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Tobias Krejtschi (2021)

„Die Brück´ am Tay“ von Theodor Fontane: Ein Blick hinter die Kulissen der Illustrationen: 


Online-Lesung des Kinder- und Jugendbuchillustrators Tobias Krejtschi für die siebten Klassen des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld


„When shall we three meet again?“ Das ist nicht nur das weltbekannte Zitat der drei bösen Hexen aus William Shakespeares Werk Macbeth, sondern auch Inspiration des deutschen Schriftstellers Theodor Fontanes für die Ballade „Die Brück´ am Tay“. Im Mittelpunk seines Werkes steht das verheerende Zugunglück mit 75 Todesopfern, das sich am 28 September 1879 in Schottland ereignete und als „Tay Bridge Disaster“ bekannt ist.
Tobias Krejtschi, renommierter und vielfach ausgezeichneter Kinder- und Jugendbuchillustrator, entwarf die Zeichnungen zu Fontanes Ballade. In einer Online-Vorlesung am Donnerstag, den 28.01.2021, gewährte er den Schülerinnen und Schülern der 7. Jahrgangsstufe des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld einen spannenden Blick hinter die Kulissen. Während seines Vortrags beantwortete er Fragen rund um seinen Beruf als Illustrator und sein Privatleben. 
Im Nachfolgenden sind einige Antworten von Tobias Krejtschi auf die Fragen der Schülerinnen und Schüler: 

Schüler: Herr Krejtschi, haben Sie als Kind viel gelesen?
Tobias Krejtschi: Ja, das habe ich. Der Hang und das große Interesse am Buch kamen hauptsächlich daher, dass meine Tante von Beruf Bibliothekarin war und mir meine Oma als kleines Kind immer sehr viel vorgelesen hat.

S.: Und wie sah es in der Schule aus: Waren Sie gut in Deutsch? 
TK: Geht so. Ich war ein typischer Dreier-Schüler (lacht).

S.: Um auf das Thema der Vorlesung zurück zu kommen - Was mögen Sie besonders an Balladen?
TK: Eine Ballade ist für mich immer eine spannungsgeladene Geschichte. Meist spielt sie in der Vergangenheit und dementsprechend beschäftige ich mich auch häufig mit historischen Ereignissen. Diese Recherche ist ein wichtiger Teil meines Berufes und es macht mir sehr viel Spaß.

S.: Wie und wo finden Sie am Besten Anreize für neue Ideen?
TK: Viele meiner Bücher sind durch das Reisen inspiriert; ich binde Erlebnisse, die ich währenddessen gemacht habe, in die Geschichten ein. Ein Beispiel ist „Wie der Kiwi seine Flügel verlor“, was einer alten Sage aus Neuseeland entstammt.

S.: Wie lange dauert es dann im Schnitt, bis ein Buch komplett fertig illustriert und bereit zum Verkauf ist?
TK: Meistens zwei bis drei Monate (…); das ist die Zeit, die mir der Verlag gibt.

S.: Was ist Ihr momentanes Lieblingsbuch und gibt es Autoren, die Sie häufiger lesen?
TK: Ich lese vieles, da kann ich mich nur schwer auf ein Lieblingsbuch festlegen (lacht). Allerdings mag ich (…) die Harry-Potter-Bücher sehr gerne.

S.: Sind Ihre Eltern auch Illustratoren, wie Sie?
TK: Nein, ganz und gar nicht (lacht). Mein Vater ist Ingenieur und meine Mutter war Chefsekretärin (…).

S.: Letzte Frage: Was wollten Sie als kleiner Junge später mal werden?
TK: Immer Detektiv! Und später auch Paläontologe, denn ich war ein großer Fan von Dinos (lacht).

Im Namen aller Siebtklässler sowie von Deutschlehrer Benjamin Götzinger, der die Vorlesung organisierte und souverän moderierte, ein herzliches Dankeschön an Tobias Krejtschi für den farbigen und anschaulichen Vortrag.
Alle Beteiligten freuen sich darauf, den sympathischen Autor auch mal leibhaftig nach der hoffentlich nicht allzu fernen Wiederaufnahme des Schulbetriebs am Julius-Echter-Gymnasium begrüßen zu dürfen.
Sabrina Ball/Thum


Tobis Krejtschi in seinem Atelier (Foto: Krejtschi)


„John Maynard“, Kindermann Verlag 2008, Illustration Tobias Krejtschi