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JEG zum 5. Mal als „Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet

Ein Verdienst der ganzen Schule


Was immer wieder kehrt, muss noch lange nicht selbstverständlich sein. Zum 5. Mal in Folge wurde dem Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld vom bayerischen Kultusministerium der Titel „Umweltschule in Europa“ verliehen, und zwar mit drei Sternen, der höchstmöglichen Kategorie. Diese wiederholte Auszeichnung kommt nicht von ungefähr, da alle eingereichten Projekte nachhaltig und strukturell im Schulkonzept verankert sein müssen. Dass dem so ist, dafür sorgt das unermüdliche Engagement vieler Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Lehrkräfte am JEG. 
Einen Schwerpunkt bildete dabei die Teilnahme am Wettbewerb „Energiesparmeister“, bei dem das JEG mit dem „Miltenbecher“ den ersten Platz in Bayern belegte. Insgesamt wurden über 15.000 umweltfreundliche Becher produziert.
Wer Becher sagt, muss auch Bowl sagen, denn ohne dieses Essensutensil geht in der modernen Küche nichts. Deswegen wurde bereits ein Logo für die „Miltenbowl“ entwickelt und die Schülerin Sophie Rothenbücher führte eine umfangreiche Marktanalyse per Fragebogen durch. Leider scheint es so, dass (noch?) kein ausreichender Bedarf existiert; von 75 angeschriebenen Unternehmen haben lediglich sieben konkretes Interesse bekundet. Noch etwas wenig, um die Miltenbowl tatsächlich einzuführen. „Man sieht, dass es ein hartes Geschäft ist. Alle wollen mehr Nachhaltigkeit, aber wenn es konkret wird…“, merkt Lehrer Jörg Giegerich, Impulsgeber und Nestor vieler Umweltprojekte am JEG, kritisch an. Aufgeben will er die Idee trotzdem nicht: „Naja, wir bleiben dran.“
Ein weiteres Projekt sind die Umwelticons, die zum sparsamen Umgang, etwa mit Wasser oder Strom, anregen. Sie werden bald an vielen Stellen im JEG zu sehen sein. Erstellt wurden die Embleme vom Wahlkurs „Design“, geleitet von Grafikdesigner Bastian Kraus.
Aktuell arbeiten Schülerinnen und Schüler mit den Lehrerinnen Anke Zimmermann und Carolin Graf intensiv an dem Projekt "Digitalisierung trifft auf Umwelterziehung": In enger Zusammenarbeit mit der Firma WIKA soll ein Bienenstock der Imker-AG des JEG mit Sensoren ausgestattet werden, um Daten etwa zu Luftqualität und Wachstum der Waben erheben zu können; Die Schülerinnen und Schüler lernen so neben den Grundlagen der Imkerei auch Prinzipien der Messtechnik kennen.
Umweltschutz ist dann nachhaltig, wenn er mit dem Abbau globaler Ungleichheit einhergeht. Denn der Klimawandel trifft die Landwirte in den Entwicklungsländern besonders hart. Mehr fairer Handel ist gefragt, und um dieses Anliegen kümmert sich die Fair-Trade AG des JEG intensiv. Gemeinsam mit Susanne Pfefferer und Kilian Kneisel haben die Schülerinnen und Schüler nicht nur die „faire Schokolade“ an die Schule gebracht, sondern es gibt einen regelmäßigen Newsletter mit fairen Rezepten, Tipps zum Upcycling uvm. Dass die JEG-Schulkleidung aus fairer Produktion stammt, versteht sich von selbst.
Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind am JEG also keine Nischenveranstaltung, die Auszeichnung als Umweltschule würdigt das Engagement der ganzen Schule.
Thum






 
22.11.2021 10:49:04 | Julius-Echter-Gymnasium, JEG Webmaster