Login

 

Auf den Spuren r├Âmischer Badekultur

Die kalte Jahreszeit hat uns in ihren Fängen und viele sehnen sich in diesen Tagen nach einem Besuch in wohlig warmen Thermen. Doch woher stammt eigentlich diese Tradition des Saunierens in Verbindung mit warmen und kalten Bädern? Zwei Lateinklassen der sechsten Jahrgangsstufe des Julius-Echter-Gymnasiums gingen dieser Frage gemeinsam mit ihren Lehrkräften Herrn Scheller, Frau Braun und Frau Ebert im Rahmen einer kleinen Exkursion genauer auf den Grund. Wie praktisch, dass es dafür nur die Straße vor ihrer Schule zu überqueren galt, um in den Römerbädern des Elsavamar hautnah in die Welt römischer Thermen eintauchen zu können. Dabei staunten die Schüler nicht schlecht, als ihnen der Vorsitzende des Freundeskreises JEG  Herr Joachim Oberle in Gestalt des antiken Praefectus cohortis von Nemaninga höchstpersönlich entgegentrat und in sehr anschaulicher und beeindruckender Art und Weise nicht nur die Badekultur der Römer, sondern auch die römische Geschichte Obernburgs (Nemaninga) näherbrachte. Fußbodenheizung? Kein Problem für die Römer – das sogenannte Hypokaustum, das ausgeklügelte Heizungssystem in römischen Thermen, zwang die Badebesucher sogar Holzsandalen anzuziehen, um sich nicht die Füße zu verbrennen. Wellness-Behandlung gefällig? Auch das durfte bei den Römern nicht fehlen – eine kurze Massage im Tepidarium (Warmbaderaum), einem der vielen verschiedenen Bereiche römischer Bäder, gehörte stets dazu. Dies und vieles mehr machten die Thermen zum Inbegriff römischer Zivilisation, weshalb sie selbstverständlich in einer am Limes gelegenen Grenzstadt wie Nemaninga nicht fehlen durften. Doch auch jeder Thermenbesuch hat einmal ein Ende, und so entließ der Praefectus cohortis die Lateinschüler nach diesem äußerst informativen und durch die wunderbare Kulisse der Römerbäder sehr einprägsamen Einblick in die antike Badekultur mit vielen neuen Eindrücken und einem herzlichen „Valete!“.
 

Ebert








 
20.12.2020 13:26:02 | Julius-Echter-Gymnasium, JEG Webmaster