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Umwelt- und Klimaschutz als dominierendes Thema der Juniorwahl

Für eine bessere Welt: Umwelt- und Klimaschutz als dominierendes Thema der Juniorwahl am Julius-Echter-Gymnasium

Demokratie ist kein Zuschauersport, sie lebt von Beteiligung. Getreu dieser Forderung übten sich in der Woche vor der Europawahl alle Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe des Julius-Echter-Gymnasiums, die den Sozialen Zweig belegt haben, „live“ in Demokratie. Im Rahmen des Projekts „Juniorwahl“ stellten die Schülerinnen und Schüler die Wahl zum Europaparlament unter realen Bedingungen nach, komplett mit Wahlausschuss, Stimmzettel und Wahlurne. Die Simulation der Wahl machte das Klassenzimmer zum Wahllokal, Politik wurde anschaulich und spürbar.

Das Projekt Juniorwahl wird ermöglicht durch das Europäische Parlament, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Bundeszentrale für politische Bildung. Träger ist der Verein Kumulus e.V., der seit 1999 die Juniorwahl als „best-practice-Projekt“ zur politischen Bildung bundesweit zu verschiedenen Wahlen durchführt. Seither haben sich schon mehr als 3 Millionen Jugendliche beteiligt. Bundesweit waren über 2.700 Schulen allein am Projekt Europawahl 2019 angemeldet und führten so Jugendliche an demokratische Partizipation heran.

Wie sah nun das Wahlergebnis der Schülerinnen und Schüler der sozialwissenschaftlichen Ausbildungsrichtung am JEG aus? Es wird nicht nur für eine nachhaltigere Klimapolitik gestreikt, die Schülerinnen und Schüler würden ihre Stimme bei der Europawahl auch den Parteien geben, die sich aktiv und bewusst für Klima-, Umwelt- und Tierschutz einsetzen. Dabei sind auch am JEG die Grünen klarer Sieger der Wahl. 92 von 179 Stimmen und damit über 51% entfielen auf die Partei, die mit Slogans wie „Klimaschutz kennt keine Grenzen“ Wahlkampf betrieben haben. Dagegen können die etablierten Volksparteien wie CSU und SPD bei den Jugendlichen nicht punkten. Gerade 24 Stimmen konnten beide Parteien zusammen für sich verbuchen. Am JEG liegt die CSU sogar deutlich unter 10 % und damit auch unter dem bayerischen Landesdurchschnitt von 13,2 %. Dagegen kam die von Martin Sonneborn angeführte Satiretruppe „Die Partei“ auf immerhin 21 Stimmen, fand also bei den Schülern mit rund 20 % deutlich mehr Anklang als bei den erwachsenen Wählern.

Ohne das Ergebnis überbewerten zu wollen, spiegelt sich der bundesweite Trend wider, dass Schüler ein beachtliches Interesse an politischen Veränderungen im Bereich des Klimaschutzes haben, aber zunehmend Abstand zum etablierten politischen Betrieb nehmen. Sie nehmen ihre Stimme ernst und möchten gehört werden – da es über die Wahl (noch) nicht geht, eben über Demos und Videos. Die Juniorwahl zur Europawahl 2019 war für sie zumindest eine Option, sich an der Europawahl 2019 zu beteiligen, in der Hoffnung, dass die Ergebnisse den politischen Betrieb interessieren. Die hohe Wahlbeteiligung am JEG (87%) zeigt jedenfalls deutlich, dass die Jugendlichen ihre Zukunft mitbestimmen wollen.

Weitere Bilder sind unter diesem Link zu finden.


 
30.05.2019 20:55:08 | Julius-Echter-Gymnasium, JEG Webmaster