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Deutsch-französischer Tag 2019

Ziemlich beste Freunde: Aktionen rund um das Nachbarland Frankreich

Schüler beschäftigen sich mit dem Nachbarland Frankreich anlässlich des deutsch- französischen Tages am 22. Januar 2019

Während sich Aachen auf den hohen Besuch des französischen Präsidenten Macron und der Kanzlerin Merkel vorbereitete, die an diesem Tag in einem historischen Akt eine Neuauflage des 1963 von de Gaulle und Adenauer unterschriebenen deutsch-französischen Freundschaftsvertrages unterzeichneten, arbeiteten in den Computerräumen des JEG Sechstklässler im ersten Lernjahr Französisch konzentriert an ihren Rechnern. Sie nahmen an einem Internetteamwettbewerb teil, den das institut français anlässlich dieses Gedenktages veranstaltete. Zu lösen waren Aufgaben zur Landeskunde Frankreichs. Außerdem sollten die Schüler Hörbeispiele oder Kurzfilme auswerten. Nach 90 Minuten waren dank der hilfreichen mitgelieferten Links alle Aufgaben gelöst. Die Klasse 6 b/c erreichte unter 80 teilnehmenden Klassen in Bayern den beachtlichen 8. Platz, die Klasse 6a/b schaffte es auf Platz 18.
Die Klasse 7a/b konnte sich an diesem Tag über den Besuch von Pia Sander freuen, der Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins von Elsenfeld. Sie informierte die Schüler über die Aktivitäten ihres Vereins, der für Jugendliche ein interessantes Austauschprogramm mit der Partnerstadt Condé Intercom anbietet. Eine Schülerin der Klasse, Caroline Röthel, berichtete über ihre durchwegs positiven persönlichen Erfahrungen, die sie während eines Aufenthalts in einer Gastfamilie in Condé sammeln konnte. An diesem Beispiel wurde deutlich, dass die Ideen des Elysée-Vertrages von 1963, der unter anderem die Organisation von Städtepartnerschaften vorsah, auch heute noch Früchte tragen.
Mit einem dunklen Kapitel der deutsch-französischen Beziehungen wurden die Schüler der Mittelstufe konfrontiert. Ihnen wurde am Nachmittag in der Kinopassage Erlenbach im Rahmen der „Cinéfête“ der Film „Un sac de billes“ gezeigt, der auf dem gleichnamigen biographischen Roman von Joseph Joffo basiert. Ein jüdisches Brüderpaar im Alter von zehn und zwölf Jahren wird von den Eltern aus Paris fortgeschickt, um vor den Nazis zu fliehen. Ganz auf sich allein gestellt, gelingt es ihnen, sich bis nach Nizza durchzuschlagen. Doch schon bald sind sie auch dort nicht mehr sicher und sie müssen abermals fliehen. Insgesamt drei Jahre sollte ihre Odyssee dauern, die dann schließlich 1944 in Paris endete. Sichtlich bewegt verließen die Schüler das Kino und ein deutsch-französischer Tag, der die verschiedenen Facetten der besonderen Beziehung der beiden Länder beleuchten sollte, ging zu Ende.                                                                                                                                                                             
A. Hirdina