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Sch├╝leraustausch mit Saint-Pierre-sur-Dives 2018/2019

Voyager, c’est partir pour partir – JEG-Schüler erkunden die Normandie – die französischen Partner des Collège Sainte-Thérèse aus Kleinwallstadts Partnerstadt erkunden den Untermain


Saint-Pierre-en-Auge / Elsenfeld. Vom 10. bis 16. März 2019 fuhren 21 Schüler und Schülerinnen der 9. und 10. Jahrgangsstufe des JEG unter der Leitung von Frau Dr. Wagner und Herrn Trosbach nach Saint-Pierre-en-Auge, der Partnerstadt von Kleinwallstadt. Bei passablem Frühlingswetter durchquerte man Paris, um vor dem Eiffelturm einen kurzen Halt für ein Foto-Shooting einzulegen ohne von den „Gelbwesten“ gestoppt zu werden, die sich an diesem Tag wohl von Demonstrationen erholten. In Saint-Pierre selbst erwartete die Schüler wieder einmal ein abwechslungsreiches Programm, das dieses Mal unter dem Motto „Le cinéma – das Kino“ stand, im Rahmen dessen man den in Deutschland noch nicht angelaufenen Film „Qu’est-ce qu’on a encore une fois fait au Bon Dieu“ („M. Claude und seine Töchter – Teil 2“) in französischer Sprache ansah. Die Gruppe setzte sich auch mit einem Film über die Befreiung der Normandie von der Naziherrschaft im Cinéma circulaire von Arromanches auseinander. Wegen der anstehenden Feierlichkeiten zum 75. Jahrestags des „D-Day“ wurden vier Schüler und Schülerinnen des JEG sowie StD Trosbach von France 3 zu diesem Thema im dortigen Landungsmuseum interviewt und gefilmt.
Bezuschusst wird dieses deutsch-französische Projekt und die gesamte Austauschmaßnahme vom Bezirk Unterfranken, dem DFJW und der Gemeinde Kleinwallstadt. Einen weiteren Höhepunkt des Programms bildeten eine Fahrt zum Weltkulturerbe Mont Saint-Michel und ein Besuch der Käserei Graindorge. Außerdem wurde die Schülergruppe von Herrn Jacky-Marie, dem Bürgermeister der Gemeinde Saint-Pierre-en-Auge empfangen und konnte bei einer kunsthistorisch sehr anspruchsvollen Führung die wunderbare gotische Abteikirche mit ihrem berühmten Kloster sowie den eindrucksvollen Markt  des kleinen normannischen  Städtchens kennenlernen. Nach einer sehr intensiven Woche voller neuer Eindrücke und gemeinsamer Erfahrungen organisierte das französische Partnerschaftskomitee ein Abschiedsfest mit Pizza und von den Gasteltern zubereiteten normannischen Spezialitäten, bei dem dessen Vorsitzende, Frau Van Hout, die große Bedeutung des Schüleraustausches für die Gemeinden Saint-Pierre und Kleinwallstadt unterstrich. Der Abschied fiel nicht schwer, da man sich zwei Wochen später bereits in Elsenfeld wiedersah: Der Gegenbesuch der französischen Gäste fand vom 31. März bis zum 6. April 2019 bei meist einigermaßen frühlingshaften Temperaturen statt. Frau StDin Hein, stellvertretende Schulleiterin des JEG, konnte am 1. April die normannischen Jugendlichen sowie ihre begleitenden Lehrkräfte, Frau Baudry sowie Frau Duriel, am JEG herzlich willkommen heißen und wünschte ihnen für die anstehende Woche viele interessante neue interkulturelle Erfahrungen. Auch Thomas Köhler, Bürgermeister von Kleinwallstadt, ließ es sich nicht nehmen, die Gäste aus der Partnerstadt zu begrüßen und Unterstützung für weitere Austauschprojekte anzubieten. Im Anschluss daran lernten die jungen Franzosen und Französinnen die Schule bei einer unterhaltsamen Schulrallye kennen und nahmen am Unterricht ihrer Gastschüler und –schülerinnen teil. In den folgenden Tagen schlossen sich teilweise gemeinsame Ausflüge nach Frankfurt, wo im Rahmen des Projekts zwei Führungen im Filmmuseum stattfanden, sowie nach Miltenberg (Besuch der Brauerei Faust), Würzburg (Besuch der Festung Marienberg und der Residenz) und nach Aschaffenburg (Führung im Pompejanum) an.  Ein gemeinsamer Bowlingabend in Obernburg trug dazu bei, die neu geschlossenen Freundschaften in geselliger Runde zu vertiefen. Natürlich erhielten die Jugendlichen sowohl in Frankreich als auch in Deutschland die Gelegenheit, Einblicke in das Familienleben im Gastland zu nehmen und den Alltag dort hautnah mitzuerleben. So bauen sich vielleicht auch langfristige Kontakte auf, die gerade in der derzeitigen Situation der Europäischen Union besonders wichtig erscheinen! Das ist es nämlich, was der berühmte französische Dichter Charles Baudelaire mit „Voyager – c’est partir pour partir“ meinte: ein anderes Land zu bereisen, um gleichzeitig innerlich zu neuen Horizonten aufzubrechen! Ein besonderes Dankeschön geht deshalb an den Bezirk Unterfranken, der auch den Gegenbesuch finanziell fördert.

Trosbach/Dr. Wagner