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Interview mit Schulleiterin Petra Hein

“Es war ein herausforderndes Schuljahr“

 

Die letzten Tage des (Corona-) Schuljahres 2019/20 sind angebrochen und immer mehr Schülerinnen und Schüler fiebern nun den heißersehnten Sommerferien entgegen. So vermutlich auch Frau Hein, die seit November 2019 offiziell die neue Schulleiterin des JEG ist. Anlässlich ihres ersten Schuljahres als Direktorin traf sich Schülerreporterin Sabrina Ball mit ihr für ein Interview.

Sabrina Ball: Wenn Sie Ihr erstes Schuljahr als Direktorin in drei Worten beschreiben müssten, welche wären das?

Petra Hein: Unerwartet, herausfordernd und kreativ.

 

SB: Kreativ in welchem Sinne?

PH: Man musste ständig neue Lösungen für Probleme finden, die es vorher nicht gab und ganz viele Leute haben hierbei außergewöhnliche Ideen eingebracht.

 

SB: Was hat sich für Sie grundsätzlich an Ihrem Aufgabenfeld geändert?

PH: Anders ist, dass ich jetzt die letzte Verantwortung und Entscheidungsgewalt habe und das ist manchmal gut und manchmal schlecht (lacht).

 

SB: Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Kollegen jetzt anders mit Ihnen umgehen?

PH: Ein bisschen vorsichtiger und herantastender vielleicht. Grundsätzlich ist der Umgang aber sehr vertrauensvoll.

 

SB: Hatten Sie ursprünglich den Wunsch, an einer bestimmten Schule Direktorin zu werden oder haben Sie die Gelegenheit hier einfach ergriffen?

PH: Ich hatte ursprünglich nie geplant, Direktorin zu werden, aber da hier eine Stelle frei war, wollte ich es dann doch machen (lacht).

 

SB: Was gefällt Ihnen an unserer Schule am besten?

PH: Am besten gefällt mir die Offenheit und der gute Umgang miteinander.

 

SB: Hat Ihr neuer Beruf auch etwas in Ihrem Privatleben verändert, außer dass Sie mehr Zeit in der Schule verbringen?

PH: Im Großen und Ganzen eher nicht.

 

SB: Gibt es etwas Grundlegendes, das Sie gerne an unserer Schule verändern möchten - auch in Bezug auf die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie?

PH: Im nächsten Schuljahr sollen möglichst alle Fachräume mit Prowise Boards ausgestattet werden und die Schulkommunikation soll auf den Schulmanager online verlegt werden.

Was mich besonders freut, ist, dass wir im neuen Jahr eine Schulpsychologin bekommen, die dann vor Ort als Fachkraft unterstützen kann. Ziel ist es, die pädagogisch-psychologische Betreuung stärker auszubauen, wenn Corona wieder etwas weniger Raum einnimmt.

 

SB: Inwiefern hat Corona Ihre Arbeit beeinträchtigt?

PH: Ich musste unzählige Elternbriefe schreiben, und wir mussten entsprechend den Vorgaben neue Stunden- und Raumpläne entwerfen und das Abitur erneut planen. Zudem mussten die Teilgruppen so konzipiert werden, dass wir die 15er-Grenze in den einzelnen Jahrgangsstufen nicht überschreiten. Das war etwas ganz Neues für uns alle.

 

SB: Letzte Frage: Wie belohnen Sie Sich für Ihr erstes gemeistertes Schuljahr?

PH: Es klingt vielleicht blöd, aber meine allergrößte Belohnung ist, wenn es keine großen Pannen gab und alle mit Zufriedenheit auf das Jahr zurückblicken können!

 

SB: Vielen Dank für das interessante Interview, Frau Hein!

PH: Sehr gerne!                                                                                                                        

Sabrina Ball



 
30.07.2020 15:18:27 | Julius-Echter-Gymnasium, JEG Webmaster