und den begleitenden Lehrkräften ein positives Resümee.
Weitere Informationen zum Projekt unter www.marysmeals.de.
Susanne Pfefferer
Johanna Kern

 
19.09.2015 09:55:29 | Julius-Echter-Gymnasium, JEG Webmaster