Login

 

Eine Woche voller Höhen und Tiefen

Vom 1. bis 7. September haben wir, das heißt das P-Seminar von Joachim Weydt der Q12, uns mit vier Lehrern ins Lechquellengebiet nahe des Bodensees aufgemacht, um uns dort im Wandern zu beweisen. Die Hüttenwanderung erstreckte sich über sechs Etappen sowie einem Gesamthöhenunterschied von 7000hm und ist der Inbegriff für die nördlichen Kalkalpen.
 
Bild 1
 

Das Abenteuer beginnt

Durch monatelanges Training, professionelle Vorträge und Probewanderungen rund ums Julius-Echter-Gymnasium Elsenfeld bestens vorbereitet trafen wir uns in aller Frühe, um unsere erste Etappe in Angriff zu nehmen. Nach ca. sieben Stunden Fahrt gelangten wir an unseren Startpunkt in Bregenz in Österreich. Die Vorfreude der gesamten Gruppe konnte auch durch den einsetzenden Regenschauer nicht gedämpft werden. Der erste Aufstieg ist nie leicht, doch so wurden die 800 Höhenmeter durch die Nässe noch beschwerlicher. Dafür bot sich uns in der Biberacher Hütte sogleich die Möglichkeit einer eiskalten Dusche zur Belohnung. Auch die erste Übernachtung im Matratzenlager war eine besondere Erfahrung für uns.


Die Bergwelt von ihrer schönsten Seite

Obwohl die Wanderungen in den folgenden Tagen deutlich anspruchsvoller wurden, sackte die Stimmung den-noch nicht ab, woran auch das gute Wetter seinen Anteil hatte. Sogar bei den steilsten Anstiegen der Tour wussten wir uns mit amüsanten Liedern aufzuheitern und somit gegenseitig zu motivieren. Selbst der rutschige und damit schwierige Kletterabschnitt am zweiten Tag tat dieser Hochstimmung keinen Abbruch und konnte so von uns gemeistert werden. Am Formarinsee angekommen konnten uns weder niedrige Wassertemperaturen noch die Lehrer vom Sprung ins kalte Nass hindern. Nach einem anstrengenden Tag stellte dies eine willkommene Erfrischung dar. Beim abendlichen Zusammensitzen in der warmen Stube wurden schnell neue Bekanntschaften geknüpft und durch das anschließende Kartenspielen sofort auf die Probe gestellt.
 

Die Highlights der Tour

Auf unserer langen Tour durchliefen wir Hoch- wie Tiefpunkte, zu letzterem zählte unter anderem die einfach nicht auftauchen wollende Göppinger Hütte, die wir eine geschlagene Stunde lang hinter jedem nächsten Hügel vermuteten. Aber auch der Formarinsee ließ auf sich warten, denn die uns entgegenkommenden Wanderer berichteten wahlweise von Gehzeiten zwischen einer viertel und drei Stunden. Selbstredend überwogen jedoch die vielen schönen Momente der Wanderung. In Erinnerung werden uns vor allem die beiden anhänglichen Ziegen, die uns vom Gipfel bis ins Tal begleiteten, der Senn mit seinem durch die Berge schallenden Alphorn, unsere spontane Gesangseinlage zum Dank für einen guten Schnaps und die zahlreichen Steintürme, die wir an der Lech aufgebaut haben, bleiben, um nur einiges zu erwähnen.
 
Bild 2
 

Der Abstieg fällt schwer

Schon ziemlich schnell stellte sich heraus, dass wir mit den uns begleitenden Lehrern wirklich zufrieden sein konnten. Ihnen war anzumerken, dass sie sich in die Gruppe integrieren und nicht allzu sehr als strenge Lehrkräfte aufzutreten versuchten. Weil schon nach wenigen Tagen die ersten Blasen auftraten, versorgten sie uns mit meterweise Tape. Was uns besonders positiv in Erinnerung bleiben wird, ist die Gastfreundlichkeit der Hüttenwirte, sowie die Hilfsbereitschaft der anderen Wanderer. Für uns alle war diese Woche ein einmaliges und außergewöhnliches Erlebnis, das bei vielen von uns den Wunsch nach Wiederholung geweckt haben dürfte.
 
Text: Lukas Kunkel, Tim Blaeser, Janina Seitz
 

Infokasten: „Unsere Lechquellenrunde“

1. Etappe: Steiler Aufstieg für etwa zwei Stunden vom Bregenzerwald hoch zur Biberacher Hütte
2. Etappe: Am Fuße des Rothorns entlang über die Alpschellaalpe durch das Karstgebiet der Gamsbodenwanne zur Göppinger Hütte(2245m). Gehzeit etwa 4h.
3. Etappe: Beginnend beim Propeller-Denkmal Abstieg zum Unteren Älpele (1582m). Der Lech folgend bis zum Formarinsee, von dort Aufstieg zur Freiburger Hütte (1918m). Gehzeit etwa 3,5h.
4. Etappe: 1/3 des Weges der letzten Etappe wieder zurück, dann durch das Spullertal zum Spullersee. Ein kurzer Aufstieg führt zur Ravensburger Hütte (1948m)
5. Etappe: Zuerst Aufstieg auf das Madlochjoch, mit 2437m der höchste Punkt der Tour, danach auf dem stark abschüssigen Fahrweg vorbei am Zürser See nach Zürs (1717m). Auf dem Endressweg zum letzten Aufstieg zur Stuttgarter Hütte (2310m).
6. Etappe: Abstieg über die Trittalpe (1946m) nach Zürs.

Die nachstehende Karte und eine Übersicht über die gewanderte Route im Lechquellengebiet können über diesen Link zur Homepage des Alpenvereins abgerufen werden.
Karte

 
10.10.2013 13:51:18 | Julius-Echter-Gymnasium, JEG Webmaster