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Hand in Hand in eine faire und nachhaltige Zukunft

Ausbeutungsbetriebe, Klimawandel, Strände voller Müll, angeschwemmt von einem Meer, das durch die zahlreichen Bohrunglücke und hineingeleiteten Abfälle großer Industrien immer mehr einem Friedhof ausgestorbener Tierarten gleicht- eine unendlich lange Liste, die die tiefgreifenden Probleme und Schattenseiten unserer modernen Welt enthüllt, bei denen wir uns als einfache Verbraucher verzweifelt die Haare raufen, überwältigt von einer schier unlösbaren Herausforderung und dem resignierenden Gefühl der eigenen Machtlosigkeit.
Ich und die Welt retten? Das klingt viel mehr nach dem überholten Konzept eines schlechten Actionfilms. Doch weit gefehlt! Jede große Veränderung beginnt bekanntlich in kleinen Schritten vor der eigenen Haustür- und so verhält es sich auch bei uns in Elsenfeld. Gemeinsam mit den Mitgliedern der ,,Steuerungsgruppe Fairtrade-Gemeinde Elsenfeld´´ habe ich mich mit dem Fahrrad zum ,,Dorfladen´´ in Rück aufgemacht. Dieser kleine gemütliche Markt mit warmherziger Gemeinschaftsatmosphäre liefert die beste Antwort auf die Frage, wie ein nachhaltiges Einkaufen mit frischen fair-gehandelten Produkten aus der Region die Welt heute und vor allem in Zukunft um ein großes Stück besser machen kann. Das Engagement und der Eifer der vielen ehrenamtlich zusammenarbeitenden Mitarbeiter dort haben vorbildlich gezeigt, wie eine kleine Gemeinde durch Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung aus eigener Kraft ein solch blühendes Projekt ins Leben rufen konnte.
Wir durften ein großes Sortiment an Waren aus der Region bestaunen, so zum Beispiel Honig, eine große Auswahl an Teesorten, Café und Aufstrichen und nicht zu vergessen ein vielfältiges Angebot an Weinen von Winzern aus unserer Gegend. Besonders hervorzuheben ist auch die reiche Auswahl an unverpackten Waren, darunter Nudeln, Cafébohnen, Haferflocken, Müsli und Reis, welche in eigene mitgebrachte Gefäße nach Bedarf umgefüllt werden können, um auf Ressourcen verschwendende Tüten und daraus entstehenden Abfall verzichten zu können. Auch der integrierte Bäckereiverkauf sei zu erwähnen, der beim Vertrieb seiner Produkte vor allem auf Qualität und nicht Quantität achtet und somit einer hohen, vermeidbaren Lebensmittelverschwendung am Tagesende vorbeugt.
Geöffnet von 6:30 bis 18:30 unter der Woche und von 7:00 bis 13:00 am Samstag bietet der Dorfladen alles was Herz und Magen begehren und ist darüber hinaus ein wunderbares Gemeinschaftsprojekt, das die Welt allein zwar nicht retten kann, dafür aber Inspiration, tolle Werte und ein Konzept liefert, mit dem sich auf dem gesamten Globus die Idee fairen Handels und einem sorgsamen Umgang mit unseren Rohstoffen verbreiten kann und trägt weit über die Ladentüren hinaus eine zukunftsträchtige, wundervolle Botschaft.
Jonathan Burkholz, Projekt-Seminar Fairtrade

 
29.09.2020 08:15:37 | Julius-Echter-Gymnasium, JEG Webmaster