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"Lernen kann auch mal Spaß machen, das hätte ich gar nicht gedacht“

Umsetzung des Programms „gemeinsam. Brücken. Bauen“ am JEG


„Gemeinsam.Brücken.bauen“ – Hinter dieser Metapher verbirgt sich ein umfangreiches Förderprogramm des bayerischen Kultusministeriums, mit dem die wegen des Corona-Lockdowns in den letzten beiden Schuljahren bei den Schülerinnen und Schülern aufgelaufenen Defizite abgebaut werden sollen. 
Gemeinsam ist das Programm, weil die Vorgaben zwar aus München kommen, die konkrete Umsetzung vor Ort aber in der Eigenverantwortung der Schulen liegt. Dabei ist von allen Mitgliedern der Schulfamilie viel Kreativität und Initiative gefragt, wie am Beispiel des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld noch zu sehen sein wird. Für Direktorin Petra Hein kamen die Fördermöglichkeiten aus dem Staatsministerium genau zur rechten Zeit. „Gerade mit Blick auf die Zukunft muss, neben dem Aufarbeiten von Defiziten im Bereich des Schulstoffs, das Hauptaugenmerk auf dem sozialen Miteinander liegen.“ Um diesbezügliche Angebote am JEG machen zu können, seien die Fördermittel voll ausgeschöpft worden.
Denn Brücken sollen gemäß dem Rahmenkonzept des Kultusministeriums in zweierlei Richtung gebaut werden: „Potentiale erschließen und Gemeinschaft erleben“. Beim ersten Anliegen setzt man ausschließlich auf die Schulen, wobei zwei Ansätze im Fokus stehen: Zum einen ist dies das Tutorenprogramm „Schüler helfen Schülern“, zum anderen die Einrichtung von Ferienkursen, „Sommerschule 21“ genannt, wofür der Freistaat zusätzliche Gelder bereitstellte. 
Soweit die Theorie. Aber wie gelang die Umsetzung am JEG?
Bei dem Programm „Schüler helfen Schülern“, welches nach den Pfingstferien startete, konnten innerhalb kürzester Zeit 74 Schülerinnen und Schüler gegen ein kleines Entgelt als Nachhilfelehrer für die verschiedensten Fächer gewonnen werden; so kamen bis Ende Juli ca. 400 Stunden geleistete Nachhilfe zustande – eine beeindruckende Zahl. Und das alles freiwillig und außerhalb der regulären Schulstunden!
Am Ende der Ferien, in der Woche vom 9. bis 10. 09., bot das JEG dann die Sommerschule für diejenigen an, welche sich zuvor angemeldet hatten. Täglich standen pro Jahrgangsstufe bis zu fünf Kurse von jeweils 150 Minuten zur Auswahl. Jeder Kurs war in der Regel so konzipiert, dass wesentliche Lerninhalte in einer Woche rekapituliert werden konnten. Der Schwerpunkt lag auf den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen. Gehalten wurde der Unterricht nicht nur von den hauseigenen JEG-Pädagogen, sondern auch von einer Vielzahl von Vertragslehrkräften, die zu diesem Zweck von der Schulleitung angestellt wurden, darunter vor allem viele Lehramtsstudierende.
„Lernen kann auch mal Spaß machen, das hätte ich gar nicht gedacht“, resümierte die Sechstklässlerin Esma. Eine Schülerin aus der 7. Klasse brachte die Ziele des Förderprogramms am JEG auf den Punkt: „Die Sommerschule hat mir geholfen Themen des vergangenen Schuljahrs zu verstehen, zu üben und zu vertiefen."
Ein voller Erfolg also. Übrigens wird das Programm „Gemeinsam.Brücken.bauen“ 2021/22 weitergeführt, und das JEG baut mit!
Thum





 
13.09.2021 19:24:47 | Julius-Echter-Gymnasium, JEG Webmaster