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W-Seminare bei wissenschaftlicher Tagung

Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit, Pressefreiheit – Diese Grundlagen sind für uns heute selbstverständlich und wir können uns ein Leben ohne diese nur schwer vorstellen. Sie basieren alle auf der für uns als alltäglich und oft nicht gesondert wahrgenommen Demokratie. Dass dies in Deutschland nicht immer so war, thematisierte die wissenschaftliche Tagung „Von der Entnazifizierung zur Erinnerungskultur – Siebzig Jahre Bundesrepublik als Gegenentwurf zum NS-Staat“ am 22. November 2019 im Martinushaus Aschaffenburg. Deshalb besuchten Schülerinnen und Schüler der W-Seminare „Demokratie – ein Auslaufmodell?“ von StR Giloj und „Bayern nach 1945“ von StR Kneisel die Veranstaltung und gewannen dort erhellende Einblicke in diese Thematik.

Dr. Bernhard Schoßig gab einen fundierten Überblick zum Umgang mit der NS-Vergangenheit, welcher über die Seminare hinaus interessante Gedankengänge zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der damit verbundenen Frage nach dem Selbstverständnis der BRD offerierte. Hierbei ging er vor allem auf die Geschichte der Gedenkstätten in der BRD und DDR ein. Dr. Bernhard Brunner sprach über „Vertuschung und Aufarbeitung – Die Bundesrepublik und der nationalsozialistische Mord an den Juden in Frankreich“. In seinen Ausführungen bezog er auch tagesaktuelle Themen mit ein und legte Zusammenhänge zwischen Karrieren im Nationalsozialismus und der BRD dar. Peter Körner erinnerte aus lokalgeschichtlicher Perspektive an die Geschehnisse rund um die Reichspogromnacht in Aschaffenburg.

Die abschließende Podiumsdiskussion gab abschließend tiefergehende Eindrücke in die am Vormittag aufgestellten Thesen. Vielen Dank an Dr. Josef Pechtl für die Organisation, wir durften einen sehr informativen und gewinnbringenden Tag im Martinushaus verbringen. Die Eindrücke werden auch über den Schulalltag hinaus reichen!

Giloj, Kneisel


 
02.12.2019 10:45:17 | Julius-Echter-Gymnasium, JEG Webmaster